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VW Aktie: Volkswagen Aktie: War da was?

Es war eine kurze, aber umso heftigere Eskalation, die sich in den vergangenen Wochen zwischen Volkswagen und zwei seiner Zulieferbetriebe abgespielt hat.

Die Zulieferer Car Trim und ES Automobilguss hatten VW kurzerhand nicht mehr beliefert. Vordergründig ging es dabei um eine Auseinandersetzung zwischen Prevent, dem Mutterkonzern beider Zulieferer, und den Wolfsburgern über die Kosten für ein gescheitertes Gemeinschaftsprojekt.

Tatsächlich aber dürfte der Schuh an ganz anderer Stelle drücken. Seit dem Skandal um systematisch manipulierte Abgaswerte in zahlreichen Modellen seiner Flotte, steht Volkswagen massiv unter Druck.

Abgasskandal lastet auf VW

Vor fast genau einem Jahr war bekannt geworden, dass der Konzern Software in diverse Dieselfahrzeuge einbauen ließ, die identifiziert, wenn sich das Auto auf einem Prüfstand befindet und dann automatisch den Abgasausstoß verringert, um die geforderten Grenzwerte einzuhalten. Die unter Laborbedingungen gemessenen Werte waren jedoch wesentlich geringer als der tatsächliche Schadstoffausstoß im Straßengebrauch, wenn die Manipulationssoftware nicht eingriff.


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Der Skandal zog einen ganzen Rattenschwanz unschöner Konsequenzen für Volkswagen nach sich: Die Aktie rauschte in den Keller, US-Kunden wurden immense Schadensersatzsummen zugesichert, hinzu kommen Strafzahlungen an Behörden und nicht zuletzt ein massiver Reputationsverlust für das Unternehmen und die Marke Volkswagen.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Skandal sich immer mehr ausweitete: Es waren mehr Modelle betroffen als anfangs bekannt und es waren wohl auch zahlreiche ranghohe Manager in das Vorgehen eingeweiht.

Kurzum: Die Vorwürfe wiegen schwer, die Kosten sind hoch und Volkswagen ist angehalten, Einsparungen vorzunehmen. Also versuchen die Wolfsburger offenbar, auch bei Zulieferern an der Preisschraube zu drehen und (noch) günstigere Konditionen auszuhandeln.

Üblicherweise bekommen große Hersteller ohnehin äußerst günstige Preise, die Zulieferbetriebe kalkulieren mit knappen Margen. Eine gewisse Machtposition erhalten sie jedoch, wenn sie die einzigen sind, die den Großkunden mit Spezialteilen beliefern – so wie im Falle von Volkswagen, Car Trim und ES Automobilguss.


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Lieferstopp und Kurzarbeit

Der Lieferstopp führte zwischenzeitlich zu einem Produktionsstopp beim Golf und zu Kurzarbeit im VW-Werk Emden, weitere Werke waren von ähnlichen Einschnitten bedroht. Das Ganze ging vor Gericht, wo per Eilentscheidung beschlossen wurde, dass VW die benötigten Teile notfalls mit Gerichtsvollzieher beschlagnahmen kann, um weitere Produktionsausfälle zu verhindern.

Kein Wunder also, dass beide Seiten bemüht waren, die Sache schnell aus der Welt zu schaffen. Und so gab es bereits nach wenigen Tagen einen Durchbruch. Über die Details wurde Stillschweigen vereinbart, bekannt ist lediglich, dass beide Zulieferbetriebe VW auch in den kommenden Jahren beliefern werden. Viele Beschäftigte rechnen jedoch damit, dass Volkswagen die Zeit nutzen wird, um sich nach alternativen Anbietern umzusehen. Für die kleinen Zulieferbetriebe wäre das eine Katastrophe.

Doch auch Volkswagen musste viel Kritik einstecken: Hätte sich die Auseinandersetzung länger hingezogen und wären tatsächlich tausende Mitarbeiter für längere Zeit in Kurzarbeit geschickt worden, hätte der Steuerzahler hierfür kräftig mitzahlen müssen – und damit letztlich für Versäumnisse gehaftet, die der Wolfsburger Konzernführung anzulasten sind.

VW Aktie reagiert robust

Die VW Aktie hat unterdessen nur vergleichsweise geringfügig auf die Liefer- und Produktionsprobleme reagiert, auf Monatssicht ist eher eine Seitwärtsbewegung zu beobachten. Ein heftiger Kurssturz blieb ebenso aus, wie eine allzu deutliche Erholung nach Beilegung des Konflikts.

Analysten sind inzwischen wieder mehrheitlich optimistisch gestimmt und räumen der VW Aktie noch einiges Aufwärtspotenzial ein. Die Schätzungen gehen dabei teilweise auf gut 180 Euro (JP Morgan, UBS). Zuletzt pendelte das Papier im Bereich zwischen 120 und 125 Euro.

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Über den Autor Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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