Aktien
Nach Börsenschluss: Das Wichtigste des Tages für Ihre Geldanlage
Hier kostenlos für "Investors Daily" eintragen
Garantie: Wir geben Ihre E-Mail nie an Dritte weiter.
Ja, informieren Sie mich über Angebote Ihres Verlages und Ihrer Partner per Mail. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Tom Firley
ENL5286
aus Finanzplanung
Die Investition von Kapital in Aktien ist immer eine Spekulation auf künftige Ereignisse. Anleger spekulieren darauf, dass der Kurswert der von ihnen gekauften Aktien in Zukunft steigt. Oder aber – wenn sie Aktien verkaufen – der Kurs fällt. Je präziser die Wertentwicklung einer Aktie vorherzusagen ist, desto niedriger ist das Risiko des Anlegers, sein Kapital zu verlieren.
Â
Prognose von Börsenkursen
Die Vorhersage von Börsenkursen ist jedoch ein heikles Unterfangen. Tausende von Analysten studieren im Auftrag von Banken, Versicherungen und Fonds, aber auch von Regierungen tagtäglich das Auf und Ab der globalen Kurse. Mit ausgeklügelten mathematischen, statistischen und volkswirtschaftlichen Methoden versuchen sie, Ordnung in das ewige Schwanken zu bringen, Trends zu erkennen und – was am wichtigsten ist – vorherzusagen. Auch psychologische und soziologische Theorien werden von modernen Analysten herangezogen, um die Vorgänge an den Börsen zu verstehen.
Â
Aktien und Börse: Entwicklung unvorhersehbar
Doch es gibt keine Technik, die es erlaubt, absolut präzise Prognosen über Aktienkurse zu erstellen. Jeder, der behauptet, er könne den Anstieg oder Sturz einer Aktie exakt vorhersehen, ist entweder ein Lügner oder besitzt magische Fähigkeiten. Und so ist es kein Wunder, dass selbst einer der größten und wichtigsten Bankiers der deutschen Wirtschaftsgeschichte, Hermann Josef Abs (1901–1994), auf die Frage: »Was halten Sie von Aktien, Herr Abs?« antwortete: »Die Finger.«
Â
Aktien bieten Suchtpotenzial
Auf der anderen Seite kann die Investition in Aktien den Anlegern Renditen erbringen, die höher sind als bei jeder anderen Geldanlage. Der Kurs einer Aktie kann immer weiter steigen, dem Gewinn des Anlegers sind also – zumindest theoretisch – keine Grenzen gesetzt. Und so bieten die Börsen – ähnlich wie Roulette oder andere Glücksspiele – ungeheure Verheißungen mit einem gewissen Suchtpotenzial.
Â
Viele Kleinanleger, die in den Jahren des großen Booms den Schritt an die Börsen wagten, sind zum Teil diesem Suchtpotenzial erlegen. Das schnelle Geld lockte. Spekulieren wurde in dieser Zeit zu einer Art Volkssport – oft sogar auf Kredit. Die Anleger sprangen von einer Mode- Aktie zur nächsten, steckten hier Geld hinein und nahmen dort einen Gewinn mit, indem sie verkauften. Doch auf diese Weise lässt sich nur über die oft kurze Zeitpanne eines Börsenbooms eine gute Rendite erzielen. Sobald die Hausse (Aufschwung) vorbei ist und die Baisse (Abschwung) beginnt, sind kurzfristig denkende Anleger auf der Verliererseite.
Â
Ein Fall aus meiner Praxis illustriert dieses Verhalten besonders nachdrücklich.
Â
Überschätzen Sie nie Ihr Wissen an der Börse
Im Jahr 2000 lernte ich einen Anleger kennen, der sich nur für Aktien interessierte und sein gesamtes Kapital von etwa 200.000 Euro dementsprechend investiert hatte. Er managte sein Depot schon seit einigen Jahren selbst, entschied also eigenverantwortlich, welche Aktien er kaufte und verkaufte. Als ich ihn kennen lernte, besaß er fast ausschließlich Aktien bekannter amerikanischer Technologiefirmen. Ich war beeindruckt, denn der Anleger hatte es in den Zeiten des Börsenbooms geschafft, sein investiertes Kapital auf über 1,4 Millionen Euro zu vermehren. Nächtelang surfte er im Internet, informierte sich über die aktuellsten Tendenzen an den amerikanischen Börsen, traf schnelle Entscheidungen, kaufte und verkaufte. Mit dieser Technik hatte er einen enormen Gewinn erzielt.
