An der Börse passiert meistens genau das, was die Masse nicht erwartet
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 28. Juli 2010, 19:00 Uhr
ENL5454
Wie Sie aus dem letzten Profit Radar wissen, zielt die Börsenstrategie des "schwarzen Fleck" darauf ab, genau das Börsenszenario herauszufiltern, das die Märkte überhaupt nicht auf dem Radar haben - und sich dann dementsprechend zu positionieren. Denn da niemand den "schwarzen Fleck" auf der Rechnung hat, ist auch niemand auf diese Marktentwicklung vorbereitet und hat seine Depots dementsprechend aufgestellt.
Und wenn die Börsen dann plötzlich in die nicht erwartete Richtung laufen, müssen all diese Marktteilnehmer ihre Depots völlig neu positionieren - und das bringt dann die dynamischen Marktbewegungen. Das Problem an der "Strategie des schwarzen Fleck" ist: Natürlich, anders geht es ja gar nicht, klingt sie zum aktuellen Zeitpunkt fast irreal. Das ist klar: Wäre diese Entwicklung eine logische Option, wäre es nicht der vergeßene schwarze Fleck bei den Markterwartungen.
Häufig sind auch die Argumente für diese Entwicklungzu dem aktuellen Zeitpunkt völlg überlagert von Argumenten, die für die häufigsten Prognosen besonders oft genannt werden. Das Verrückte: In diesem Fall ist das nicht mal so. Aber dazu später.
Wie ich Ihnen letzte Woche schrieb, ist der "schwarze Fleck" unter den Prognosen für die kommenden 1-2 Jahre eine massive Rallye. Ich spreche nicht von einem Anstieg von 10% oder 15% im DAX. Ich meine eine Rallye, die den DAX auf neue Allzeithochs schießen lässt und in der Größenordnung von 50% und mehr stattfindet.