Anhaltender Umsatzeinbruch
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 12. Januar 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Die wirtschaftliche und politische Lage in der Bundesrepublik ist schlimmer als die meisten annehmen, analysiert Gerd Neumann (Managing Director des European Office of Institute for Structural Economics). Gleichzeitig konstatiert er, dass sich der realwirtschaftliche Erosionsprozess weiter fortsetzt.
Jahrelanges Mini-Wachstum
Ebenfalls relativ pessimistisch äußert sich der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter. Die deutsche Wirtschaft werde frühestens 2012, vielleicht erst 2013 das Vor-Krisen-Niveau wieder erreichen. Gleichzeitig betont Herr Walter, dass erst dann ein Stand erreicht werden könne, der nach einigen Jahren, in denen es ebenfalls nicht so richtig vorwärts gegangen" ist, erreicht wurde.
Ja, liebe Leserin, lieber Leser, die Weltwirtschaftskrise ist noch längst nicht ausgestanden. Nach wie vor regiert das Prinzip Hoffnung. Und es ist keinesfalls ausgemacht, ob bis 2013 tatsächlich eine Mini-Erholung gelingen wird.
Anhaltender Umsatzeinbruch im verarbeitenden Gewerbe
Obwohl allen voran die breite Mainstream-Medien-Welt von Erholung schreibt, scheinen an der Realwirtschaftsfront die Zeichen weiter auf Sturm zu stehen. Gestern gab das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt, dass die Umsätze im verarbeitenden Gewerbe im November 2009 im Vorjahresvergleich arbeitstäglich und preisbereinigt um 9,7 Prozent rückläufig waren. Wohl gemerkt, selbst gegenüber dem Krisen-Monat November 2008 war ein eklatanter Umsatzrückgang zu beklagen.
Maschinenbau unter Wasser
Besonders extrem litt einmal mehr der Maschinenbau. Das Umsatzminus betrug insgesamt 28,6 Prozent. Die Inlandsumsätze brachen um mehr als ein Drittel weg (- 34,2 Prozent). Ähnlich heftig traf es auch die Hersteller elektrischer Ausrüstungen, bei denen der Umsatz im Vergleich zum Krisen-November 2008 immer noch um mehr als ein Fünftel einbrach. Insgesamt bleibt weiter zu konstatieren, dass gegenüber dem Januar 2008 (dem Walter`schen Vor-Krisen-Niveau) im für Deutschland immens wichtigen verarbeitenden Gewerbe der Umsatz um 18,4 Prozent eingebrochen ist.
Goldpreis zieht wieder an
Abschließend noch von den Niederungen der Weltwirtschaftskrise zu etwas Erfreulicherem, zum Edelmetallmarkt. Nach der kurzen Konsolidierung vor Weihnachten geht es aktuell wieder gen Norden. Für deutsche Investoren kostet die Feinunze Gold wieder mehr als 800 Euro. Nach wie vor ist es nicht unklug, etwaige allfällige Rücksetzer konsequent zum physischen Kauf zu nutzen.
Die Gold-Hausse ist weiter voll intakt. Und die Themen Vermögensanomysierung- bzw. -sicherung stehen auch im Neuen Jahr ganz, ganz oben auf der agenda.
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