Tom Firley ist einer der anerkanntesten Börsenexperten und Charttechniker Deutschlands. Tausende Privatanleger profitieren täglich von seinem Investors Daily.
Tom Firley in Investors Daily zum Thema Aktien
vom
als Ergänzung zum Beitrag der letzten Woche „Spekulieren oder Investieren" darf ich Ihnen einen Anleger-Fehler verraten, den ich schon sehr oft von leidgeprüften Lesern gehört habe:
Die meisten Investoren suchen eine Aktie, die gerade so schön gefallen ist und steigen dann ein. Ganz nach dem Motto: Schlimmer kann es kaum noch werden. Viele Anleger haben dann Pech und die Aktie fällt weiter. Manche haben aber auch Glück und die Aktie steigt nach dem Einstieg. Und dann kommt der häufige Fehler:
Diese Anleger vergessen, die Aktie rechtzeitig zu verkaufen.
Ich gehe sogar einen Schritt weiter und behaupte: Einem Börsenanfänger kann kaum etwas Schlimmeres passieren als relativ schnelle Aktiengewinne mit den ersten Positionen. Ein Beispiel:
Commerzbank Aktie langfristig
Gehen wir von links nach rechts: Wie Sie erkennen, erreichte die Commerzbank-Aktie im Zuge der allgemeinen Aktien-Hausse das Allzeithoch bei 35,5 Euro. Danach folgte bis zum Oktober 2002 ein Absturz auf 4,24 Euro. Dies entspricht einem Verlust von 88 Prozent. Das Tief bei 4,24 Euro wurde dann erneut im März 2003 getestet und es folgte eine grandiose Kurs-Aufholjagd bis Mai 2007. In dieser Phase gewann die Commerzbank-Aktie 607 Prozent. Sie stieg bis auf 30,07 Euro.
Im Zuge der Finanzkrise (neben der Kreditrisiko behafteten Übernahme der Dresdener Bank) stürzte die Aktie dann gnadenlos ab. Sie fiel bis März 2003 von 30,07 Euro auf nur noch 1,82 Euro... ein Kursverlust von fast 94 Prozent!
So weit so gut bzw. schlecht. Dies also zur Vorgeschichte des Kurs-Desasters. Jetzt zoomen wir den Chart auf den Zeitraum seit Sommer 2008.
Chart Commerzbank seit Juli 2008
Sie sehen im Chart links noch den letzten Ausläufer der extremen Abwärtsfahrt, rot eingekreist das Tief von 2009 und die rote Linie ist das Tief vom Oktober 2002 aus dem oberen Chart.
Wie Sie erkennen, konnte sich der Commerzbank-Kurs nach dem Tief erholen. Sicherlich dachten viele Anleger: „Das war es jetzt, das Schlimmste liegt hinter uns". Und der ein oder andere Analyst ließ bei einem Stand von etwa 3 Euro verlauten:
(Achtung: Das ist und war nicht meine Analyse oder Meinung) „Die Commerzbank-Aktie steht bei 3 Euro. Bis zu den Allzeithochs kann sie sich also ver - elf- fachen. Das ist ein Potenzial von über 1.000 Prozent Gewinn!"
Falling Angels starten selten wieder durch
Naja, rein theoretisch stimmt das. In der Praxis kommen Falling Angels (also stark gefallene Aktien) aber selten (sofort) wieder auf die Füße, geschweige denn auf neue Allzeithochs... Das Fatale: Der Börsenanfänger lässt sich anstecken und kauft die Aktie, sagen wir bei drei Euro (schwarz gestrichelte Linie im Chart). Schließlich ist sie vorher ja schon eindrucksvoll von 1,82 auf 3 Euro gestiegen.
Wie es weiterging sehen Sie im Chart. Die Aktie stieg zuerst an, tendierte danach seitwärts, um dann gnadenlos zu weiter fallen. Aktuell muss der Börsenanfänger leider einen Verlust von weit über 50 Prozent verbuchen. Mehr als die Hälfte des Einsatzes ist also weg. Die Commerzbank-Aktie steht momentan bei etwa 1,36 Euro...
Wie es dem Börsenanfänger bei den einzelnen Kurs-Etappen der Commerzbank-Aktie erging und was er sich dabei dachte, verrate ich Ihnen morgen.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley
Das Ende der Mittelschicht
Schock und Wut bei den Normalverdienern: Die „Zins-Walze“ macht die Sparzinsen platt. Millionen Anleger leiden unter der stillen Enteignung. Was können Sie noch tun?
J. Schmitt hat die Lage eingehend analysiert und gibt Ihnen 3 Empfehlungen, was Sie jetzt tun können. Sie lesen hier seinen Sonderbericht zur Situation der Geldanleger und erfahren alles über seine derzeitige Top-Empfehlung – ein Unternehmen, das überall im Internet „Mautstellen“ besitzt, durch die bereits pro Sekunde 4.500 $ durchlaufen! Doch handeln Sie, bevor alle in die große Panik verfallen.
- Kommentar von Müller
Guten Tag Herr Firley Bitte sehen Sie sich mal die Aktien Fischer, Bucher, Sulzer, Balda, Nexus, Delticom an. Die sind bei jeder Erholung von den Crash's wieder um mehrere hundert Prozent gestiegen. Das Beispiel mit der Commerzbank ist zwar korrekt. Investiert man aber in der Krise in solide Unternehmen, kann gutes Geld verdienen. Es stellt sich aber immer die Fragen der Fragen,wann sollte man aussteigen, damit man nicht den grossen Trend verpasst, weil man bei einer Korrektur rausgeflogen ist. Freundliche Grüsse Müller
Antworten- Kommentar von hansulrich lechtenböhmer
Gentlemen,ich habe commerzbank gekauft bei 2 Euro.Soll ich abwaretn oder verkaufen ?Ich danke für Ihren Rat.Ihr Bericht ist gut!!
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