Â
Money-Management
Ich riet ihm, zumindest einen Teil dieses Gewinns in Sicherheit zu bringen und in einen weltweit operierenden Investmentfonds zu investieren. Dieser erbrachte zwar nicht die hohen Renditen, an die sich der Anleger in den letzten Jahren gewöhnt hatte, aber das Risiko war wesentlich geringer. Der Fonds investierte in Aktien aus allen Branchen und Ländern. Durch diese sehr breite Streuung des Risikos war es praktisch unmöglich, einen hohen Verlust zu erleiden, selbst dann, wenn die internationalen Aktienkurse fallen sollten. Im Mittelpunkt einer Umschichtung der Gewinne des Anlegers in diesen Fonds hätte eine Strategie der Vermögenssicherung gestanden, bei der darüber hinaus langfristig eine durchaus akzeptable Rendite erwirtschaftet worden wäre. Doch der Anleger erklärte mir, erst wenn sein Depot zwei Millionen Euro wert sei, kämen für ihn Investments mit niedrigerer Rendite und höherer Sicherheit in Frage. Bis dahin wolle er noch einmal richtig Gewinn machen.
Â
Die schlimmste Börsen-"Sünde"
Etwa zu dieser Zeit begannen die Börsenkurse nachzugeben. Das Depot des Anlegers fiel auf knapp 1,2 Millionen, und ich wiederholte meine Empfehlung zur Umschichtung. Leider hatte ich wieder keinen Erfolg. Unsere Gespräche wiederholten sich in immer kürzeren Abständen. Das Depot fiel und fiel – 800.000 Euro, 600.000 Euro – der Anleger reagierte geradezu trotzig: »Ich hatte schließlich über eine Million – jetzt verkaufe ich auf keinen Fall«, hörte ich immer von ihm. Erst als der Wert seiner Aktien bei etwa 200.000 Euro lag, entschloss er sich endlich zum Verkauf. So gelang es ihm immerhin, sein Anfangskapital zu retten und ohne Verlust aus dem Aktienmarkt auszusteigen.
Â
Überschätzen Sie nie Ihre Fähigkeiten
Das Beispiel ist typisch: Anleger, die in einem Börsenboom erfolgreich sind, überschätzen ihre analytischen Fähigkeiten und können sich nur sehr schlecht von ihren Aktien trennen. Wie Spielsüchtige beim Roulette hoffen sie gegen jede Vernunft immer wieder auf einen Gewinn in der nächsten Runde. Ein Börsenboom ähnelt durchaus einer Glückssträhne am Spieltisch. Und wie beim Roulette kann auch an der Börse nur derjenige wirklich gewinnen, der früh genug aufhört und seine Gewinne in sichere Anlagen umschichtet.
Â
Börse ist ein ständiger Lernprozess
Jedem Börsenboom folgt eine Zeit fallender oder stark schwankender Kurse. Wer langfristig denkt, seine Entscheidungen anhand von Datenmaterial immer wieder konsequent überprüft und in der Lage ist, Fehler zu erkennen und umgehend zu korrigieren, kann – mit zunehmender Erfahrung – auch in schwierigen Börsenphasen mit Aktien gute Renditen erzielen. Doch das Management des eigenen Aktiendepots erfordert nicht nur viel Zeit, sondern auch die Bereitschaft, immer wieder Neues zu lernen und sich ständig zu informieren. Im Kontext neuer Entwicklungen muss darüber hinaus jede einmal getätigte Investition regelmäßig überprüft werden.
Â
Sobald Sie Aktien kaufen, brauchen Sie Basiswissen
Realistisch betrachtet ist dies ein Aufwand, den die meisten Anleger vermeiden wollen. Um dennoch von den guten Renditen an den Börsen zu profitieren, suchen diejenigen, die sich für Aktien interessieren, fast immer den Rat von Fachleuten, zum Beispiel bei einer Bank. Der Berater soll für den Anleger das Aktiendepot zusammenstellen und verwalten. Doch ganz ohne Grundwissen darüber, nach welchen Kriterien Aktien ausgewählt und bewertet werden, sollte sich kein Anleger in ein Beratungsgespräch begeben. Denn auch wer sich beraten lässt – die Entscheidung, in welche Aktien er investiert, muss letztendlich der Anleger treffen.
Â
Chartanalyse
Um den Entscheidungsprozess für die Anleger zu erleichtern, präsentieren Berater häufig Grafiken und Kurven. Anhand dieser Materialien – so genannten Charts – erstellen sie dann Prognosen über künftige Börsentendenzen oder die Kursverläufe bestimmter Aktien. Wie fundiert diese Chartanalysen sind, kann allerdings nur der Anleger verstehen, der sich vorher über einige Grundlagen dieser Analysetechnik informiert hat.
Â
Â
Fundamentalanalyse
Neben der Chartanalyse wird von Beratern zur Bewertung von Aktien häufig die Fundamentalanalyse herangezogen. Diese Methode stützt sich nicht auf grafische Darstellungen von Kursverläufen, sondern auf volks- und betriebswirtschaftliche Daten.
Â
Man könnte in Bezug auf Chart- und Fundamentalanalyse geradezu von zwei verschiedenen Glaubensrichtungen sprechen. Beide Methoden zur Bewertung der künftigen Entwicklung von Aktien haben jeweils leidenschaftliche Anhänger und Gegner. Der Anleger muss sich in diesem Streit nicht entscheiden, aber er sollte wissen, wie die unterschiedlichen Analyseverfahren zu ihren Ergebnissen gelangen. Nur so kann er Grenzen und Möglichkeiten der Methoden abwägen. Darüber hinaus sollte er sich darüber informieren, welches Analyseverfahren der von ihm ausgewählte Berater bevorzugt. Denn die Methode beeinflusst die Sicht des Beraters. Aktien, die ein Fundamentalanalyst dem Anleger empfiehlt, werden im Beratungsgespräch mit einem so genannten Chartisten vielleicht noch nicht einmal erwähnt und umgekehrt.
