Aktien und Inflation
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Paris in Investors Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 01. Juni 2004 18:00 Uhr
ENL5454
*** "Die Zentralbanker haben Spekulationsblasen mit Luft gefüllt", so Martin Spring weiter (siehe mein Beitrag oben). "Weil die Flut von leichtem, billigem Geld erheblich größer war als das, was zur Finanzierung des Wirtschaftswachstums notwendig gewesen wäre, ist das überschüssige Geld in alle Anlageklassen geflossen. An vielen Märkten haben sich Spekulationsblasen gebildet – nicht nur am sehr wichtigen und politisch sensitiven Markt für private Immobilien, sondern auch an anderen Märkten, wie bei Aktien, Anleihen und Rohstoffen."
"Die Zentralbanker würden bei diesen Spekulationsblasen gerne ohne Knall etwas Luft herauslassen. Aber jetzt wissen sie, dass signifikante Zinserhöhungen das nicht bezwecken würden – denn sie würden sie platzen lassen. Mit gefährlichen Konsequenzen für die Volkswirtschaften, die politischen Systeme und sogar die politische Stabilität. Die Risiken sind groß. Deshalb bin ich sicher, dass die Zentralbanker extrem vorsichtig sein werden, wenn es um Zinserhöhungen geht."
*** In einer Deflation werden die Aktienkurse natürlich fallen. Aber was ist in einer Inflation?
Nochmal Martin Spring:
"Vor kurzem hat Barclays Capital eine Studie veröffentlicht. In dieser Studie wurde untersucht, wie vier reale Anlageklassen – Aktien, Immobilien, Rohstoffe und inflationsgesicherte Staatsanleihen – langfristig ihre Besitzer vor Inflation geschützt haben. Einige der Ergebnisse dieser Studie sind erstaunlich:"
"In den drei inflationsmäßig sehr unterschiedlichen Perioden des letzten Jahrhunderts – der Deflation während der 1920/30, der hohen Inflation der 1970er und der niedrigen/stabilen Inflation der letzten Jahre – haben britische Aktien 'negative reale Renditen erzielt.'"
"Meist war es im letzten Jahrhundert so, dass die Performance der Aktien litt, wenn die Inflationsrate stieg ..."