Alternatives Investment: Holz
Dan Denning in Kapitalschutz Akte zum Thema Agrar-Rohstoffe
vom 9. Juni 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Holz war einst die beste Quelle für Energie (Wärme) für die Menschen, die das Feuer gezähmt hatten, denn es lag überall herum. Man konnte es einsammeln oder hacken. Und das ist genau das, was die Menschen im vorindustriellen Zeitalter in Großbritannien taten. Doch mit der wachsenden Bevölkerung schrumpften die Wälder.
Das Holz war - zumindest in Großbritannien - bald verbraucht. Es wurde gebraucht, um Gebäude zu bauen und um zu heizen und oft stand es einfach im Weg, wenn man Ackerland brauchte, um die wachsende Bevölkerung in den großen Städten zu ernähren. Mit Wasser betrieb man die Mühlen. Torf konnte man zum Heizen verwenden. Aber nichts davon gab es in den Mengen, die nötig waren, um eine wachsende Nation zu unterhalten.
Selbst Holz gab es nicht genug. Aber es war leicht daran zu kommen. Und das solare Einkommen, dass in der am leichtesten und bequemsten zu erreichenden Quelle gelagert wurde, war bald verbraucht. Holz ist, im Gegensatz zu Kohle und Öl, erneuerbar. Aber man muss ein guter Verwalter sein und auch die Zukunft im Auge behalten, um zu verhindern, dass man seine Ressourcen aufbraucht, weil man nach immer mehr Wachstum strebt.
Doch die Briten waren zu sehr mit dem Wachstum beschäftigt. Man hatte keine Zeit, die Wälder zu verwalten. Doch geologisch gesehen hat Großbritannien Glück gehabt. Als die Bäume weg waren, war immer noch etwas übrig. Es war schwarzes Gestein, das überall auf dem Boden lag. Es war Gestein, das brannte.
Auch Kohle spendete Wärme und sie hielt länger vor als Holz. Die geduldige Arbeit der Natur hatte viel Karbon auf engstem Raum zusammengepresst. Kohle war der perfekte Ersatz für Holz. Sie war billig. Kohle gab es im Übermaß. Und sie lieferte hunderttausenden Briten Wärme und Licht.
Aber auch wenn man eine Menge Wärme aus der Kohle gewinnen konnte, gab es doch auch lästige Begleiterscheinungen. Das Verbrennen von Kohle führte in Großbritannien zu einer höheren Kindersterblichkeit (was in dieser Zeit wirklich etwas heißen soll), ganz zu schweigen von den zahlreichen Lungen- und Atemwegskrankheiten. Und dann waren da auch noch die Minen selbst. Sie zählen (auch heute noch) zu den gefährlichsten Orten der Welt, an denen man seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Und damals arbeitete man noch über der Erdoberfläche.
Als die Nachfrage nach Kohle wuchs, musste man die Minen immer tiefer graben. Das bedeutete Bergbau unter dem Grundwasserspiegel. In diesem Zusammenhang kam es zur Erfindung einer Maschine zur Anhebung von Wasser durch Feuer", des Newcomenmotors. Es war ein Vorgänger der Dampfmaschine und wurde mit Kohle betrieben. Dieser Motor führte dazu, dass die Minen trockener wurden und mehr Kohle zur Verfügung stand.
Es war die Geburt der weitreichendsten Rückkopplungsschleife in der menschlichen Geschichte. Es ist der Grund, warum das, was man als industrielle Revolution bezeichnet, eigentlich eine Energierevolution war. Kohle stand damals im Zentrum. Und wie Sie noch erleben werden, steht sie auch heute im Zentrum einer Revolution, selbst wenn dieser Revolution, im wahrsten Sinne des Wortes, die billige Energie ausgeht.
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