Anpassung der 10-Euro-Gedenkmünzen

Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Weitere Börsenthemen
vom


Einer jüngsten Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins Stern" zufolge haben die meisten Deutschen Angst vor den teuren Folgen des Euro-Rettungsschirms. Jeder Fünfte sagte, er mache sich deswegen "sehr große" Sorgen. Nur" große Sorgen machen sich 38 Prozent der befragten Bürger und "etwas" sorgenvoll blicken 23 Prozent in die Zukunft.


Jüngere mit weniger Sorgen

Auffällig ist ferner, dass sich vor allem jüngere Befragte weniger Sorgen machen. In der Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren hatte gerade einmal die Hälfte aller Befragten große bzw. sehr große Sorgen. Und bei den Altersgruppen ab 44 Jahren schnellt die Zahl der Besorgten in die Höhe. Hier hatten mehr als zwei Drittel der Bürger große bzw. sehr große Sorgen. Am Rande erwähnt sei, dass nur ein Siebtel der Befragten davon ausgeht, dass es keine größeren Risiken für Deutschland geben würde.

Ja, liebe Leserin, lieber Leser, gerade die älteren Mitbürger blicken ob der gewaltigen Risiken des Euro-Rettungsschirms mit großen Sorgen in die Zukunft. Dies mag vielleicht auch daran liegen, dass es durchaus noch viele Menschen gibt, die sich aktuell an die Zeiten der Währungsreform vom 20.6.1948 zurückerinnern.

Apropos Reform, die Bundesregierung, genauer gesagt das Bundesfinanzministerium, veröffentlichte am 13.4.2011 in der Pressemitteilung Nr. 15 des Jahres 2011, http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_54/DE/Presse/Pressemitteilungen/Briefmarken/2011/04/20110413__PM15.html?__nnn=true

dass beschlossen wurde, die deutschen 10-Euro-Gedenkmünzen künftig in zwei verschiedenen Legierungen auszugeben.

Beginnend mit der 10-Euro-Gedenkmünze 125 Jahre Automobil" werden die Münzen in der Prägequalität Normalprägung", die zum Nennwert (10 Euro) in den Verkehr gebracht werden, aus einer Kupfer-Nickel-Legierung hergestellt.

Mindestpreis in Höhe von 15 Euro

Die Münzen in der höherwertigen Sammlerqualität "Spiegelglanz" werden auch künftig aus Silber (625 Silber/375 Kupfer) geprägt. Diese Münzen, die zur Unterscheidung mit der Aufprägung "Silber 625" gekennzeichnet sind, werden zu einem über dem Nennwert liegenden Preis veräußert. Dieser wird gebildet durch den Materialwert des Silbers zum Zeitpunkt der Ausgabe (Londoner Fixing) zuzüglich eines Aufschlages von 10 Euro sowie der Mehrwertsteuer. Der Mindestpreis wird 15 betragen.

Stark gestiegener Silberpreis als Hintergrund

Die Änderung erfolgt aus Anlass des stark gestiegenen Silberpreises, der die Emission einer Münze mit dem bisherigen Silbergehalt (10 g) zum Nennwert von 10 nicht mehr zulässt. Einerseits wäre die aus haushaltsrechtlichen Gründen zwingend erforderliche kostendeckende Ausgabe der Münze nicht möglich. Andererseits könnte eine solche Münze zum Spekulationsobjekt auf die Silberpreisentwicklung werden.

Am gestrigen Mittwoch lag der Materialwert der bisher einzigen im Jahr 2011 herausgegebenen 10-Euro-Gedenkmünze schon bei 9,85 Euro. Dagegen betrug der Materialwert der alten Silberzehner mit 16,65 Gramm Silber 16,4 Euro. Die Gedenkmünze aus dem Jahr 2011 (Franz Liszt") konnte gestern für knapp 14 Euro erstanden werden, die alten Silberzehner kosteten bereits knapp 18 Euro.


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Kommentar von vst

"über dem Nennwert liegenden Preis: Materialwert des Silbers zum Zeitpunkt der Ausgabe (Londoner Fixing) zuzüglich eines Aufschlages von 10 Euro sowie der Mehrwertsteuer. Der Mindestpreis wird 15 betragen." Beispiel heute: Silber 1gramm=0,99 Euro also 9,90 Euro Material plus 10 Euro Aufschlag plus 7% MwSt = 21,29 Euro für einen Silber"zehner". Ein Hinweis auf einen Mindestpreis von 15 Euro soll wohl allenfalls beruhigende Wirkung haben.

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