Â
Die Fundamentalanalyse ist die ältere und konventionellere Methode der Bewertung von Aktien. Ihr Ansatz geht davon aus, dass die Entwicklung von Kursverläufen in erster Linie von ökonomischen Fakten abhängt. Diese Fakten werden im Rahmen einer Fundamentalanalyse von oben nach unten untersucht. Das heißt, der Analyst beginnt mit einer Betrachtung der allgemeinen Wirtschaftslage. Dann beschäftigt er sich mit den Daten der Branche, aus der das Unternehmen stammt, über dessen Aktie eine Prognose erstellt werden soll. Schließlich untersucht der Analyst das Unternehmen selbst. Dabei betrachtet er zwar den momentanen Zustand der Firma, muss aber aus den erhobenen Daten auch Schlüsse für die Zukunft ziehen. Schließlich geht es bei der Frage, ob eine Aktie eine gute oder eine schlechte Investition darstellt, immer um die Zukunft.
Â
Soll ein Fundamentalanalyst zum Beispiel eine Prognose über die Entwicklung der Aktie eines großen Autokonzerns erstellen, wird er sich zuerst unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigen: Befindet sich die Konjunktur zurzeit in einem Aufschwung oder in einer Rezession? Sparen die Menschen (typisches Verhalten in einer Rezession) oder konsumieren sie (typisches Verhalten in einem Aufschwung)? Wie lange wird die momentane Wirtschaftslage noch anhalten? Wie sieht es mit den Ölpreisen aus: Ist ihre Tendenz eher fallend oder eher steigend? Wie hoch sind die Zinsen für Kredite zurzeit, und wie werden sich die Zinsen in Zukunft entwickeln? Wer ein Auto kauft, kann es in der Regel nicht bar bezahlen; deshalb ist es wichtig, die aktuellen Zinsen für Kredite zu betrachten. Sind die Zinsen niedrig, werden Kaufimpulse ausgelöst, die Bereitschaft, eine größere Anschaffung zu tätigen, steigt. Umgekehrt hemmen hohe Kreditzinsen die Kauflust – der Verbraucher verschiebt die Entscheidung für ein neues Auto in die Zukunft.
Â
Nachdem der Analyst das gesamtwirtschaftliche Umfeld untersucht hat, wendet er sich der Autobranche zu. Wie geht es der Automobilbranche zurzeit: Steigen oder sinken ihre Verkaufszahlen? Welche Autotypen haben aktuell hohe Absatzzahlen, und welche Autos werden sich auch in Zukunft gut verkaufen? Kleinwagen, Geländewagen, sparsame Autos, umweltfreundliche Modelle, sportliche Wagen mit hohem Spritverbrauch oder Limousinen – für welche Varianten werden sich die meisten Verbraucher im Kontext der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung entscheiden? Zuletzt betrachtet der Analyst das Unternehmen selbst. Wie sehen die Bilanzen aus den letzten Jahren aus: Steigen oder sinken die Gewinne des Unternehmens? Investiert die Unternehmensleitung in die Zukunft, in die Forschung nach effizienteren Motoren und die Entwicklung neuer Modelle? Wie hoch sind die Schulden des Unternehmens? Wie schneidet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Konkurrenten ab? Wie sind die Aktien des Unternehmens aktuell bewertet, und wie werden sie sich voraussichtlich entwickeln? Im Rahmen dieser letzten Frage sind zwei Bewertungskriterien außerordentlich wichtig: die Dividendenrendite und das Kurs-Gewinn-Verhältnis ( KGV).
Â
Dividendenrendite
Die Dividendenrendite drückt das Verhältnis zwischen der pro Aktie ausgeschütteten Dividende und ihrem Kurs aus. Steht der Kurs einer Aktie zum Beispiel bei 400 Euro, und die ausgeschüttete Dividende beträgt 20 Euro, so ist die Dividendenrendite des Wertpapiers fünf Prozent.
Â
Dividende 20 / Kurs 400 x100 = fünf Prozent
Â
Diese Prozentzahl steigt, wenn das Unternehmen eine höhere Dividende ausschüttet, oder aber, wenn der Aktienkurs sinkt. Umgekehrt sinkt die Dividendenrendite bei fallender Dividende oder steigendem Kurs.
Â
Eine gute Dividendenrendite kann ein Indiz dafür sein, dass die Aktie unterbewertet ist, der Kurs also noch nicht der tatsächlichen positiven Wertentwicklung des Unternehmens entspricht. In einem solchen Fall sind für die Zukunft Kursteigerungen zu erwarten.
