AMD mit schwachem Ausblick
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 17. Oktober 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Belastend wirkten sich heute unter anderem auch der schwache Ausblick des zweitgrößten Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD) aus. Doch zunächst die Ergebnisse: Im abgelaufenen dritten Quartal verringerte der Konzern seinen Nettoverlust von 254,2 Mio. Dollar im Vorjahr auf 31 Mio. Dollar oder 9 Cent je Aktie. Der Umsatz stieg von 508,2 Mio. Dollar auf 954 Mio. Dollar. Analysten hatten mit einem geringeren Umsatz aber einem höheren Verlust gerechnet.
Beim Ausblick gab sich AMD eher zurückhaltend. AMD nannte die Bedingungen für Wirtschaft und Industrie unsicher und begründete damit, dass ein Ausblick besonders im Bereich der Produktnachfrage schwierig sei.
Dann bestätigte AMD auch etwas, dass ich hier mehrfach angedeutet hatte: Die besseren AMD-Ergebnisse seien vor allem auf gewachsenen Marktanteile zurückzuführen, weniger auf eine breite Erholung.
Wie ich sagte: Die Großen "klauen" den Kleinen die Umsätze, da sie produktiver arbeiten können. So sehen die Zahlen der großen Firmen zwar besser aus, aber sie sind ein schlechter Indikator für die wirkliche Wirtschaftsentwicklung.