Atomenergie – Nein Danke?
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 19. September 2007 19:00 Uhr
ENL5454
Und wieder geht es los – die Leserbriefe zu Uran und Atomenergie. Ich dachte eigentlich, dass Sie meinen Standpunkt inzwischen klar kennen, aber vielleicht muss ich es von Zeit zu Zeit immer wieder klarstellen. Also: Ich bin ein Uran- und Atomenergiebulle. Ich war es, als ich den Uranpreis bei 30 US$ empfahl und ich war es, als der Uranpreis auf 136 US$ kletterte.
Aber ich bin kein Uranbulle, weil ich die Atomenergie so toll finde. Im Gegenteil. Das Problem an der Uran- und Nuklearenergiediskussion ist, dass sie vor allem in Deutschland extrem emotional und selten rational geführt wird. Ich bin Uran-Bulle, weil ich dort in den kommenden Jahren einen absoluten Bullenmarkt sehe.
Ich bin einfach nur Realist. Nichts anderes. Es gibt (zumindest zum aktuellen Zeitpunkt) keine Alternative zur Atomenergie. Und bitte ersparen Sie mir die Geschichten von dem Fortschritt der Solarenergie oder wie die Windenergie theoretisch weiter entwickelt sein könnte, wenn man die Ausgaben für Nuklearenergie in die Forschung regenerativer Energien stecken würde.
Mich interessieren nur Fakten. Nichts anderes. Vergleichen Sie bitte zuerst, wie viele Windräder sie brauchen und wie die Natur danach aussieht und geschädigt wird, um die Energie eines Atomkraftwerkes zu produzieren, bevor Sie mir eine Mail schreiben. Dann können wir reden.
Um den steigenden Energiebedarf in den kommenden Jahrzehnten zu decken und den Anteil der tödlichen Kohle signifikant zu reduzieren gibt es derzeit nur den Ausweg der Atomenergie. Selbst Größen der Umweltbewegung, wie der Greenpeace-Gründer James Lovelock, haben diese Korrelation erkannt. So sagte Lovelock selbst: „Nur die Kernkraft kann die Erderwärmung stoppen.“