Alle im Gewinn!?
Axel Retz in DAX Daily
vom 15. Mai 2007 08:30 Uhr
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Als der Dow Jones im vergangenen Herbst erstmals seine alte Rekordmarke von Januar 2000 übersprang, las ich kurz darauf einen Text, der das gebührend feierte mit der Aussage, dass ja nun an der Wall Street alle Anleger im Plus seien.
Das war natürlich ein wenig geschummelt. Es galt nicht für diejenigen Anleger, die Aktien aus dem S&P 500, dem Nasdaq 100 oder einem anderen Aktienindex gekauft hatten. Und es ebenso wenig für diejenigen Anleger, die sich aus den 30 Dow-Aktien ausgerechnet die schwächeren in ihr Depot gelegt hatten.
Aber heute? Der Dow steuert fast jede Woche ein neues Allzeithoch an. Die 30 Dow-Aktien liegen jedoch, zusammen genommen, im Durchschnitt um 26,7 Prozent unterhalb ihrer Rekordhochs.
Das kann ja gar nicht sein, werden Sie einwenden. Ich sage Ihnen: Es kann nicht nur sein, es ist sogar so. Und: 13 der Dow-Aktien, also fast die Hälfte, liegen sogar um über 40 Prozent unter ihren Hochs.
Und wenn Sie mit jeweils gleichem Kapitaleinsatz einfach alle 30 Aktien des Dow Jones mit gekauft hätten, hätte sich Ihr Depot dann ebenso schnell entwickelt wie dieser Aktienindex?
Nein, Sie stünden deutlich schlechter dar, ob Sie es nun glauben oder nicht.
Warum, das verrate ich Ihnen morgen. Und ich verrate Ihnen auch, warum die internationale Anlegergemeinde sich auf einem gewaltigen Holzweg befindet, wenn sie sich sklavisch an den Vorgaben des Dow Jones orientiert!