Â
Viele Analysten empfehlen aus diesem Grund häufig Aktien, die im Vergleich zu den Aktien anderer Unternehmen der gleichen Branche eine hohe Dividendenrendite aufweisen. Doch Vorsicht: Eine hohe Dividendenrendite darf nicht automatisch als Kaufsignal gewertet werden. Diese Kennziffer ist nur im Kontext der gesamten Unternehmensdaten aussagekräftig. Vielleicht ist ihre, auf den ersten Blick so viel versprechende Höhe lediglich darauf zurückzuführen, dass der Kurs der Aktie nachhaltig fällt. Dies würde bedeuten, dass im nächsten Jahr vielleicht gar keine Dividende mehr gezahlt werden kann, weil die Ertragslage des Unternehmens sich negativ entwickelt. Grundsätzlich ist die Höhe der Dividendenrendite jedoch ein wichtiger und in vielen Fällen auch aussagekräftiger Indikator für die künftige Entwicklung einer Aktie.
Â
Kurs-Gewinn-Verhältnis ( KGV)
Eine weitere wichtige Kennzahl zur Beurteilung von Aktien ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis ( KGV). Sie wird als Quotient aus dem Kurswert einer Aktie und dem auf sie entfallenden Gewinn gebildet. Also:
Â
Kurswert einer Aktie / Gewinn pro Aktie
Â
Das KGV gibt auf diese Weise an, wie oft der Gewinn, den das Unternehmen pro Aktie erwirtschaftet, im Kurs der Aktie enthalten ist. Anders ausgedrückt zeigt das KGV, wie oft der Gewinn erzielt werden müsste, um den aktuellen Kaufpreis der Aktie zu refinanzieren.
Â
Bevor man das KGV einer Aktie ermitteln kann, muss zuerst errechnet werden, wie hoch der Gewinn des Unternehmens pro Aktie ist. Zu diesem Zweck dividiert man den Gesamtgewinn eines Unternehmens durch die Anzahl aller von ihm ausgegebenen Aktien. Ein Beispiel:
Â
Im Jahr 2005 beträgt der Gewinn beziehungsweise der Jahresüberschuss eines Unternehmens eine Million Euro. Das Grundkapital des Unternehmens ist in 50.000 Aktien zergliedert. Also beträgt der Gewinn pro Aktie in diesem Jahr:
1.000.000 / 50.000 = 20 Euro
Â
Der Kurswert der Aktien des Unternehmens liegt bei 180 Euro. Nun ergibt sich folgendes KGV:
180Â / 20 = 9 (bei gleich bleibendem Gewinn ist der Kurswert 20 nach neun Jahren verdient)
Â
KGV immer im Branchenvergleich betrachten
Das KGV ist immer nur aussagekräftig, wenn man Unternehmen einer Branche miteinander vergleicht. Ist das KGV eines Unternehmens im Verhältnis zu seinen Konkurrenten aus derselben Branche relativ niedrig, so ist dies ein Indiz dafür, dass das Unternehmen gute Gewinne erzielt, seine Aktien aber noch nicht zu teuer sind. Ein Fundamentalanalyst kann in einem solchen Fall das KGV als Kaufsignal für die Aktie werten. Als grundlegende Information für Anleger werden die Kurs-Gewinn-Verhältnisse der wichtigsten deutschen Unternehmen regelmäßig in Börsenzeitschriften publiziert.
Â
Fundamentalanalysten betrachten das KGV eines Unternehmens häufig im Verhältnis zu dem zu erwartenden Wachstum seiner Gewinne. Dies liegt daran, dass die Anleger natürlich mehr an Prognosen über die künftige Entwicklung interessiert sind als daran, wie viel ein Unternehmen in der Vergangenheit erwirtschaftet hat. Allerdings können seriöse Schätzungen über künftige Gewinne eines Unternehmens nur für das jeweils nächste und übernächste Jahr vorgenommen werden.
Â
Betrachten wir das Unternehmen aus unserem Beispiel: Im Jahr 2005 erzielte es einen Gewinn von einer Million Euro, sein aktuelles KGV ist neun. Im Jahr 2006 wird das Unternehmen wahrscheinlich einen Gewinn von 1,2 Millionen Euro erwirtschaften. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 20 Prozent. Damit liegt das KGV deutlich unter der zu erwartenden Zuwachsrate der Gewinne. Daraus ziehen Fundamentalanalysten den Schluss, dass die Aktie unterbewertet ist und in Zukunft Kurssteigerungen zu erwarten sind. Als angemessen bewertet gilt eine Aktie, wenn das KGV genauso hoch ist wie das erwartete Gewinnwachstum der nächsten Jahre. Ist das KGV höher als die geschätzte Zuwachsrate der Gewinne, dann ist die Aktie zu teuer.
