Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Dax 30
vom
Oh, oh, oh - welch ernüchternder Handelstag! Am gestrigen Montag konnten sich zumindest all jene Investoren, die zwischen 8.00 und 9.00 Uhr, also vor Beginn des Xetra-Handels beim deutschen Leitindex aussteigen konnten, freuen. Vorbörslich lag der deutsche Leitindex am gestrigen Montag sage und schreibe 170 Zähler über dem Stand vom Freitag. Und zwar bei exakt 6300.
Tageshoch bei 6287
Auf Xetra-Basis lag dann das Tageshoch bei 6287 Zählern. Sehr schön war dann den ganzen Montag über zu beobachten, wie die relativ festen Notierungen zum Abverkauf genutzt und Gewinne - so denn vorhanden - mitgenommen wurden. So kam es dann, dass die Notierungen massiv abbröckelten. Um 17.30 Uhr standen dann nur noch 6141 Punkte auf der Tafel. Das Tagestief lag im übrigen bei 6130, was dem Schluss-Stand vom Freitag entsprach. Wie gewonnen, so zerronnen, so lautet das Tagesfazit. Oder, drastischer formuliert, nach der Spanien-Rettungsaktion vom Wochenende kehrte nur für ein paar Stunden so etwas wie Ruhe" an den Märkten ein. Spätestens seit dem gestrigen Nachmittag ist dann wieder Krise as usual" angesagt. Und das dürfte wohl auch vorerst so bleiben. Zweifelsohne.
Weiter im Krisenmodus...
Schon heute könnte es am Aktienmarkt wieder deutlich nach unten gehen. Die Wall Street in New York schloss gestern auf Tagestief. Sowohl Dow Jones als auch der der marktbreite S&P 500 gaben im späten Handel mehr als ein Prozent nach. In den diversen Marktkommentaren war davon die Rede, dass die Investoren doch große Zweifel an einer nachhaltigen Lösung der Spanien-Krise hätten. Insofern bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen in Europa nicht schon relativ rasch mit neuen Milliarden-Rettungs-Versprechen zur Beruhigung der Märkte auf den Plan treten werden. Wenig wahrscheinlich, dass dieses Unterfangen letztlich gelingen wird.
Focus auf Griechenland
Hinzu kommt, dass die Nervosität und Verunsicherung vor den entscheidenden Wahlen am kommenden Sonntag in Griechenland in den nächsten Tagen ohnehin drastisch zunehmen wird. Hoch interessant auch, was der Chef der griechischen Sozialisten, Evangelos Venizelos, gestern zum Thema Spanien" äußerte. Für Venizelos sind die Hilfsbedingungen für Spanien ein Beleg dafür, dass sich die Verantwortlichen in Europa auf einen Ausschluß Athens aus dem Euro vorbereiten würden.
Wortwörtlich sagte Venizelos:
"Sie arbeiten an einem Brandwall, um für alles bereit zu sein, was in Griechenland passieren könnte."
Fraglich bleibt aber, ob dieser Brandwall tatsächlich ausreichen wird. In der Tat, nichts mehr ist ausgeschlossen. Und nichts wird mehr so sein, wie es war.
Ja, entscheidende Tage des Umbruchs stehen an.
Es gilt, äußerst defensiv aufgestellt auf alles vorbereitet zu sein...
- Kommentar von rolf bichsel
die wenigsten investoren sind daytrader,...!!! vieleicht machen sie mal berichte die über den hysterischen tagesgeschehen hinausgehen,den europa und der rest der welt haben schon ganz andere wirkliche krisen bestens überlebt,auch zum vorteil der anleger
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