Aktienindizes - Hat die Bärenfalle zugeschnappt?
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 8. September 2011, 13:00 Uhr
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aus Deutschland gibt es doch noch, neben dem (nachlaufenden) Arbeitsmarkt, positives zu vermelden. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe ist in Deutschland im Juli zum Vormonat preis- und saisonbereinigt um 4,0 % gestiegen. Erwartet wurde hingegen ein Anstieg in Höhe von 0,5 %. Im Vormonat war die Produktion um revidierte 1,0 % gesunken (revidiert von -1,1 %). Auf das Jahr gesehen kletterte die Produktion um 10,3 % (bereinigt 8,3 %).
Das sind endlich mal wieder recht gute Zahlen. Aber vermutlich aus anderen Gründen haben sich die Aktienmärkte eindrucksvoll zurück gemeldet. Der DAX konnte bereits gestern um über 4 % zulegen, der Dow Jones brachte es immerhin auf über 2 %. Und auch heute geht die kleine Rallye weiter.
Schnappt die Bärenfalle zu?
Zu Recht betitelte ich den Beitrag am Dienstag mit "Bärenfalle möglich - Gegenbewegung entscheidet über Wohl und Wehe" und schrieb: "Von der aktuellen Gegenbewegung dürfte der weitere Verlauf abhängen. Fällt diese üppig aus, dann könnte es sich auch um eine Bärenfalle gehandelt haben. Doch dazu müsste der DAX nachhaltig über 5.342 und der Dow Jones über ca. 11.160 steigen. "
Der DAX steht aktuell bei etwa 5.460 Punkten und der Dow Jones konnte eindrucksvoll seinen Aufwärtstrendkanal zurückerobern.
(Quelle: CFX-Broker) Dow Jones, Candlestick-Chart, 1-Stunden-Kerzen
S&P 500 liefert einen Grund für die Bärenfalle
Betrachtet man den S&P 500, dann lässt sich ein ähnlicher Trend einzeichnen wie beim Dow Jones (siehe schwarze dünne Linien im nachfolgenden Chart). Dabei habe ich zunächst die untere Trendlinie gezogen und dann die obere parallel dazu angelegt.
(Quelle: CFX-Broker) S&P 500, Candlestick-Chart, 1-Stunden-Kerzen
Auf den ersten Blick fällt auf, dass doch eigentlich die blauen Trendlinien viel mehr Sinn machen, denn hier liegen beide Linien des Trendkanals am Chart an, während bei den schwarzen Linien die obere quasi nur einen einzigen Berührungspunkt hat.
Trendkanäle in Dow Jones und S&P 500
Beim oberen Chart des Dow Jones fällt bei genauerer Betrachtung auf, dass die obere Trendlinie etwas flacher verläuft als die untere. Zieht man diese obere Linie parallel nach unten, dann erhält man im Dow Jones exakt das gleiche Bild wie im Dow Jones. Damit haben wir in beiden US-Indizes einen intakten Aufwärtstrendkanal und der False-Break bzw. die Bärenfalle im Dow Jones kann erklärt werden.
Charttechnisch befinden wir uns also gerade mitten im Trendkanal. Es besteht Hoffnung, das wir das obere Ende nun erneut ansteuern.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Werner Bläsius (08.09. 2011 13:48 Uhr):
Die Bilderberger werden so lange versuchen den Dax zu drücken, bis Deutschland den Euro-Bonds zustimmt. Grüße Werner Bläsius
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