Auch der Dax feierte mit!
Till Kleinlein in Devisen-Monitor zum Thema Dax 30
vom 8. März 2010, 12:00 Uhr
ENL5462
Lieber Leser des Devisen-Monitor,
der Winter hat auch Amerika noch fest im Griff, was auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat. Trotzdem konnten am Freitag überraschend gute Zahlen vom US-Arbeitsmarkt vermeldet werden. Der Jobabbau setzt sich zwar weiter fort, aber in einem gemäßigten Tempo. Die ganze Woche warteten die Marktteilnehmer auf diese Veröffentlichung. Klar, dass danach gute Stimmung aufkam. Auch hierzulande wurde kräftig mitgefeiert. Die Korrektur lässt also noch auf sich warten!
Ob heute Bankenwerte weiter an den Feierlichkeiten teilnehmen, darf aber bezweifelt werden. Es gibt einige Meldungen, die wohl nur schwer verdaulich sind: Die Union fordert eine Banken-Sonderabgabe, was aufgrund deren Rettung durch den Staat und der Steuerzahler auch nachvollziehbar ist. Aber auch beim Island-Drama, welches wegen Griechenland und anderen Themen schon längst nicht mehr präsent war, beginnt nun der nächste Akt. Die Isländer haben via Referendum die Entschuldung ihrer Banken gekippt. Die isländischen Bankrott-Banken, die mittlerweile verstaatlicht wurden, fordern untern anderem die Beteiligung deutscher Institute.
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades. Natürlich werden sich im Laufe des Handelstages auch noch andere interessante Trading-Chancen ergeben. Wie sich der Handelstag dann genau entwickelt hat, erfahren Sie in der Abendausgabe gegen ca. 18.30 Uhr.
Dax (DAX.I): vorbörslich auf der Überholspur
Am Freitag handelte ich nicht. So verpasste ich einen starken Bullen-Tag, der den Dax einen Tagesgewinn von 1,4% bescherte. An der 5.900er-Marke scheiterte er aber noch. Ein starker Wochenstart der Bösen in Fernost, lassen den Dax vorbörslich aber weiter angreifen und führten kurz zu einem Überwinden der hohe Hürde.
Seit dem Ausbruch aus dem abwärts gerichteten Trendkanal - rote Linien - hat sich der Dax quasi ohne Gegenwehr nach oben abgesetzt. Die Indikatorenlage, aber auch mein Bauchgefühl, sagt mir, dass der Dax aktuell überkauft ist. In Übertreibungsphase hat dies aber nicht immer Auswirkungen. Der Dax kann also auch noch locker bis zur 6.000er-Marke ansteigen, bis dann die überfällige Korrektur einsetzt. Ich bleibe jedenfalls vorsichtig!
Kommt der Dax nach Börseneröffnung, vorher halte ich mich zurück, über die 5.900er-Marke, dann werde ich aktiv. Scheitert er bei 5.920 Punkten, gehe ich short. Verlässt den Dax schon vorher die Kraft, liegt mein Short-Einstieg etwa bei 5.865/60 Punkten. In diesem Fall sollte dann zumindest bis an die 5.800 Punkte Luft abgelassen werden. Zeigen sich an dieser runden Kurs-Marke wieder die Bullen, gehe ich long. Schließlich befinden wir uns im Long-Modus, egal was mein Bauchgefühl auch sagt. Wird auch die 5.800er-Marke von den Bären überrannt, dann gibt es doch eine ernstzunehmende Korrekturbewegung. Mindestens bis 5.740 Punkte, besser noch 5.680 Punkte, solle diese Bewegung anhalten. An beiden Kurs-Marken gilt: Kann sich der Dax eindeutig wieder von diesen niedrigen Kurs-Niveaus lösen bzw. diese Linien als Trampolin nutzen, werde ich Long-Positionen eröffnen. Ansonsten gilt es aber die lang ersehnte Abwärtsbewegung auszureizen.
Wird aber heute das nächste Kapitel der Bullen-Story geschrieben, werde ich ein Teil der Geschichte, wenn der Dax auch noch über 5.920 Punkte steigt. Ich gehe dann long. Ein Durchmarsch bis auf 6.000 Punkte, dem Ziel der Bullen, ist wenig wahrscheinlich. Spätestens bei 5.970 Punkten rechne ich mit der Gegenwehr der Bären, gerade wegen der überkauften Lage. Knicken die Bullen also auf diesem Kurs-Niveau ein, werde ich etwaige Long-Positionen schließen und Short-Positionen eröffnen. Denken die bullisch eingestellten Marktteilnehmer aber nicht daran, kurz vor dem Erreichen des großen Ziels, zurückzuschrecken, bleibe ich long investiert.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Vorbörslich wurde die 5.900er-Marke geknackt. Wann knickt der Dax ein? Oder lässt er sich vor der 6.000er-Marke nicht mehr von den Bären einfangen?
Eine erfolgreiche Handelswoche wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
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