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Und ewig ruft das KGV
Von Axel Retz | . | Artikelbewertungen
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von Axel Retz

Was mir am Wochenende auffiel: In der Presse mehren sich die negativen Kommentare zur Börse, die mittlerweile den optimistischen Prognosen die Waage halten.


Auffällig ebenfalls Immer mehr bullish gestimmte Analysten vergreifen sich an dem Argument, dass der Dax und auch der Dow Jones doch „billig" sei, wenn man ihn mit seinem historischen KGV (Kurs/Gewinn-Verhältnis) vergleicht.

Das erinnert mich an eine Vorlesung eines Volkswirtschafts-Professors: Zwei Kursverläufe wurden vorgestellt. Und uns wurde aufgetragen festzustellen, ob zwischen ihnen eine Korrelation bestand.

Sie bestand. Und wir (ca. 450) Studenten bejahten das in seltener Geschlossenheit. Nur:

Die eine Kurve gab die Anzahl verkaufter PKWs in den USA wieder, die andere die Anzahl der in der BRD registrierten Klapperstörche. Sehen Sie sich mal den nachfolgenden Chart an:

Chart

Oben sehen Sie den Dow Jones, unten das KGV (Kurs/Gewinnverhältnis). Eine signifikante Korrelation der beiden Kurven ist NICHT feststellbar. Das gilt (nicht abgebildet) ganz genauso für den Dax. Fragen Sie sich einfach einmal selbst: Wann hätten Sie aus diesem Chart irgendwelche für Ihre Investments fruchtbaren Signale ziehen können, die über eine Zufälligkeit von 50:50 hinausgegangen wären?

Nie!

Vergessen Sie das KGV! Kein KHV ist zu hoch, als dass es nicht noch höher steigen könnte. Und keines zu niedrig, als dass es nicht noch weiter fallen könnte. Was der Markt will, sagt Ihnen der Chart! Dazu im nächsten Beitrag.


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