Alles beim Alten im DAX?
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Dax 30
vom 21. Juni 2010, 13:00 Uhr
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Kommen wir damit heute auch gleich passend zum DAX.
Einige von Ihnen haben eine weitere Chart-Analyse ja bereits sehnsüchtig erwartet, nachdem ich in den letzten Tagen eher den Euro in seinen Grundlagen ohne genauere charttechnische Analyse betrachtet habe.
Trends wurden flacher
Betrachten wir den DAX hierzu zunächst einmal im längerfristigen Chart. Dazu möchte ich Ihnen noch einmal einen Chart zeigen, den ich bereits erstmalig im Beitrag vom 19. Mai und in leicht veränderter Form auch schon am 07. Mai verwendet habe. Damals ging es darum, Ihnen zu zeigen, dass sich der DAX in immer flacher werdenden Trends bewegt.
(Quelle: CFX-Broker) DAX-Chart aus dem Beitrag vom 19. Mai
Es hat sich nichts geändert
Im nachfolgenden Chart werden Sie feststellen, dass sich der DAX weiterhin im zuletzt ausgebildeten Trend (grüne Linien) aufhält. Es hat sich also nichts grundlegendes geändert. Für langfristig ausgerichtete Investoren ist bereits seit mehreren Wochen „Füße stillhalten" angesagt.

(Quelle: CFX-Broker) aktueller DAX-Chart, Tageskerzen
Korrekturphase
Ich habe den ursprünglichen Chart um die bereits diskutierte mögliche Wellen-Zählung der Aufwärtsbewegung ergänzt. Zudem habe ich mit dem blauen Kasten deutlich gemacht, dass wir uns aktuell in einer Korrekturphase befinden, die durchaus recht komplex ist und sich in ihrer Komplexität auch noch seitwärts erweitern kann.
(Den Chart-Bereich in dem blauen Kasten werden wir uns am Montag noch genauer ansehen)
Zudem habe ich das Dreieck (orange Linien) aus der kurzfristigen DAX-Analyse, die ich erstmals am 31. Mai angestellt habe, hinzugefügt.
Was will ich Ihnen damit heute verdeutlichen?
Nun, für Investoren und Anleger, welche die sehr kurzfristigen (und aktuell sehr planlosen Bewegungen) nicht traden, hat sich in den letzten Tagen und Wochen nichts bewegt. Die Erkenntnisse, die wir durch die bisherigen Analysen gewonnen haben gelten unverändert.
Korrekturen sind schwer zu prognostizieren
Wir befinden uns seit dem Hoch Ende April in einer Korrektur, deren weiterer Verlauf laut Elliott nur sehr schwer zu prognostizieren ist. Elliott selbst hat in seinen Untersuchungen meist nur darauf gewartet, eindeutige Signale für das Ende einer Korrektur zu finden, damit er den neuen Trend gewinnbringend traden konnte, weil Korrekturen zu viele mögliche Formen annehmen können. In einer solchen Phase ist es kaum möglich, Positionen sinnvoll mit einem ausreichenden Chance-Risiko-Profil einzugehen.
Wie ist die aktuelle charttechnische Situation im DAX?
Nach der Welle 5 des Aufwärtstrends hat sich bereits eine vollständige ABC-Korrektur gebildet (genaueres hierzu am Montag). Die aktuelle Aufwärtsbewegung lässt sich aus meiner Sicht noch nicht ausreichend interpretieren. Es könnte sich bereits um den Beginn eines neuen Aufwärtstrends handeln (was ich derzeit eher nicht glaube) oder es könnte sich eine Kombination verschiedener Korrekturmuster entwickeln. Im Prinzip könnte es sich sogar seit Beginn des blauen Trendkanals (also seit Mitte 2009) um eine ausgedehnte kombinierte Korrekturformation handeln. Die Zählung der Wellen müsste dann komplett überdacht werden.
Das Dreieck wurde bisher nur knapp nach oben verlassen und bei der Bewegung könnte sich durchaus noch um einen „false break" handeln, der die Kurse zurück in diese Formation führt.
Tendieren die Kurse hingegen weiter aufwärts, so hat der grüne Trend noch Bestand und bildet den nächsten Widerstand auf dem Weg nach oben. Es liegt also noch eine Menge Arbeit vor den Bullen, bevor das Ende der Korrektur ausgerufen werden kann.
Wie geht es inhaltlich im WAVE Daily weiter?
Am Montag werde ich für die Trader unter Ihnen, die gerne auch die kurzfristigen Bewegungen gewinnbringend umsetzen möchten, die aktuelle Korrekturphase im DAX einer Elliott-Wellen-Analyse unterziehen. Hierzu werde ich genau den Chart-Abschnitt untersuchen, der sich im obigen Chart im blauen Rechteck befindet.
Voraussichtlich am Mittwoch dann, werde ich Ihnen erklären, warum ich in den letzten Beiträgen auf kurzfristige Elliott-Wellen-Analysen verzichtet habe.
Einige Leser haben mir bereits geschrieben, dass sie die Wellen-Analysen vermissen und über die kleine Pause etwas unglücklich waren. Ich bin daher sehr gespannt, wie Ihre Resonanz auf den Artikel von Mittwoch sein wird.
Ich möchte allerdings auch diejenigen unter Ihnen bitten mir eine Nachricht zu schreiben, denen auch meine letzten Beiträge gefallen haben. Benutzen Sie einfach die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag oder schreiben Sie eine E-Mail an info@investor-verlag.de. Sie helfen mir damit ein Gefühl dafür zu entwickeln, was Sie als Leser, für die ich ja schließlich schreibe, gerne lesen möchten. Hierfür schon einmal vielen Dank.
Ihnen allen kann ich aber versichern, dass ich auch weiterhin hauptsächlich den Fokus auf den Elliott-Wellen belassen werde.
Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende
Sven Weisenhaus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Paula (21.06. 2010 16:00 Uhr):
Sehr geehrter Herr Weisenhaus, mir gefällt daß Sie aktiv feedback einfordern. Ich lese Ihre Artikel sehr gern, v.a. Ihre Dax-Analysen. Bislang habe ich phasenweise Dax-Abo's v.a. für den kurzfristigen Bereich gehabt. Das Nachhandeln gelingt mir jedoch nicht wirklich und bin dann frustriert. Für mich sind Ihre Beiträge sehr hilfreich, da es für mich eine Analysehilfe ist und ich von Ihrem Vorgehen lernen kann. Und das scheint für mich wichtig, ich fühle mich nicht zum Handeln "gezwungen". Ich hoffe, Sie können noch lange Zeit für den Wave Daily schreiben. Vielen Dank für Ihre bisherige Arbeit Gefällt mir! Gruss Paula
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (23.06. 2010 12:12 Uhr):
Hallo Paula! Ich freue mich wirklich sehr über Ihre netten Worte und hoffe ebenso, dass ich noch eine lange Zeit für Sie schreiben darf. ----- Vielen Dank!! ---- Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (23.06. 2010 12:12 Uhr):
