Michael Vaupel ist einer der führenden Rohstoff- und Derivate-Experten. Bereits während seiner Studienzeit hat er als Finanzjournalist und Analyst gearbeitet.
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Alternative Energ.
vom
Trader´s Daily-Leser Martin K. schrieb mir
"Herr Vaupel, berichten sie der TD Gemeinde wieder einmal, wie es mit dem (Jatropha-) Projekt steht? Technisch wie auch wirtschaftlich."
Meine Antwort:
Ach schön, freut mich dass dieses Projekt auf Interesse stößt.
Hier ein Überblick über den aktuellen Stand unseres Projektes. Jetzt, zum Ende der Regenzeit in Namibia, stelle ich fest:
Im November 2011 hatten wir ca. 2.000 Jatrophas setzen lassen bzw. selber gesetzt, und nun sind weitere knapp 10.000 hinzugekommen. Insgesamt haben wir 200 Hektar gepachtet, davon sind jetzt 10-12 Hektar bepflanzt, d.h. 10.000 bis 12.000 qm.
Damit sind unsere Vorräte an Setzlingen erschöpft (bis auf wenige in der Baumschule), wie geplant konnten nahezu alle ausgepflanzt werden. Das war das Ziel für diese Regenzeit, die Setzlinge „in die Erde zu bringen".
Die ausgepflanzten Jatrophas haben sich bis jetzt prächtig entwickelt. Besonders die früher (im November) ausgepflanzten machen auf mich einen sehr robusten Eindruck.
Hier eine kleine Impression von meinem letzten Besuch:

Impression: Auf dem Weg zu den 200 Hektar....wenige Meter abseits des Weges...
Doch die kritische Phase beginnt ja jetzt erst! Denn nun beginnt die Trockenzeit, welche bis ca. November andauert. Da wird sich zeigen, ob die Jatrophas dies wirklich überleben und danach neu ausschlagen und weiter wachsen.
Es ist normal, wenn die Jatrophas nun ihre Blätter verlieren. Der Anblick ist nicht schön, aber normal - denn die Pflanzen versetzen sich sozusagen in den „Ruhemodus". Die Frage ist, ob die Pflanzen überleben.
Dies ist meiner Ansicht nach im Grunde die entscheidende Phase. Ich sehe diese Möglichkeiten:
1. „worst case scenario": Die Mehrheit der Pflanzen überlebt nicht. Falls die Mehrheit der Pflanzen (sprich mehr als 50%) eingeht, wäre dies sozusagen der Beweis dafür, dass es ohne Bewässerung nicht geht. D
2. Positives Szenario: Der deutlich größte Teil der Pflanzen überlebt. Ich denke hier an Werte über 70%. Da die Jatrophas mit jedem Jahr, welches sie gewachsen sind, robuster werden sollten, dürfte dann die Überlebensquote in späteren Trockenzeiten eher steigen als fallen. Damit ließe sich arbeiten, die Anbaufläche deutlich erhöhen (wie gesagt, nur Land, welches sonst nicht landwirtschaftlich genutzt wird!!). Zusammen mit dem Anlegen von Bienenstöcken und Durchmischung mit trockenbeständigen Bäumen wäre dies natürlich mein liebstes Szenario. Schaffen von ehrlichen Arbeitsplätzen, Verbesserung der Bodenqualität, Verringerung der Erosion, Gewinnung nachhaltig erzeugten Öls, Energieeinsatz hauptsächlich menschliche Arbeitskraft und durch Photovoltaik erzeugte Energie.
3. Szenario „dazwischen". Dies könnte der Fall sein, wenn z.B. 60% der Jatrophas überleben. Was dann? Für die Entscheidungsfindung könnte dies der schwierigste Fall sein.

Die Jatropha-Pflanze
Diese entscheidende Phase beginnt nun, denn die Regenzeit neigt sich dem Ende zu. Dann herrscht bis ca. November die Trockenzeit. Werden die Jatrophas diese überleben? Dies ist sozusagen die "Nagelprobe" - und der aktuelle Stand!
Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende.
