Auf dem Weg zur Parität (Teil 2)
Karim Rahemtulla (US-Korrespondent) in Investoren Wissen
vom 16. Juni 2010, 16:00 Uhr
ENL5454
(Fortsetzung des Artikels vom 10.06.2010)
Es geht um die Big Macs und um die Kaufkraftparität
Dieser Faktor ist die Kaufkraftparität.
Diese zeigt, wie viel man mit einer Währung im Inland gegenüber einer anderen Währung in deren Land kaufen kann.
Ein oft benutzter Name dafür ist der Big Mac Index.
Der Big Mac Index
Der Big Mac Index ist eine Studie der Zeitung „The Economist", welche die Kaufkraftparität in über 120 Ländern misst.
Der Maßstab ist der Preis eines Big Macs von McDonald's in einem Land, gegenüber den Preisen von Big Macs in anderen Ländern, um zu sehen, wie stark die jeweilige Währung gegenüber den anderen ist (wie viel kostet also ein BigMac in den USA im Vergleich zu England, Frankreich, Japan, etc.)
Der Big Max Index wirkt für viele zu einfach konstruiert, aber er misst wirklich die Kaufkraft einer Währung. Stellen Sie sich eine Art „Wechselkurs" vor, welcher ihnen zeigt, ob eine Währung teuer ist oder günstig.
Zur Zeit kostet ein Big Mac weniger als $3.50 in den Vereinigten Staaten, während der gleiche Burger beinahe $5.00 in Ländern wie Frankreich kostet.
Zugegeben, es gibt noch weitere Faktoren wie zum Beispiel Steuern oder Transportkosten, welche von Land zu Land variieren. Aber am Ende des Tages ist eine Flache Cola eine Flasche Cola. Und wenn Sie nicht gerade versuchen, in der Wüste Gobi eine Flasche zu kaufen, sollte der Preis in Relation zum Einkommen überall ungefähr gleich sein.
Wenn Sie auf den Big Mac Index von The Economist schauen, sehen Sie jedoch, dass das nicht der Fall ist.
Abb.: Big Mac Inde
Wie Sie sehen können, kostet ein Big Mac in der Eurozone ungefähr 30% bis 40% mehr als in den Vereinigten Staaten. China steht auf der anderen Seite der Tabelle. Dort kostet ein Big Mac weniger als $2.00.
• Zusammengefasst: Der Euro wird noch für einige Zeit unter Druck bleiben. Gemäß dem Gesetz von Angebot und Nachfrage deutet alles darauf hin, dass das massive Euro-Angebot den Wert der Gemeinschaftswährung weiter senken wird.
• Die Nutznießer dieses Trends? Europäische Exporteure, welche ihre Waren in Euros verkaufen. Ein schwacher Euro macht ihre Waren in Übersee günstiger. In diesem Bereich würde ich nach Investmentgelegenheiten schauen, zusammen mit gut platzierten Wetten gegen den Euro natürlich.
Erfolgreiches Investieren,
Karim Rahemtulla
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von M Lunow (17.06. 2010 09:15 Uhr):
Sehr geehrter Herr Hahn, den Artikel müssen Sie ganz ! lesen, auch wenn es Überwindung kostet. Also ich konnte ihn nicht ganz lesen, mir wurde vorher schlecht! Wenn da was dran ist, wofür leben wir eigentlich noch? Haben wir wirklich nur diese dubiode "Deutschland GmbH"? Schreiben Sie vielleicht mal Ihre Ansicht! MfG Michael Lunow
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