Amerikaner holen sich Computer-Tipps aus Manila
Profit Radar
vom 11. Februar 2010, 19:00 Uhr
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Auf den Philippinen ist das nicht der Fall. Und das haben die Philippinos den Amerikanern zu verdanken. Denn die Philippinen waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts für rund 50 Jahre eine Kolonie der USA und englisch war Amtssprache. Die Folge: „Viele Philippinos sprechen englisch mit amerikanischem Akzent.
Außerdem gibt es extra Englischkurse, bei denen man eine amerikanische Aussprache lernen kann", bestätigt der junge Deutsche Jan Hesse, der für ein Jahr auf den Philippinen als Computerspezialist und Englischlehrer gearbeitet hat. Und so wundert es nicht, dass Amerikaner bei einer Hotline anrufen können, in einem Callcenter in Manila landen und sich in perfektem amerikanisch Tipps holen, wie man am besten seinen Computer wieder hochfährt oder eine andere Panne behebt.
Entsprechend hoch sind auch die Wachstumsraten in der Branche. 2004 waren im BPO-Bereich gerade einmal 2.000 Menschen tätig. Jetzt sind es schätzungsweise 300.000. Einer der größten Anbieter in diesem Bereich SPI, einer Tochterunternehmen von Philippine Long Distance.
Zu den Kunden gehören große Kanzleien, Universitäten und Regierungsfirmen, aber auch Verlage wie zum Beispiel der deutsche Wissenschaftsverlag Springer. Neben Buchhaltung und Rechnungswesen sowie der Verarbeitung von medizinischen Rezepten ist SPI auch für die Produktion von jährlich rund 4.500 Fachzeitschriften zuständig.
Aus den per Mail geschickten Artikeln entstehen die druckfertigen Publikationen. Zu den Kunden zählen zum Beispiel die Unversitätsverlage von Harvard, Oxford, Cambridge und Yale. Mehr dazu erfahren Sie im Profit Radar von morgen.
Gute Kurse
Volkmar Michler
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