Alles zurück auf Los
Andreas Schnappberger in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 27. September 2006 08:30 Uhr
ENL5454
Manchmal ist man als Trader richtig genervt
Und das hat nichts damit zu tun, ob man gewinnt oder verliert. Mehr dazu später.Vielbeachtet kamen gestern die Daten zum US Verbrauchervertrauen und damit war es ziemlich klar, dass bis 16:00 Uhr unserer Zeit, der Markt nahezu zum erliegen gekommen ist. Ein bischen rumdaddeln um ein Gefühl für den Markt zu bekommen war in nahezu allen Währungspaaren angesagt. Die Daten kamen dann mit einem Wert von 104,5 gegenüber 100,2 Punkten im August und einer Prognose von 103/104. Der Dollar konnte nach den Zahlen durch die Bank zulegen.
Philli-Index
Können Sie sich noch an das große Geschrei letzten Donnerstag zum Philli-Fed-Index erinnern. Der Euro machte aufgrund der Daten gegen den US Dollar einen schnellen Sprung nach oben und schon kamen wieder die Volkswirtschaftler mit den Aussgen, dass es nun endgültig mit der Zinsanhebung in den US ein Ende haben wird. Das war dann auch gleich der Grund, dass man sofort die Prognosen für EUR/USD auf 1.30 + in kürzesters Zeit angehoben hat. Prost Mahlzeit. Dann schauen Sie sich mal die Reaktion des Marktes auf diese Aussagen und der Datenreihe seit Anfang der Woche an und lassen dann auch noch die gestrigen Verbrauchervertrauen mit einfließen. Damit heißt es, alle wieder zurück auf Los.
EUR/USD
ist wieder deutlich unter 1.2700 und damit zurück auf seinem Ausgangsniveau vor den Zahlen letzten Donnerstag. Außer einem blinden Aktionsimus ist nichts passiert. Aus Händlersicht kommt man an einem Punkt wo man leicht genervt ist. Jede Woche die selbe Leier. Man hangelt sich von einer Datenreihe zur nächsten, wie spannend.
Bank of England macht Kurse
So zumindest seit Anfang der Woche, als der stellvertretende Gouvernour der Bank of England die Aussage fallen lies, dass unter Umständen dieses Monat noch mit einem Drehen an der Zinsschraube gerechnet werden kann. Viel zeit hat der Gute hierfür ja nicht mehr uns so wird es durchaus nochmals spannend für die Akteure. Vielleicht bekommt der Markt ja heute Hinweise über die weitere Vorgehensweise wenn bei einem Treffen der Prince of Wales Agency von BoE-Member Blanchflower einige Worte verloren werden. Wir gehen allerdings nicht davon aus, dass diesen Monat noch eine Überraschung ins Haus steht. EUR/GBP handelt derzeit um 0.6690 und GBP/USD, also das Cable bei 1.8940.
Weltbank
Für einige Exotenwährungen könnte es heute durchaus interessant werden. Um 10:00 Uhr liefert die Weltbank den Quartalsbericht zu den neuen EU-Staaten ab. Gerade der Ostblock dürfte hier ein Auge darauf werfen und zumindest bei einigen Aspiranten für Unruhe sorgen, sofern die Daten komplett out of line sind.
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