Also sprach Xu Jian
Michael Vaupel in Traders Daily
vom 13. November 2007 12:00 Uhr
ENL5454
*** So, nicht schlecht: Mittlerweile haben die chinesischen Devisenreserven die Marke von 1,4 Billionen Dollar überschritten. Das muss man sich mal vorstellen: 1.400 Milliarden Dollar Staats-Schatz!
Und Tag für Tag kommen weitere „Milliönchen“ dazu. Der größte Teil davon angelegt in US-Staatsanleihen. (Grund: China exportiert viel mehr in die USA, als es von dort importiert. Damit fließen gewaltige Dollar-Mengen nach China. Mit diesen wiederum kauft die chinesische Zentralbank US-Staatsanleihen.)
Und kaum waren die 1,4 Billionen Dollar überschritten, verkündete ein leitender Bürokrat der chinesischen Zentralbank mit dem merkenswerten Namen Xu Jian: „The dollar is losing its status as the world currency – der Dollar verliert seinen Status als Weltwährung.“
Keine Frage, ein behutsames Umschichten der chinesischen Devisenreserven hat eingesetzt. Die chinesische Führung hat einen milliardenschweren Fonds eingerichtet, der mit diesen Dollarbeständen Firmenbeteiligungen im Ausland erwerben soll. Dann sollen Rohstoff-Lager angelegt werden. (Natürlich bullish für die Rohstoff-Preise). Und es soll in andere Währungen gewechselt werden. (Euro? Yen? Schweizer Franken? Für diese tendenziell bullish!)
Was noch? Achja, natürlich: Das Gold. Angesichts der relativ geringen Marktkapitalisierung von Gold würde da bereits ein Umschichten von 0,5% der chinesischen Dollarreserven in Gold den Preis deutlich steigen lassen.
Damit habe ich einige Entwicklungen skizziert, die meiner Ansicht nach 2008 eintreten werden. Ein steigender Dollarkurs gehört nicht zu diesen Entwicklungen.
*** Gerade teilt mir ein Mitarbeiter des Verlags mit, dass mir „einer meiner Leser zwei Bücher über den 1. Weltkrieg geschenkt hat“. Anlass: Ein Bericht von mir über einen Ausflug zu einem Kriegsschauplatz in den Vogesen. Übergabe der Bücher nun erfolgt.
Reine Freude, es gibt sie! Und Dankbarkeit! Für solche Leser.
Beste Grüße,
Michael Vaupel