Â
Kennziffern wie Dividendenrendite und KGV werden von Fundamentalanalysten nicht isoliert betrachtet, sondern in Bezug zu zahlreichen weiteren ökonomischen Informationen gesetzt und bewertet. Die Kunst einer guten Fundamentalanalyse liegt darin, die ungeheuren Datenmengen zu filtern und sinnvoll miteinander in Verbindung zu setzen. Die Entscheidung für oder gegen die Investition in eine bestimmte Aktie ist für einen Fundamentalanalysten immer in einen großen Kontext eingebunden und zumeist langfristig angelegt.
Â
Chartanalyse
Im Unterschied dazu ist die Chartanalyse (auch als technische Analyse bezeichnet) dynamischer orientiert. Chartisten suchen nicht primär nach Aktien, die sich langfristig positiv entwickeln. Sie wollen schnelle Gewinne erzielen. Das heißt, ökonomische Daten wie zum Beispiel Unternehmensbilanzen, Zinshöhe oder die wirtschaftliche Gesamtsituation sind aus ihrer Sicht unwichtig.
Â
Basis der Chartanalyse ist die Überlegung, dass sich die Mehrzahl der Anleger in ähnlichen Situationen immer wieder gleich verhält – kurz gesagt: Der Mensch ist auch an der Börse ein Herdentier. Jeder kauft, was alle kaufen. Kursverläufe werden weniger durch tatsächliche ökonomische Fakten als durch die stets wiederkehrenden Verhaltensmuster der Anleger bestimmt. Diese Verhaltensmuster spiegeln sich im Auf und Ab der Kurse wider.
Â
Wer die durch das Anlegerverhalten ausgelösten Gesetzmäßigkeiten in den Börsenbewegungen erkennt, kann sie gewinnbringend nutzen, denn er weiß, wie sich die Kurven unter bestimmten Voraussetzungen weiterentwickeln. Der Chartanalyst sucht also nach immer wiederkehrenden Formationen, um dann im richtigen Augenblick zu entscheiden, welche Aktien gekauft beziehungsweise verkauft werden müssen.
Â
Um diese Muster zu entdecken, arbeiten Chartanalysten mit Kurven, die in unterschiedlichen Formen die Bewegungen an den Börsen wiedergeben. Dabei unterscheiden sie zwischen drei Trends: aufwärts, abwärts oder seitwärts.
Â
Als Aufwärtstrend interpretiert der Chartanalyst eine Kurve, bei der jedes relative Hoch in einem Zeitraum höher ist als das nächste relative Hoch und jedes relative Tief höher als das vorhergehende Tief. Eine Umkehr des Aufwärtstrends kündigt sich an, wenn sich ein relatives Tief ausbildet, das deutlich niedriger liegt als die vorhergehenden Tiefpunkte. Dieses Ausreißen nach unten werten Chartanalysten als Verkaufssignal.
Â
Ein Abwärtstrend ist dadurch gekennzeichnet, dass jedes relative Hoch innerhalb eines Zeitraums niedriger ist als das vorhergehende Hoch und jedes relative Tief niedriger als sein Vorgänger. Erst wenn der Kurs auf ein relatives Hoch klettert, das deutlich über allen vorhergehenden relativen Hochs liegt, kann sich der Abwärtstrend wieder in einen Aufwärtstrend wandeln und möglicherweise eine Kaufempfehlung für die betroffene Aktie ausgesprochen werden. Bei einem Seitwärtstrend schwankt der Kurs über oft sehr lange Zeiträume ständig zwischen einem Hoch und einem Tief. Erst wenn der aktuelle Kurs über oder unter den Höchst- beziehungsweise Tiefstpunkt der Formation gelangt, kündigt sich ein Wechsel des Trends an.
Â
Grundsätzlich setzen Chartanalysten darauf, Aktien zu kaufen, die in einem Aufwärtstrend liegen, also begehrt sind beziehungsweise immer begehrter werden. Die Kunst liegt darin, aufgrund der Erfahrung im Wiedererkennen bestimmter Muster früher als andere einen Trend zu erkennen und zu nutzen. Denn je früher man einsteigt, desto billiger kauft man und desto höher ist der Gewinn, der sich erzielen lässt. Umgekehrt müssen Chartanalysten allerdings auch früher als andere erkennen, wann ein Trend wieder gebrochen wird, um dann rechtzeitig auszusteigen und den Gewinn zu sichern.
Â
Chartanalysten haben Spezialausdrücke geprägt, mit denen sie Formationen bezeichnen, die in den Börsenkurven häufig wiederkehren. Wichtige Formationen sind unter anderem:
Â
+ Kopf-Schulter-Formation
+ Unterstützung-/ Widerstandslinie
+ Untertasse
Â
Kopf-Schulter-Formation
Die folgende Abbildung zeigt eine so genannte Head-Shoulder-Top-Formation, also ein Kopf-Schulter-Muster, bei dem der Kopf nach oben zeigt. Erfahrene Chartanalysten erkennen das Muster rechtzeitig und werten es als typisches Signal für den Ausstieg aus einer Aktie.
