Altersarmut mit Aktien bekämpfen aber wie?
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 27. Januar 2012, 16:00 Uhr
ENL5462
Liebe Leserin, lieber Leser
Zwei Meldungen die gestern durch den Blätterwald gejagt wurden lenken zur Abwechslung von den täglichen Peinlichkeiten im Umgang mit dem Bundespräsidialamt ab, nämlich das Thema Altersvorsorge und Leistungsbereitschaft im Alter.
Denn einer Studie der Weltbank zufolge leide Europa deshalb unter seinen Schulden, weil die Bürger zu wenig arbeiten würden."Die Europäer arbeiten weniger Stunden pro Woche, weniger Wochen pro Jahr und weniger Jahre ihres Lebens als Arbeitnehmer in anderen Regionen der Welt" stellt die Weltbank in Ihrer Studie fest. Wer die Studie lesen möchte, die für uns Deutsche wenig Neues enthält: Sie heißt "Goldenes Wachstum: Wie das europäische Wirtschaftsmodell seinen Glanz zurückbekommt". Wer diese Weisheiten verinnerlicht kann sich eigentlich nur wundern ja vielleicht sogar auch ärgern, denn die Probleme sind bereits bekannt. Junge Menschen werden gut ausgebildet und auf einen Arbeitsmarkt los gelassen in dem es für jung und alt nicht genug Arbeit gibt. Die Statistiken über Erwerbslose über 50 Jahre sprechen Bände, das Thema wird ausgesessen. Die Lösung bietet die Studie auch gleich, nämlich wir sollten doch noch zusätzlich junge Akademiker aus dem Ausland nach Deutschland holen. Na, prima und an wen wollen wir morgen unsere Exportgüter verkaufen wenn wir den finanz- und strukturarmen Nachbarn ihre junge Elite wegschappen mit denen sie nicht zuletzt ihre Finanzprobleme lösen müssen? Man merkt, dass diese Studie von einem weltfremden Institut gemacht wurde, die zum Jahresende noch Geld übrig hatten und schnell noch für die Medien das Thema Strukturwandel und soziale Marktwirtschaft bedienen wollten.
Marxisten in Davos gesichtet
Ebenfalls bekannt, ärgerlich und erfolgreich verdrängt wird das Thema: Altersversorgung. Die Probleme sind auch hier bekannt aber weitestgehend hausgemacht. Die Not im Alter resultiert daraus weil zu wenig gespart werden würde sagen die Einen. Ja,und die Finanzkrise wäre Schuld sagen die Anderen, denn wer weiß ob die Lebensversicherung, für die man sich abrackert, auch wirklich in der Lage ist die Versorgungslücke zu schließen? Hier wurde gerade von den Medien so viel Unsinn verbreitet, dass sich nicht wenige Sparer entschlossen haben ihre Verträge zu kündigen, die Statistiken darüber sprechen auch hier Bände und das ist noch nicht alles. Eine ganz schlimme Debatte wird über den Begriff Kapitalismus" geführt und das ohne den Menschen zu erklären um was es da eigentlich genau geht. Erstaunlich ist zum Einen, das hier Banker und Volkswirte einen Begriff verwenden, der dem geistigen Umfeld von Karl Marx zugegeschrieben wird. Na Super, das kommt ja einer Heiligsprechung des Marxismus gleich. Und wer die Berichterstattung aus Davos verfolgt kann sich des Eindrucks nicht erwehren, das hier jeder im -Club der Eitelkeiten- unter den Begriff "Kapitalismus" etwas anderes versteht. Zwischenfazit: Skizirkus -pur- ohne nachhaltigen Nährwert.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Hedda Phonphai (29.01. 2012 23:47 Uhr):
Ich kann mich nur wundern. Als ich 18 Jahre alt war (1965) wurde die gleiche Problematik zu Sprache gebracht. Nur dass es die Arbeiter bessere chancen hätte wenn die Hochschulausbildung hätte. Bin ich schon wieder in falschen Film? Jetzt haben alle die wollten, studieren können, aber eine Niete. Überproduktion. Aber der Status der Facharbeiter, haben die Sozialisten unterlassen aufzuwerten. Jede hat seine Begabung, und der einzelne ghört unterstützt und nicht die Wunschvorstellungen der Gesellschaft. Was mache ich ohne ein guter Installateur. Mit Grüßen Dr. Hedda Phonphai
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