Anhaltender Generika-Boom zu erwarten

Gastautor Patrick Cox in Kapitalschutz Akte
vom


Lipitor ist allerdings nur der Anfang der Sorgen der Pharma-Riesen. Das zweit wichtigste Medikament am Markt - Plavix, ein Blutverdünnungsmittel von Bristol-Myers Squibb (BMY) -, wird ebenfalls 2012 auf Generikum-Status fallen. Mehr als ein Drittel der Umsätze von Bristol-Myers Squibb (BMY) hängen von Plavix ab.


 

Und bei weiteren Medikamenten mit Umsätzen im Bereich mehrere Milliarden Dollar wird der Patentschutz ebenfalls 2012 ablaufen. Darunter das Antidepressivum Lexapro von Forest Laboratories, Seroquel von AstraZeneca und das Asthmamittel Singulair von Merck. Von den Top 20 Medikamenten der Welt (gemessen an den Umsätzen) wird bei sieben dieses Jahr der Patentschutz wegfallen oder ist es bereits.

 

Und bis 2015 geht es bei den durch Patent geschützten Medikamenten um geschätzte 250 Mrd. Dollar Umsätze, bei welchen dann der Wettbewerb durch chemisch gleichwertige Generika eintreten kann.

 

Der Wettbewerb durch die Generika führt generell dazu, dass die Verkaufspreise sinken. Für die Millionen Patienten, welche von diesen Medikamenten abhängen, da es um ihre Gesundheit geht, sind starke Preisrückgänge bei ihren Medikamenten durchaus erfreulich und machen diese erschwinglicher.

Dies ist ein natürliches Ergebnis, welches durch ein Ende des Monopol-Status solcher Medikamente zustande kommt.


Der Wettbewerb durch Generika wird dazu führen, dass staatliche Stellen verstärkt auf eben diese Generika setzen werden, da deren Gesundheitssektor so Kosten sparen kann. Wir haben bereits aggressive Kostensenkungs-Maßnahmen gesehen, um das zu reduzieren, was die Gesundheitsprogramme zahlen müssen um die Kranken mit Medikamenten zu versorgen.

 

Millionen Amerikaner werden in den nächsten paar Jahren aufgrund der Gesundheitsreform von Präsident Obama überhaupt das erste Mal krankenversichert sein (Programm "2010 Affordable Care Act"). Nehmen Sie noch die Millionen Amerikaner aus der Generation der "Baby Boomer", welche nun ins Rentenalter kommen, und dann können Sie sicher sein, dass der Sektor der Generika boomen wird.

 

 

 

Zum ersten Teil von: Boom bei Generika

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Kommentar von Walter Oberhauser

Gerade hab ich Ihren Artikel zu Lipitor kommentiert, da muß ich schon zum neuen Artikel über Plavix Stellung nehmen: BMS hatte wie auch immer zig-Jahre mehr Zeit als das normale Patentverfahen erlaubt, sein Plavix zu schützen und reichlich - andere würden sagen ungerechfertigt - Kohle zu machen. Ein Weltkonzern weiß , wann sein Patent ausläuft, wenn er es dann schafft - mit welchen Mitteln auch immer - sein Patent zu verlängern, dann kann man ihn doch nicht bedauern! Die Jungs haben über mehr als 10 jahre abkassiert, Plavix kostet 280 Euro, das Generikum 57 Euro, galuben Sie nicht, daß am Generikum nichts verdient wird, und glauben Sie nicht, daß der Preis nicht auf unter30 Euro fallen wird, mit immer noch akzeptablen Gewinnmarchen. Der Pharmariese hat uns also mehr als 10 Jahre bluten lassen! Wie können Sie da Mitleid haben?!? Er hat seine Monopolstellung (bis zum letzten hinausgezögerten Tag) ausgekostet! Mitleid ist hier völlig falsch! Pharmariesen, die ein zig-faches ihres Budgets für Werbung im Vergleich zu ihren Ausgaben für Forschung und Innovationen ausgeben, kann man doch nicht bemitleiden. Falls sie wirklich so bemitleidenswert wären - wie von Ihnen dargestellt - dann wären sie wirtschaftliche Komplettversager! Eher ist es aber so, daß sie den Jammerern auf hohem Niveau auf den Leim gegangen sind und in deren Horn blasen M.f.G. Dr. Walter Oberhauser

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