Â

Kopf-Schulter-Formation
Â
Der Kurs der Beispiel- Aktie steigt, sie ist sehr begehrt und steigt von 30 auf den Preis von 45 Euro. Dieser erste im Chart sichtbare Kursanstieg ist von sehr hohen Umsätzen gekennzeichnet, das heißt, in dieser Phase werden sehr viele Beispiel- Aktien an der Börse gehandelt. An den Anstieg des Kurses schließt nun ein Rückgang an. Die Spitze, die den Umkehrpunkt zwischen Auf- und Abstieg des Kurses markiert, ist die so genannte Schulter des Charts.
Â
Nun fällt der Kurs bis auf 30 Euro, die Beispiel- Aktie ist nicht mehr so begehrt. Insgesamt jedoch halten die meisten Anleger, die beim ersten Anstieg gekauft haben, das Papier und verhalten sich abwartend. Daher sind die Umsätze der Beispiel- Aktie an der Börse in dieser Phase deutlich schwächer als in der Anstiegsphase vor Ausbildung der Schulter.
Â
Nun steigt die Kurve der Beispiel- Aktie wieder. Der Kurs erreicht bei 60 Euro den Höhepunkt des Charts, den Kopf. Die gesamte zweite Anstiegsphase ist von hohen Handelsumsätzen der Aktie gekennzeichnet. Wer nun schon erkannt hat, dass es sich bei dieser Formation um eine Kopf-Schulter-Formation handelt, verkauft seine Beispiel- Aktien, sobald der Aufstiegstrend gebrochen ist und der nächste Kursabfall beginnt. Der Kopf bildet den Zeitpunkt ab, von dem an die Beispiel- Aktie in einen abfallenden Trend geraten wird, der lange anhalten kann.
Â
Der Kursabfall verläuft allerdings nicht geradlinig immer weiter nach unten, sondern stoppt – genau wie beim ersten Mal – bei der Marke von 30 Euro. Verbindet man die beiden Tiefpunkte des Charts, so entsteht die so genannte Nackenlinie der Formation.
Â
Von der Nackenlinie ausgehend folgt eine zweite Erholung des Kurses, die aber nicht mehr die Höhe des Kopfes erreicht, sondern bei 45 Euro ungefähr in Höhe der ersten Schulter stehen bleibt und so die zweite Schulter ausbildet. Von nun an geht es bergab. Der Kurs fällt und durchbricht die Nackenlinie nach unten. Der Aufwärtstrend der Beispiel- Aktie ist nachhaltig gebrochen, wenn der Kurs mindestens drei bis vier Prozent unter 30 Euro fällt – spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte jeder, der noch Beispiel- Aktien besitzt, diese verkaufen.
Â
Â
Unterstützungslinie
Die nächste Abbildung zeigt – stark vereinfacht – die Ausbildung einer Unterstützungslinie. Sie markiert den Kurs, zu dem besonders viele Anleger bereit sind, die Beispiel- Aktie zu kaufen.

Unterstützungslinie
Â
Die Anleger halten das Papier immer dann für billig, wenn es diesen Kurs erreicht. Von diesem Moment an beginnen sie zu kaufen, die Nachfrage überwiegt das Angebot, und der Kurs steigt automatisch an.
Â
Der nächste Chart zeigt eine Widerstandslinie. Sie markiert den Kurs, der von der Mehrzahl der Anleger als der höchstmögliche Preis des Papiers eingeschätzt wird.

Widerstandslinie
Â
Â
Die Anleger gehen davon aus, dass die Beispiel-Aktie kein weiteres Kurssteigerungspotenzial mehr hat, und beginnen zu verkaufen. Potenzielle Käufer der Beispiel- Aktie verhalten sich zuerst abwartend, denn schließlich möchten sie das Papier zu einem möglichst günstigen Preis erwerben und nicht den Höchstkurs bezahlen. Da also das Angebot die Nachfrage übertrifft, muss der Kurs fallen.
Â
Widerstandslinien können sich zu Unterstützungslinien wandeln und umgekehrt, wie die folgende Abbildung illustriert. Entwickelt sich der Kurs der Beispiel- Aktie in einem Aufwärtstrend, so markiert jede nach oben durchbrochene Widerstandslinie eine neue Unterstützungslinie. Bei einem Abwärtstrend verhält es sich genau umgekehrt.
Â

Unterstützungslinie/ Widerstandslinie
Â
Â
Â
In einem solchen Kurvenbild spiegelt sich die Tatsache wider, dass viele Anleger, die beim ersten erreichten relativen Kurshöhepunkt noch nicht gekauft haben, zuerst einmal abwarten, bis die Beispiel- Aktie auf einen günstigeren Einstiegskurs fällt. Dann erhöht sich die Nachfrage nach der Beispiel- Aktie erneut, der Kurs steigt. Ein zweiter relativer Kurshöchst- stand wird erreicht, viele Anleger entschließen sich, nun den erzielten Gewinn zu realisieren, und verkaufen die Beispiel- Aktie. So fällt der Kurs wieder – allerdings nur bis zu dem Punkt, der in der ersten Runde die Widerstandslinie markierte, die sich nun zur Unterstützungslinie wandelt. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die Beispiel- Aktie ihren absoluten Höchststand erreicht hat. Von diesem Punkt aus fällt der Kurs in genau umgekehrter Weise Stück für Stück.
