Asien unterstützt USD
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 3. Juni 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
die US-Währung steht unter Druck! Dies nicht erst seit gestern, aber der Druck verstärkt sich weiterhin aufgrund langfristiger Inflationsängste und der Sorgen in Bezug auf eine anhaltende Abwertung des USD.
Overnight erreichte EUR/USD ein Hoch bei 1,4332, obwohl die Aktienmärkte nur moderat höher schlossen.
Asien unterstützt USD
Obgleich die asiatischen Staaten alles andere als überzeugt sind von der Stabilität der US-Währung (was die asiatischen Offiziellen in den letzten Monaten mehr als einmal durchblicken ließen), ist eine kontinuierliche Abwertung im Moment nicht im Sinne der Asiaten. Zumindest so lange die asiatischen Staaten noch derart hohe USD-Assets halten.
Offensichtlich mittlerweile aufgrund der USD-Entwicklung beunruhigt haben die asiatischen Staaten sich nun heute Morgen aufgemacht, der US-Währung ihre rhetorische Unterstützung zuzusagen.
Um 10.37 Uhr berichtete Reuters heute, dass Offizielle aus Indien, Japan und Süd-Korea heute bekräftigten, eine Rating-Abstufung der USA werde keine Veränderungen in der Reserve-Politik ihrer Staaten nach sich ziehen. Denn es gäbe keine Alternative zum USD als weltweite Leit- und Reservewährung. China erklärte zudem den Kauf von US-Treasuries als Maßnahme im Rahmen der Partnerschaft mit den USA.
Aktuell zeigen die Worte aus Asien nun auch ihre Wirkung. EUR/USD fiel von seinem Hoch bei über 1,43 rasant und notiert aktuell bei 1,4193. Wie nachhaltig diese Bewegung nun ist, wird sich zeigen. Ein Bruch der 1,3982 könnte die Abwärtsbewegung beschleunigen in Richtung der 1,3780. Erst ein Bruch dieser Marke könnte aber den übergeordneten Aufwärtstrend beenden.
Quelle: CFX-Broker
Die Asiaten haben damit aber auch wieder ein wenig Druck von FED-Chairman Bernanke genommen, der heute wieder einmal vor dem Kongress sprechen muss. Dass die FED die niedrigen Zinssätze beibehalten wird ist sehr wahrscheinlich. Bleiben wir also gespannt, ob die FED ihre QE-Maßnahmen weiter ausweiten wird.
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