Alles hat seine Zeit. Denken Sie strategisch
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 10. Januar 2011, 07:30 Uhr
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Denken Sie strategisch. Nicht in Tagen oder Quartalen, sondern in Jahren und Jahrzehnten. So hat alles seine Zeit. Ein strategischer Investor hätte z.B. Anfang 1990 sein Geld in die USA bringen sollen und dort in amerikanische Aktien investieren sollen. Das durchschnittliche KGV war vernünftig, amerikanische Aktien boten ein gutes Chance/Risiko-Profil. Und nebenbei - es gab den geburtenstarken Jahrgang von 78 Millionen Baby Boomers", der bereit war, wie nie zuvor zu konsumieren und Aktien zu kaufen. Und der damalige Fed-Vorsitzende Alan Greenspan stellte sicher, dass sie das Geld dafür hatten. In den nächsten 10 Jahren explodierte der Dow Jones.
Aber am 1. Januar 2000 war auch dieser Trend ausgelaufen. Was würde der Trade der Dekade" für die nächsten 10 Jahre sein? Ich schrieb damals, dass man den Dow Jones verkaufen und Gold kaufen sollte. Und in den ersten drei Jahren des Jahrzehnts - von 2000 bis 2003 - stieg der Goldpreis, während der Dow Jones fiel.
Wie man sich entspannt und das Ende der Welt genießt. Die Welt, wie wir sie kennen, kommt zu einem Ende. Aber warum sollten wir uns darum Sorgen machen? Ich lache und habe mir vorgenommen, das zu genießen. Das Römische Imperium brauchte Hunderte von Jahren, bis es zusammenbrach. Während dieser Zeitspanne wussten die meisten Leute nicht einmal, dass ihre Welt zu einem Ende kam. Die meisten gingen weiter ihren Geschäften nach, pflanzten ihr Getreide an, tranken ihren Wein, schaukelten ihre Kinder auf ihren Knien - so als ob das Imperium für die Ewigkeit wäre. Natürlich mag der Mob von Rom bei jeder neuen Nachricht gejammert haben: Die Barbaren hatten die Po-Ebene überquert und waren auf dem Weg nach Süden - bald würden sie vor den Stadttoren Roms stehen!
Aber andere leben ruhige Leben, in denen sich Verzweiflung und Amüsement abwechselten - so, als ob nichts passiert wäre. Und was hätten sie auch tun können...außer dem Unheil aus dem Weg zu gehen und sich um ihre eigenen Sachen zu kümmern?
So gab es auch während der Weltwirtschaftskrise viele Leute, die diese Krise genossen. Wenn man damals einen gut bezahlten Job hatte und ihn behielt, dann muss das wie das Paradies gewesen sein. Man musste nirgendwo anstehen, man brauchte für gute Restaurants keine Reservierung mehr. Es war nie leichter, mit den Nachbarn mitzuhalten - denn mit den Nachbarn ging es abwärts. Ein Großteil der Befriedigung im Leben kommt daher, dass man sich anderen Leuten gegenüber überlegen fühlt. Und wann konnte man das schon besser, als in einer Weltwirtschaftskrise, wenn man selbst einen Job hatte?
Alles hat seine Zeit. Denken Sie strategisch.
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