"Angstbarometer" DAX-Volatilitätsindex (VDAX)
Robert Schröder in Wave Daily zum Thema Dax 30
vom 15. Juni 2009, 13:00 Uhr
ENL5454
heute ein Blick auf den DAX-Volatilitätsindex.
Der VDAX gibt die implizite Volatilität des DAX über 45 Tage in Prozentpunkten an. Ein hoher Wert weist auf einen unruhigen Markt hin, niedrige Werte lassen eine Entwicklung ohne starke Kursschwankungen erwarten.
Der VDax wird daher auch "Angstbarometer" genannt. Über die Richtung der Änderung, also steigende oder sinkende Kurse, gibt er keinen Aufschluss.
Die klassische Charttechnik oder gar die Elliott-Wellen lassen sich hier leider nicht sauber anwenden!
Im folgenden Chart ist aber zu erkennen, dass der VDax im Oktober 2008 ein signifikantes Hoch bei 75 % erreicht.
Diesem folgte ein direkter Rücklauf auf aktuell etwa 25 %.
Dieser Verlauf ähnelt meiner Meinung nach dem im Jahre 2001. Auch hier gab es einen schnellen Spike auf 52 % und wenige Monate später einen Rücklauf auf knapp 18 %. Innerhalb von sieben Monaten erreichte der VDax dann ein neues Hoch mit 59 %.
Geschichte wiederholt sich sicher nicht. Jedoch reimt sie sich immer wieder.
Das würde bedeuten, dass der VDax aktuell sehr nahe an seinen Jahrestiefs notiert. Wenn man den Verlauf von 2001 auf 2009 übertragen möchte, könnte man daraus ableiten, dass der VDax noch in diesem Jahr ein neues Hoch erreichen könnte.
Die Volatilität könnte als demnächst wieder spürbar zunehmen.
