Arbeiter arbeiten, Konsumenten konsumieren
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 09. Dezember 2005 12:00 Uhr
ENL5454
*** Das ist wieder mal einfach nur fürchterlich für die Bären: Nachdem das US-Wirtschaftswachstum für das dritte Quartal schon auf 4,3 % nach oben korrigiert worden ist, hat sich auch der US-Arbeitsmarkt sehr stark gezeigt. Im November schaffte er 215.000 neue Arbeitsplätze – der größte Zuwachs seit vier Monaten.
Insgesamt liegt die amerikanische Arbeitslosenquote damit bei 5,0 %. Oder, wie die Europäer das nennen würden: Verdammt nah dran an Vollbeschäftigung.
Die Arbeiter arbeiten, die Konsumenten konsumieren, der Dollar steigt. Genauso wie die Investitionen und Gewinne der amerikanischen Unternehmen. Dow Jones und Nasdaq befinden sich in der Nähe von 4-Jahreshochs.
Das Leben muss für Bären hart sein! *** O.k., nun ein bisschen Rock'n Roll mit ein paar Wachstumsprognosen der OECD (Organization for Economic Cooperation and Development).
Diese Organisation prognostiziert für die Eurozone in diesem Jahr ein Wachstum von 1,4 %. Das amerikanische Wachstum für nächstes Jahr beziffert sie mit 3,5 %, und für 2007 erwartet sie 3,3 % Plus. Für die 30 OECD-Nationen insgesamt beziffert sie das durchschnittliche Wachstum auf 2,7 % in diesem Jahr und 2,9 % in den Jahren 2006 und 2007. Dieser positive Ausblick kommt nach einem Herbst, in dem das weltweite Wirtschaftswachstum "besonders kraftvoll" war, trotz der gestiegenen Ölpreise. Die OECD sagte zudem, dass der weltweite Handel in diesem Jahr um 7,3 % wachsen wird, für 2006 prognostizierte sie 9,1 % und für 2007 ein Wachstum von 9,2 %. Die OECD hat auch mehrere Vorschläge verkündet:
- Die Europäische Zentralbank sollte ihre Leitzinsen nun für zwölf Monate unverändert lassen.
- Die OECD rät Japan, die Leitzinsen nicht zu verändern, bis die Kerninflation 1 % erreicht. Und – wie jedes Mal – prangerte die Gruppe die politische Trägheit in Bezug auf Haushalts- und Handelsbilanzdefizite an.