Arafura: Kapitalerhöhungen reduzieren Ihren Anteil an der Ressource!
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 29. März 2010, 17:00 Uhr
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wie versprochen, wollen wir heute noch auf einige Zahlen zu sprechen kommen. Es wird darum gehen, warum es zu manchen Zeiten sehr schwierig sein kann, eine komplexe Ressource zu entwickeln. Und ich werde Ihnen zeigen, was der Grund dafür ist, dass viele Anlegerinnen und Anleger mit Arafura bisher kein oder wenig Geld verdient haben.
Warum kommt der Aktienkurs während der Produktionsentwicklung oft nicht vom Fleck?
Das Ganze lässt sich im Prinzip mit dem Schaubild erklären, das ich Ihnen am 19.03.2010 gezeigt habe: Der idealisierte Verlauf des Börsenkurses einer Rohstoff-Aktie, während eine Produktion entwickelt wird. Während der mittleren Phase der Entwicklung kommen viele Aktien nicht richtig vom Fleck oder geraten gar unter Druck - ganz besonders, wenn es während dieser Zeit zu einer Finanzkrise kommt, wie es zuletzt der Fall war.
Diese Untersuchungen sind richtig teuer
Der Grund dafür liegt nicht nur daran, dass die Nachrichten aus dem Unternehmen in dieser Phase der Entwicklung nicht so "sexy" sind, wie während der Zeit der Exploration, welche die Anleger förmlich elektrisiert mit immer neuen Entdeckungen. Sondern die nun anstehenden Untersuchungen zur Metallurgie, den Grenzen der Lagerstätte oder möglichen Verarbeitungskreisläufen sind häufig auch noch richtig teuer. Ganz besonders, wenn es um die Entwicklung einer Lagerstätte mit "Seltenen Erden" geht.
Kapitalerhöhungen verringern Ihren Anteil an der Ressource!
Dann reichen für diese teuren Untersuchungen nicht mehr wie während den Explorationsbohrungen hier ein paar Hunderttausend Dollar und dort ein paar. Das geht dann ganz schnell in die Millionen. Es können sehr viele Millionen werden. Wenn die nicht vor dieser Zeit schon auf der hohen Kante liegen (was so gut wie nie der Fall ist), müssen sie über Kapitalerhöhungen mit Risiko-Kapitalgebern beschafft werden.
Diese so genannte "Verwässerung" des Aktienkapitals bedeutet, dass neue Aktien ausgegeben werden. Diese praktisch "aus der Luft" geschaffenen Aktien erhöhen die Gesamtanzahl: Damit verringert sich der Anteil jeder alten Aktie an den Besitztümern des Unternehmens. (Besonders schmerzhaft ist das, wenn es keine Möglichkeit für die bisherigen Aktionäre gibt, sich an der Kapitalerhöhung zu beteiligen, dann gleicht das Vorgehen einer zwangsweisen Enteignung!) Und damit beginnt ein "Teufelskreislauf": Jede neue Kapitalerhöhung setzt den Kurs unter Druck - damit müssen mehr Aktien je benötigtem Dollar ausgegeben werden - es springen frustrierte Anleger ab - der Kurs fällt wieder - für das nächste Geld sind noch mehr neue Aktien nötig - das "Perpetuum Mobile" ist in Gang gekommen und schwer wieder zu stoppen.
Die Finanzkrise hat viele Rohstoff-Entwickler an den Rand des Ruins gebracht
Dieser sowieso schon schwierige Zeitraum der Entwicklung einer Mine wurde in den vergangenen zwei Jahren durch die Finanzkrise noch extrem verstärkt. Denn die Kurse fielen auch schon ohne schlechte Nachrichten, Risikokapital war kaum zu bekommen und damit musste von Firmen ohne Einnahmen immer weiter und heftiger "verwässert" werden, um überhaupt noch an das nötige Arbeitskapital zu kommen. Die Entwickler von Lagerstätten der "Seltenen Erden" waren durch ihren sowieso generell hohen Kapitalbedarf ganz besonders betroffen von dieser unseligen Geschichte.
2009 konnten nur 50% der geplanten Investitionen umgesetzt werden
Nach Angaben der Deutschen Bank konnten 2009 statt dem ursprünglich geplanten Volumen von 140 Mrd. USD nur 70 Mrd. USD in die Entwicklung neuer Rohstoff-Produktionen investiert werden. Das zeigt die Dimension, um die es hier geht. Diese Zahl verdeutlicht aber auch, dass es an allen Ecken brennen wird, wenn die Wirtschaft wieder richtig viele Rohstoffe braucht. Denn dann fehlen genau diese Minen, um ausgebeutete Vorkommen zu ersetzen.
Leidtragende dieser Entwicklung sind ganz besonders die Anleger
Leidtragende der Entwicklung waren bisher jedoch die Anleger. Denn durch die zum Überleben nötigen Kapitalerhöhungen zu extrem schlechten Konditionen verwässerte sich die Aktienanzahl mancher Firma so sehr, dass von der ursprünglichen Ressource nur noch ein winziger Bruchteil je Aktie übrig blieb. Die Kurse von vor der Krise sind natürlich nur noch sehr schwer zu erreichen, wenn auf eine Aktie nur noch beispielsweise ein Zehntel der Firma entfällt.
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