Amerika wird grau – Teil 1 von 3
Chris Mayer in Traders Daily
vom 07. Februar 2008 12:00 Uhr
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Sagt Ihnen der Name Kathleen Casey-Kirschling etwas? Ihr Geburtsdatum ist der Ursprung ihrer Berühmtheit. Sie wurde am 1. Januar 1946 um 12:00:01 Uhr geboren. Sie ist weithin als der erste Baby-Boomer bekannt.
Im vergangenen Oktober war sie der erste Baby-Boomer, der sich für die Versorgungsleistungen durch die Social Security einschrieb. Hinter ihr kommt eine Ausbuchtung, wie ein gewaltiger Knoten, der sich in einem der alten Bugs Bunny Zeichentrickfilme seinen Weg durch einen Gartenschlauch kämpft. Ihr folgen ungefähr 80 Millionen Amerikaner. Sie alle wurden in den Jahren zwischen 1946 und 1964 geboren.
Und sie werden alt – sehr schnell alt. Um diese Zahlen in Perspektive zu rücken, sollten Sie Folgendes bedenken. Die Baby Boomer werden im nächsten Jahr mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 365 pro Stunde 62 Jahre alt. Eine so schnell alternde Bevölkerung löst bei Wirtschaftlern Alarm aus. „Das“, schreibt Brian Riedl von der Heritage Foundation, „ist die größte wirtschaftliche Herausforderung unserer Zeit.“ Es ist ziemlich deutlich, dass in Amerika die Zahl der alten Bevölkerung in den nächsten Jahren deutlich zulegen wird… dieser Trend wird noch über Jahrzehnte andauern. Es ist eine Sache, der wir nicht entgehen können.
Die Demographie lügt niemals. Die Investitionsvorschläge, die sich daraus ergeben, sind zahlreich und auch abwechslungsreich. Ältere Bevölkerungen stellen deutlichere Bedürfnisse an die Gesundheitsversorgung als jüngere Bevölkerungen. Das ist ein einfaches Konzept, aber auch ein entscheidendes – so wie es für die besten Vorschläge im Allgemeinen gilt.
Die üblichen Verdächtigen für Investitionsideen erstrecken sich auch auf die verwalteten Versorgungseinrichtungen, die Pharmazieunternehmen und Ähnliches. Aber ich interessiere mich nicht für derartige Unternehmen. Die wahren Pflegekräfte nehmen große Geschäftsrisiken auf sich. Und die Dynamik der Pharmazieindustrie hat sich gravierend verändert. Es ist immer mehr Geld notwendig, um ein Medikament entwickeln zu können.
Und die Zeit, die es braucht, diese Medikamente zuzulassen, ist länger als je zuvor. Die mögliche Haftung ist gewaltig. Und jetzt fügen Sie noch die Tatsache hinzu, dass die Pharmaunternehmen immer bei den Politern ins Fadenkreuz fallen, die sich einen Namen machen wollen.
Das Wall Street Journal brachte jüngst eine Titelgeschichte über die düsteren Aussichten für die großen Pharmaunternehmen. Für viele Kassenschlager unter den Medikamenten läuft in den nächsten fünf Jahren das Patent aus – und das sind Verkaufszahlen von ungefähr 67 Milliarden Dollar. Da die Generika sich hier hineinfressen, gibt es für die Medikamentenhersteller einen großen Druck, diese großen Medikamente zu ersetzen.
Der Zeitungsbeitrag hat auch darauf hingewiesen, dass der Industriezweig in den Jahren von 2002 bis 2006 43% weniger auf Chemie basierende Medikamente herausbrachte als in den letzten fünf Jahren der Neunziger – und das trotz einer Verdopplung des Forschungs- und Entwicklungsaufwands.