Insiderhandel | Insidertransaktionen

Insiderhandel ist strafbar – Profitieren von veröffentlichten Insidertransaktionen hingegen nicht. Doch sollten Sie schon genau hinschauen, um die richtigen Schlüsse aus den Insiderkäufen oder -verkäufen ziehen zu können. Unsere Experten unterstützen Sie dabei.

Insiderhandel ist strafbar – das Profitieren von veröffentlichten Insidertransaktionen hingegen nicht

Es gibt sicher ein dutzend Newsletter und Börsendienste, die auf Insidertransaktionen setzen und Ihnen dabei unbegrenzte Gewinne versprechen. Funktioniert das aber überhaupt? Einige können wirklich eine gute Performance in der Vergangenheit vorweisen. Allerdings ist die Kursentwicklung vor allem bei kleinen Small Caps und Penny Stocks oft schwer nachzuvollziehen.

Erinnern Sie sich an eine unserer wichtigsten Regeln für Investoren: “Eine Strategie funktioniert meist dann nicht mehr, wenn sie von allen umgesetzt wird.”

Sehen wir uns die Strategie des “Insider-Trading” näher an…

Die Sache mit Insidertransaktionen könnte nach folgendem Muster ablaufen: Das Management von kleinen Small Caps kennt dieses Phänomen und fängt an, Aktien zu kaufen um so den Kurs des eigenen Unternehmens nach oben zu treiben. Der Kurs steigt, obwohl sich die Fundamentaldaten nicht verbessert haben. Vor kurzem ging eine Firma sogar so weit und veröffentlichte eine Pressemeldung über eine Insidertransaktion!

Wichtig ist zu erkennen, weshalb das Management eigene Aktien kauft. Will es nur den Kurs aufblasen? Muss es die Aktien aus irgendwelchen Gründen kaufen? Oder kauft es sie freiwillig, weil es weiß, dass die demnächst veröffentlichten Zahlen besser sein werden, als erwartet? Manchmal ist das gar nicht so einfach zu sagen.

Auch Insiderverkäufe können einen auf die falsche Fährte führen…

Ein Firmenchef kann beispielsweise eigene Aktien verkaufen, um sein Portfolio zu streuen. Viele Manager bekommen jede Menge Mitarbeiteroptionen. Damit sie nicht gegen Vorschriften der Börsenaufsicht verstoßen, etwa die Veröffentlichung von Übernahmeangeboten usw., sind sie manchmal gezwungen, Teile ihres Aktienpaketes zu verkaufen.

Verurteilen Sie deshalb solche Verkäufe nicht gleich von vorneherein. Allerdings können diese Insiderverkäufe den Kurs selbst einer guten Aktie auf Dauer unten halten. Zum Beispiel kommt eine der besten Techaktien der Welt, mit einer Gewinnspanne von 31 Prozent und einem Gewinnwachstum von 16 Prozent im Jahr einfach nicht hoch. Die Anleger warten und warten und denken, dass die Aktie nach oben ausbrechen könnte. Aber sie warten vergeblich.

Der Grund? Der Chef des Unternehmens verkauft das ganze Jahr über große Aktienpakete um seine wohltätigen Stiftungen zu finanzieren. Alleine im Februar verkaufte der Mann 40 Millionen Aktien im Wert von einer Milliarde US-$. Kein Wunder also, dass die Aktie nicht steigt.

Das Unternehmen, von dem ich spreche ist Microsoft. Der Chef ist Bill Gates, die Stiftung ist die Bill and Melinda Gates Foundation. Mit einem Stiftungsvermögen von 30 Milliarden US-$ ist sie die größte der Welt.

Insgesamt helfen Insidertransaktionen vielleicht beim entdecken unterbewerteter Aktien.

Aber verlassen Sie sich nicht nur auf diese Informationen. Es gibt kein einfaches Rezept um Gewinner zu finden. Sie müssen schon Ihre Hausaufgaben machen und sich ansehen, warum eine Insidertransaktion stattfindet.

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