Markus Miller ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.
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Aus den USA kommt es derzeit für die Schweizer UBS und den gesamten Finanzplatz knüppeldick. Durch Fehlinvestitionen beziehungsweise mangelhaftes Anlage- und Risikomanagement musste die Schweizer Großbank mittlerweile 37 Milliarden US-Dollar abschreiben. Ausschlaggebend dafür ist und war der US-Hypothekenmarkt in welchem die Schweizer fast schon unglaubliche Investitionen und Klumpenrisiken aufgebaut hatten.
Ein Bankgigant steht am Abgrund
Die UBS ist der größte Vermögensverwalter der Welt. Im laufenden Jahr musste die Bank nun frisches Kapital aus Singapur und arabischen Staatsfonds annehmen, um die Abschreibungen auszugleichen. Zusätzlich mussten die Eidgenossen über 16 Milliarden Schweizer Franken bei Ihren Aktionären einsammeln um sich über Wasser halten zu können. Allein diese Ereignisse sind ein Supergau für die Bank und ebenso für das Ansehen und die so wichtige Stabilität und Seriosität des Schweizer Finanzplatzes. Aber nun kommt noch weiteres Unheil aus den USA auf die Schweiz zu.
Offenlegung der Kundendaten von US-Bürgern
Das Bundesgericht von Miami hat die Schweizer Großbank UBS nun zur Herausgabe von Kundendaten verpflichtet. Die gnadenlose US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) hat somit die Möglichkeit, Informationen über reiche US-Bürger mit Konten und Wertpapierdepots bei der Züricher Bank einzufordern. Die Amerikanische Steuerbehörde wird nun nach dieser Gerichtlichen Anordnung weitere Schritte einleiten, um die Daten von vermögenden US-Bürgern zu erhalten, welche ihre Steuern nicht korrekt bezahlt haben.
Ein Ex-Mitarbeiter packt aus
Mit ausgelöst hat das Ganze Bradley Birkenfeld. Dieser ist ein ehemaliger Mitarbeiter der UBS. In einer Stellungnahme hat er vor einem US-Gericht dargelegt, mit welchen Tricks und Betrügereien die UBS ihren Kunden geholfen hat, Steuerzahlungen in Millionen-Dollar-Höhe zu umgehen. Mit diesem Kronzeugen wollen die US-Behörden nun die UBS zwingen, Tausende von Kundendaten zu erhalten. Laut Berichten geht es dabei um schätzungsweise insgesamt 20 Milliarden Dollar an Vermögen von Bürgern, die in den USA steuerpflichtig sind.
Fazit
Die Schweizerische Bankiervereinigung sieht in der US-Untersuchung zum angeblichen Steuerbetrug der UBS das Bankgeheimnis nicht gefährdet. Es gehe nicht um den gesamten Bankenplatz, sondern spezifisch um die UBS. Diese Einschätzung teile ich natürlich überhaupt nicht. Wenn der Marktführer in derartige Schwierigkeiten und Probleme involviert wird, hat das sehr wohl dramatische Auswirkungen auf den gesamten Bankplatz. Die Marke Schweizer Bankgeheimnis" ist enorm wichtig für die Vermögensverwaltungsbranche und jede Beschädigung dieses Vertrauens bedeutet weniger Neukunden und den Weggang von Bestandskunden. Mit den Aussagen des UBS-Mitarbeiters steht aus meiner Sicht nicht nur die Zukunft der größten Schweizer Bank - vor allem in den USA - auf dem Spiel, sondern der Standortvorteil der Schweiz im Allgemeinen.
Ihr
Markus Miller