Ihr
Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Trader´s Daily
- Kommentar von Pinnow
Hallo Herr Vaupel, ist schön, dass sie mal wieder was über das Projekt "Jatropha" schreiben. Freut mich. Aber: Ist denn Ihre Rechnung auch richtig, oder irre ich mich!! Hoffe dann auf einen erfolgreichen Herbst. Freundliche Grüsse von Herrn Pinnow
Antworten- Kommentar von mcgeiz
ja herr vaupel, und was sagen sie zu der cucas aktie? geht es noch schlechter? wer wie ich darauf gestzt hat, hat das nachsehen. ihr mcgeiz.
Antworten- Kommentar von Volker
Viel Erfolg für das Projekt aber, "davon sind jetzt 10-12 Hektar bepflanzt, d.h. 10.000 bis 12.000 qm." sind das nicht 100.000 bis 120.000qm
Antworten- Kommentar von K Gerecke
Hallo, Herr Vaupel, schön, daß es Ihrem Projekt zZ. gut geht. Ich verfolge es mit Interesse. Aber achten Sie in Ihren Statements bitte auf die Kommastellen: 10 HA = 100.000 m². Frdl. Gruß, K. Gerecke
Antworten- Kommentar von Lukas
Sehr geehrter Herr Vaupel, Ihre Berichte zum Jatropha Projekt lese ich immer wieder gerne und ich hoffe mit Ihnen, dass die Pflanzen die Trockenzeit überstehen. Wäre es ansonsten eine Option, die Pflanzen weiter aus einander zu pflanzen, damit sie sich nicht gegenseitig die Feuchtigkeit entziehen? Eine kurze Anmerkung: 1 Ha hat 10.000qm, somit wären 10-12 Ha 100.000-120.000qm Mit freundlichem Gruß und schönes Wochenende F.L.
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- Kommentar von Dold Dieter
1 Hektar sind 10.000 qm 10 Hektar = 100.000 qm 12 Hektat = 120.000 qm Gruß Dold
Antworten- Kommentar von Herbert Förstl
1 Hektar (100m x 100m) hat 10.000 qm, 10-12 Hektar sind somit 100.000 - 200.00 qm!! Nix für ungut. m.f.G. H.F.
Antworten- Kommentar von E Münnich
Hallo Herr Vaupel, in Ihrem Beitrag über die Jatropha-Pflanze haben Sie bei der Flächenangabe untertrieben. 10-12 Hektar sind immerhin 100 000 - 120 000 m²,also eine 10er Potenz mehr. Gruß E.Münnich
Antworten- Kommentar von Erich Schörgendorfer
Sehr geehrter Herr Vaupel, Ihre Beiträge finde ich als Bereicherung meines Wissenstandes, wofür ich mich als treuer Leser bedanken möchte. Beim heutigen Beitrag haben Sie bei der qm Angabe eine 0 vergessen, das wäre eine kleine bebaute Fläche. Soll nicht als Kritik aufgenommen werden. Freundliche Grüße aus Österreich, Ihr Dauerleser, Erich Schörgendorfer
Antworten- Kommentar von Hellmut Lempp
10 bis 12 ha = 100 000 bis 120 000 qm! Es wäre schon interessant zu erfahren, lieber Herr Vaupel, WO Ihre Plantage liegt, - auf welcher Farm zum Beispiel, oder wenigstens, in welchem Distrikt. (Dem Photo nach zu urteilen, ist es ziemlich hoch im Norden)
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- Kommentar von Erhard Storbeck
Guten Tag Herr Vaupel, leider hat sich im Beitrag zum Jatropha-Projekt ein Fehler bei der Flächenumrechnung ergeben. Bei 10 - 12 Hektar bepflanzter Fläche handelt es sich um 100 000 bis 120 000 Quadrat- meter. Viele Grüße. E. Storbeck
Antworten- Kommentar von Claus Martin
Warum die Pflanzen nicht direkt an den Wurzeln mit Tropfwasservorrat ausrüsten und gegen Verdunstung die Wurzeln mit Folie und Isoliermaterial abdecken ? Wenn die Pflanzen tiefere Wurzeln entwickelt haben, können sie wahrscheinlich überleben; aber den jungen Pflanzen sollte man helfen.
Antworten- Kommentar von Michael Fuhlisch
Da ich in diesem Jahr weite Teile von Namibia bereist habe, würde mich interessieren, wo genau sich das Projekt befindet.
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