Â
Der Wechsel von Widerstand zu Unterstützung und umgekehrt hat sehr viel mit den Emotionen der Anleger zu tun. Unbewusst empfinden viele Menschen den vorhergegangenen relativen Höchststand einer Aktie in einem Aufwärtstrend als neuen möglichen Tiefstpunkt, der nicht mehr nach unten durchbrochen werden kann. Das heißt, wer von dem Aufwärtstrend der Beispiel- Aktie noch profitieren will, muss zu diesem Punkt einsteigen – billiger wird es nicht mehr. In einem Abwärtstrend verhalten sich die meisten Anleger genau umgekehrt: Der Kurs, der vorher die Unterstützungslinie markierte, wandelt sich zum Widerstand. Die Anleger glauben nicht mehr daran, dass der Kurs diese Marke nach oben durchbricht, das heißt, sie werten das Erreichen dieses Punktes als Verkaufssignal. Häufig liegen Widerstands- beziehungsweise Unterstützungslinien bei glatten Kursmarken, zum Beispiel 100 Euro. Diese Marken sind im Gedächtnis der Anleger präsent und können so leichter als gebrochene Preise zu psychologischen Barrieren beziehungsweise zu Kauf- oder Verkaufssignalen werden.
Â
Die in der folgenden Abbildung gezeigte Formation der Untertasse interpretieren Chartanalysten als Signal für nachhaltig steigende Kurse.

Abbildung 5: Untertassen-Formation
Â
Der ganz allmählich sinkende und dann wieder leicht steigende Preis für die Beispiel- Aktie bildet den Teller. In dieser Phase durchläuft die Beispiel- Aktie einen Seitwärtstrend. Sehr häufig zeigt sich ein derartiges Bild nach einem sehr starken Kursanstieg. Der Preis der Beispiel- Aktie konsolidiert sich auf einem bestimmten Niveau, spektakuläre Ausreißer nach oben oder unten finden nicht statt. Es wirkt dann so, als sei den Anlegern ein wenig »die Puste ausgegangen«. Die getätigten Umsätze der Beispiel- Aktie – also die tatsächliche Menge der gehandelten Papiere – verlaufen in dieser Konsolidierungsphase parallel zur Kursentwicklung. Das heißt, wenn der Kurs sich abwärts bewegt, sinken die Umsätze und umgekehrt.
Â
Wenn der Durchbruch durch den Tellerrand stattfindet und die Beispiel-Aktie bei deutlich steigenden Umsätzen einen Kurs erreicht, der drei bis vier Prozent über diesem Rand liegt, ist davon auszugehen, dass ein Aufwärtstrend bevorsteht. Chartanalysten empfehlen in einem solchen Fall den Kauf der Beispiel- Aktie.
Â
Chartanalysten arbeiten mit sehr ausgefeilten Grafiken und spezialisierten Computerprogrammen. Trotzdem beruht die Interpretation der Kurven in vielerlei Hinsicht auf der Intuition des jeweiligen Analysten. Jahrelange Erfahrung, ein gutes visuelles Gedächtnis und die Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen, gehören sicherlich zu den wichtigsten Eigenschaften eines guten Chartanalysten.
Â
Ich persönlich arbeite allerdings wenig mit Charts, da ich meinen Mandanten grundsätzlich dazu rate, auch bei der Investition in Aktien langfristig zu denken. Betrachtet man den Kursverlauf von Aktien über lange Zeiträume, dann rücken die ökonomischen Fakten und damit die Fundamentalanalyse stärker in den Mittelpunkt. Das Herdenverhalten der Anleger, auf dem die Chartanalyse letztendlich beruht, ist immer nur in einem eng begrenzten Zeitrahmen relevant. Aktien, die aufgrund der wirtschaftlichen Potenz der hinter ihnen stehenden Unternehmen ein substanzielles Wachstumspotential besitzen, können zwar auch in Abwärtstrends geraten, doch auf lange Sicht erbringen sie fast immer gute Renditen.
Â
Grundsätzlich rate ich allen Anlegern, die in Aktien investieren möchten, die für sie in Frage kommenden Papiere unter verschiedenen Gesichtspunkten zu bewerten. Dabei können sowohl die Chart- als auch die Fundamentalanalyse hilfreich sein. Die Fundamentalanalyse kann einem Anleger zum Beispiel dazu dienen, Aktien zu suchen, in die sich eine langfristige Investition lohnt. Hat man diese Aktien identifiziert, ist es möglich, die Chartanalyse zu nutzen, um den günstigsten Zeitpunkt für den Kauf der jeweiligen Papiere zu bestimmen.
