Apple mal wieder die Ausnahme
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 23. Juni 2010, 08:30 Uhr
die 10.000er-Marken spielen wieder eine Rolle. Der Nikkei fällt wieder unter die magische Kurs-Marke, denn schwache Daten vom US-Immobilienmarkt lassen weltweit Zweifel an einer nachhaltigen Erholung der Wirtschaft aufkommen. Der Blues, der nun gespielt wird, hat gestern auch den Dow Jones wieder der 10.000er-Marke näher gebracht. Satte Abschläge gab es, wie so häufig, gegen Ende der Handelssession. Rohstoff- und Energiewerte belegten auf der Verliererliste Spitzenplätze. Die Verbilligung beim Rohölpreis wirkte sich umgehend aus. Einmal wieder stellt Apple die Ausnahme dar. Die Aktie legt gegen den Markt zu, da die Deutsche Bank das Kursziel für das Computer-/Lifestyle-Unternehmen anhob und Apple selbst Verkaufszahlen für das neue iPad bekanntgab. Unglaubliche drei Millionen dieser Geräte gingen in wenigen Wochen über den Ladentisch. Ich verstehe zwar den Mehrwert dieses Gerätes nicht ganz, aber chic sieht das Ding schon aus!
Am Vormittag interessieren sich die Marktteilnehmer für die Einkaufsmanagerindizes, am Nachmittag für weitere Daten vom US-Immobilienmarkt. Am Abend kurz vor dem Anpfiff des deutschen WM-Spiels wird die amerikanische Zinsentscheidung bekannt gegeben. Sicher wird der Leitzins nicht angerührt, doch die Begleitkommentare werden aufmerksam studiert werden. Ich persönlich rechne damit, dass es diesmal auch nachdenkliche Worte zur Wirtschaftslage und insbesondere zum Arbeitsmarkt geben wird.
Mit Frankreich ist schon eine große Fußballnation ausgeschieden, weitere könnten folgen. Italien und England stehen auf der Kippe und auch wir benötigen heute unbedingt einen Sieg. Das Sommermärchen darf noch nicht zu Ende sein! Bitte nicht!
Der Kurzüberblick:
Dax: +-0,38%
Dow Jones: -1,43%
S&P 500: -1,61%
Nasdaq: -0,81%
EUR/USD: -0,04%
Gold: +0,72%
Silber: +0,53%
Öl (Sorte Brent): -0,76%
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind. Trading-Ideen anderer Handelsinstrumente werden im CFX Broker Blog vorgestellt.
Dax (DAX.I): kommt auch der Dax eine Runde weiter?
Mehr als ein Angriff auf die 6.300er-Marke gelang den Bullen gestern nicht. Das Scheitern an der runden Kurs-Marke war auch der Startschuss für meinen Short-Einstieg. Im Verlauf des Handelstages nahm ich zwei Teil-Ausstiege vor und sicherte mir so einen schönen Gewinn. Während ich optimistisch bin, was das Weiterkommen der deutschen Mannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft betrifft, bin ich da etwas skeptischer bezüglich des Aktienmarktes.
Die Vorgaben aus Amerika sind wahrlich nicht gut und somit findet sich der Dax vorbörslich nur knapp oberhalb der 6.200er-Marke wieder. Hier stützt auch noch die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) den deutschen Leitindex ab. Fällt der Dax unter diese doppelte Unterstützung, ist das ein starkes bärisches Signal. Ich werde dann short gehen. Ein Anlaufen der Unterstützungszone bei 6.145/40 Punkten sollte dann folgen. Ebenfalls short ist angesagt, wenn der deutsche Leitindex nach einer Aufwärtsbewegung an der roten Trendlinie abgeschmettert wird. Auch ein wiederholtes Scheitern an der 6.300er-Hürde lässt mich erneut eine Short-Position eröffnen.
Kommt es nach der Börseneröffnung - heute werde ich vorbörslich nicht aktiv - erneut zu einem Test der 6.200er-Marke, werde ich long gehen, wenn die Unterstützungsfunktion der runden Marke sowie der 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) greift. Long-Einstiege nehme ich auch vor, sofern die abwärts gerichtete Trendlinie überwunden wird, sowie nach einer Rückeroberung der 6.300er-Marke. Außerdem bei merklich nachlassender Abwärtsdynamik und ernsthaften Stabilisierungsversuchen an den Unterstützungen bei 6.140/45 und 6.100 Punkten.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 45 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Vorbörslich werde ich heute nicht aktiv. Ich möchte abwarten, was nach dem offiziellen Börsenstart passiert.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
