Apple und Goolge starten soziales Musiknetzwerk
Katja Kram in Insider Daily
vom 3. September 2010, 14:30 Uhr
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jedes Jahr zu Beginn des Herbstes lädt Steve Jobs zur Apple-Show" nach San Francisco ein. Der von Technikfan mit Spannung erwartete Event zieht auch immer die Blicke der Analysten und Anleger auf sich. Denn bisher wurden die vom Apple-Gründer Jobs vorgestellten Neuheiten immer ein Verkaufsschlager.
Apple präsentiert altbewährtes in neuem Gewand
Am Mittwochabend war es dann wieder so weit. Dieses Mal präsentierte der Konzernchef aber nicht unbedingt eine Neuheit, denn der iPod hat bereits vor Jahren den Markt erobert. Vielmehr zeigen sich die neuen iPod-Player von Apple in neuem Gewand. Der ipod nano mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm und schwarzem Rahmen sieht beinahe wie eine quadratische Mini-Version des Tablet-PCs ipad aus. Und der iPod touch bekommt eine Kamera für Videotelefonie über Wlan-Netze. Darüber hinaus verschärft Apple mit einer Neuauflage seiner TV-Box den Kampf um Fernsehen über das Internet. Um die TV-Box attraktiver zu gestalten hat der Konzern den Preis des Geräts gesenkt und die Nutzung vereinfacht.
iTunes Ping ist Apples neuster Streich
Dennoch hatte Jobs eine Überraschung für die Zuhörerschaft. So gab der Konzernchef bekannt, dass mit iTunes Ping nun ein eigenes musikfokussiertes soziales Netzwerk von Apple an den Start geht. Mit dem Netzwerk, das nach dem Prinzip von Facebook funktioniert, kann der Nutzer neue Künstler entdecken, Musik abspielen, Gedanken und Meinungen zu Musik austauschen, die man gerade aus iTunes heruntergeladen hat. Zudem kann man die Musik seiner Freunde anhören und diese sofort im iTunes-Store herunterladen sowie sich Konzertprogramme ansehen oder seinen Freunden erzählen, welche Konzerte man besuchen möchte. Wie praktisch ist es da, dass Apple dieses Netzwerk an seinen eigenen digitalen Musik- und Videoladen iTunes angeschlossen hat. Ob sich das neue Netz so etablieren kann wie andere Appleprodukte, wird sich zeigen.
Google wartet mit eigenem Musikladen auf
So meldet sich kurz nach Apple, Konkurrent Google zum Thema zu Wort. Kurz nach der Ankündigung von iTunes Ping bläst der Internetgigant zum Angriff. So will Google einen eigenen Download-Store auf den Markt bringen. Dafür führe der Konzern bereits Gespräche mit verschieden Musik-Labels. Das Prinzip ist dem von iTunes ähnlich. Dem Nutzer soll es möglich sein, überall seine Musikstücke abzuspielen. Derzeit ist Andy Rubin, der Firmenchef für mobile Plattformen, auf Präsentationstour für den neuen Google-Service. Er hoffe, dass das Angebot bis zum Weihnachtsgeschäft starten kann. Experten vermuten, dass Google mit seinem Musiknetzwerk etwas schwerer haben wird als Apple, da der Konzern das Geschäft mit Musik-Downloads bereits seit Jahren kennt und gut beherrscht.
Die Musikindustrie allerdings freut sich. Sie dürfte vom Wettbewerb zwischen Google und Apple in diesem Bereich profitieren. Musiker und Bands können sich nämlich mit Hilfe solcher Netzwerke bestens vermarkten.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Ihre
Katja Kram
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