Â
Wer an der Börse erfolgreich sein will, muss allerdings nicht nur wissen, welche Aktien man wann kauft beziehungsweise verkauft. Genauso wichtig ist es, das Risiko der Investitionen breit zu streuen und in Aktien aus verschiedenen Branchen und Ländern zu investieren. So lassen sich Verluste in einem Sektor durch Gewinne in einem anderen auffangen und ausgleichen. Die dahinter stehende einfache Binsenweisheit lautet: Setze niemals alles auf eine Karte! Von Investitionen in Einzelaktien rate ich meinen Mandaten grundsätzlich ab. Wer langfristig gute Renditen mit Aktien erzielen möchte, muss seine Anlage diversifizieren. Dies bedeutet auch, den Blick über den Tellerrand des eigenen Heimatlandes hinaus zu richten und weltweit nach Aktien mit gutem Potenzial zu suchen.
Â
Tipps immer kritisch hinterfragen
Doch Vorsicht: Oft werden Anlegern sehr exotische Aktien aus Indien, Thailand oder anderen Schwellenländern empfohlen. Einer meiner Mandanten hatte zum Beispiel in einer Zeitschrift, die sehr spekulative Tipps gibt, gelesen, die Aktie eines indischen Telecomzulieferers mit Namen Mahanamagar habe gute Renditechancen. Das Papier war in Deutschland lediglich an der Berliner Börse notiert und konnte daher auch nur dort gekauft werden.
Â
In solchen Fällen rate ich immer zur Vorsicht. Stellen Sie sich vor, ein Anleger kauft tatsächlich Mahanamagar- Aktien. Der Wert seiner Investition wird in seinem Depotauszug am Jahresende mit 2.000 Euro beziffert. Am 5. Januar aber geht die indische Firma Pleite. Als deutscher Anleger hat er nun kaum die Möglichkeit, die indische Wirtschaftspresse zu verfolgen und sich über die Situation einer Firma wie Mahanamagar schnell zu informieren. In Zeitungen wie dem Handelsblatt oder der Financial Times Deutschland sind weder die Aktienkurse derartiger ausländischer Gesellschaften aufgeführt, noch finden sich dort Hintergrundberichte über diese Unternehmen. So könnte es sein, dass der Anleger noch wochenlang glaubt, Aktien im Wert von 2.000 Euro zu besitzen – tatsächlich hat er sein Geld jedoch längst verloren.
Â
Mein Empfehlung lautet daher: Anleger, die Aktien erwerben möchten, sollten sich zwar international orientieren, sich dabei aber auf große Unternehmen konzentrieren, deren Papiere an allen Börsenplätzen der Welt gehandelt werden.
Â
Mir sind Beispiele von Aktien aus asiatischen Ländern bekannt, die nur für kurze Zeit in Deutschland erhältlich waren. Da die Papiere an deutschen Börsen aber nur wenig Umsatz erzielten, entschlossen sich die Unternehmen nach einiger Zeit, sie nicht mehr in Deutschland anzubieten und so die Kosten, die das Listing an der Börse verursacht, einzusparen. Für Anleger, die sich zum Kauf einer derartig exotischen Aktie entschließen, entsteht damit ein Problem. Sie können die Aktie zum Beispiel plötzlich nur noch an einer Börse in China, Indien oder Singapur verkaufen. Gleichzeitig kann man sich nicht mehr über ihren Kurs informieren, denn der wird nur in den dort verbreiteten Zeitungen verzeichnet. Diese Zeitungen kann der deutsche Anleger aber nicht lesen – er verliert also völlig die Kontrolle über seine Investition.
Â
Genau dies darf nicht geschehen: Wer Geld in Aktien investiert hat, muss jederzeit Zugang zu den neuesten Informationen über den Wert und die Chancen seiner Anlage haben.
Â
Ein Aktionär, der diese Grundregeln für eine langfristig erfolgreiche Geldanlage in Aktien beachtet, sollte die Schwankungen der Börse möglichst gelassen hinnehmen. Wer solide Werte aus unterschiedlichen Branchen und Ländern in seinem Depot hat, muss auch in Phasen fallender Kurse nicht die Nerven verlieren, sondern kann diese Zeiten aussitzen. Insgesamt hat die Vergangenheit gezeigt, dass der langfristige Trend an den Börsen nach oben gerichtet ist. Immer noch gilt der Ausspruch des legendären Börsenspekulanten André Kostolany (1906–1999), der allen Anlegern mit einem Augenzwinkern folgende Methode empfahl:
»Eine internationale Palette von Aktien kaufen, in der Apotheke Schlaftabletten erwerben und dann den Wecker auf fünf Jahre später stellen.«
+++ Eintritt frei ins Paradies der Superreichen +++
Es gibt einen Markt, der in den vergangenen zehn Jahren eine 54-mal (!) höhere Rendite als der DAX abgeworfen hat (ohne Trading).
Die Renditen sind unschlagbar und vollkommen unabhängig von neuen Katastrophen an der Wall Street.
Machen Sie sich sofort startklar! Sie können bereits nach vier Monaten Ihr Kapital -nachweislich - verdoppeln!
Erfahren Sie mehr über das Rendite-Paradiesähnliche Beiträge:
Kostenlose Newsletter
Gratis Börsenkommentar
Tragen Sie sich hier ein für "Investors Daily"