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VW Aktie: Volatilität und VW: Das ist das VW-Put-Phänomen

Der Handel mit Optionsscheine erfordert eine Menge Erfahrung und Wissen. Tatsächlich reicht angelesenes Wissen allein nicht aus, denn nur wenn man am eigenen Leibe viele leidvolle Erfahrungen gemacht hat, wird man „wirklich“ wissen, wie solche Optionsscheine ticken.

Das trifft ganz besonders für Optionsscheine zu, die einen hohen Hebel haben und somit weit aus dem Geld liegen, also richtig Rendite erwirtschaften können (mehrere hundert Prozent). Hier werden aber auch die meisten Fehler gemacht.

Hebelprodukte sind einfacher zu beherrschen

Aus diesem Grund sollten Unerfahrene auch erst einmal mit kleinen Summen bei solchen Scheinen einsteigen und ansonsten auf Zertifikate vertrauen. Hier fallen solche Aspekte wie Volatilität und Zeitwertverlust nicht ins Gewicht.

Diese Hebelprodukte sind allerdings nahezu immer Knock-Out-Produkte. Das heißt, wenn der Basiswert in die falsche Richtung läuft, wird der Schein je nach Typ entweder wertlos oder automatisch zu einem Restwert ausgestoppt. Und zwar dann, wenn diese Knock-Out- oder Stopp-Schwelle erreicht ist.

Hoher Hebel nur bei Optionsscheinen vernünftig

Will man jedoch einen hohen Hebel, müsste man das Zertifikat dann kaufen, wenn der Basiswert sehr nahe an dieser Knock Out Schwelle notiert. Das birgt aber die Gefahr, schnell ausgeknockt zu werden.

Wenn Sie also richtig große prozentuale Gewinne erwirtschaften wollen, müssen Sie auf Optionsscheine ausweichen. Und hier wird es ganz übel, denn es gibt eine Unmenge von Kennzahlen, gemeinhin „Griechen“ genannt, die gerade für einen Anfänger kaum zu durchblicken sind.

Die Vorteile von Optionsscheinen

Ich will heute nicht auf die Einzelheiten des Handels mit Optionsscheinen eingehen. Damit kann man ganze Bücher füllen. Ich will mich auf ein kleines Thema konzentrieren: Die Volatilität. Es gibt zwei Arten von Volatilität, die historische Volatilität, welche die Kursschwankungen des Basiswertes in der Vergangenheit darstellt, und die implizite Volatilität, die die vom Emittenten erwartete zukünftige Kursschwankung abbildet.

Obwohl beide miteinander zusammenhängen, ist die letztere für den Handel von Optionsscheinen von entscheidender Bedeutung.

Die implizite Volatilität

Denn gerade Optionsscheine, die weit aus dem Geld sind, also sich noch weit entfernt vom Basispreis befinden, sind extrem abhängig von der Volatilität.


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Die Abhängigkeit bestimmt sich wie folgt: Je höher die Volatilität, desto teurer die Scheine.

Nun kennt man das, wenn die Kurse kräftig fallen, springt die Volatilität an, die Optionsscheine werden „insgesamt“ teurer. Gerade bei Scheinen, die sehr weit aus dem Geld sind, kann man interessante Effekte erleben (und sogar ausnutzen).

So kommt es nicht selten vor, dass Call-Optionsscheine, die sehr weit aus dem Geld sind, bei stark fallenden Kursen ansteigen! Und das nur, weil die implizite Volatilität massiv zulegt und somit insgesamt alle Optionsscheine teurer werden. Hier überkompensiert der Effekt der Volatilität die Kursverluste.

Die Sicherheit nach unten

Diesen Effekt kann man sich zunutze machen. Wenn Sie langfristig von einem starken Trend überzeugt sind, können Sie bei einem größeren Kurseinbruch (Konsolidierung) einfach einen Optionsschein kaufen, der weit aus dem Geld ist (lange Laufzeit, reale Chance, dass er noch innerhalb der Laufzeit ins Geld läuft).

Wenn Sie hier (mit etwas Erfahrung) einen guten Zeitpunkt erwischen, können die Kurse auch weiter fallen, der Schein wird trotzdem kaum noch an Wert verlieren. Sie sichern sich also nach unten durch diesen Volatilitätseffekt ab. So brauchen Sie nicht genau das Tief zu erwischen, was bei starken Kurseinbrüchen gemeinhin schwierig ist.

Keine Sicherheit gibt es umsonst

Diese „Sicherheit“ erkaufen Sie sich allerdings auf der anderen Seite damit, dass der Schein, wenn sich die Kurse wieder erholen, zunächst nur kaum oder sehr zäh zulegt.

Das hat folgenden Grund. Wenn die Kurse nach einem starken Einbruch und dem damit verbundenen starken Anstieg der Volatilität wieder ansteigen, wird die Volatilität wieder sinken. Wenn die Volatilität sinkt, werden die Optionsscheine insgesamt wieder „billiger“.

Und so werden die Kursgewinne des Optionsscheins, die durch die steigenden Kurse des Basiswertes bedingt sind, durch den Abbau der Volatilität wieder aufgezehrt. Kurz: Viele Optionsscheine (die aus dem Geld sind) bewegen sich gerade zu Beginn einer Erholung zunächst kaum mit.

Eine Falle, in der schon viele hineingetappt sind

Leider kennen diesen Effekt die meisten Anleger, die mit Optionsscheinen handeln, eher auf der „negativen“ Seite. Sie kaufen einen solchen Optionsschein, wenn sie meinen, das Tief sei erreicht, und wundern sich dann, dass er sich trotz hohem Hebel und steigenden Kursen einfach nicht bewegen will. Sehr ärgerlich, aber tatsächlich einfach nur logisch.


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Wenn Sie nach einem Einbruch auf eine schnelle Gegenbewegung setzen wollen, müssten Sie bei Optionsscheinen sehr genau das Tief erwischen, das ist natürlich schwierig. Sie sollten daher bei hoher Volatilität und kurzem Anlagezeitraum (kurze Gegenbewegung) eher auf Zertifikate zurückgreifen.

Steigende Kurse führen zu steigender Volatilität?

Das Gleiche geht, allerdings zugegebenermaßen nur in seltenen Fällen, auch umgekehrt. Das liegt daran, dass Kurse gemeinhin langsamer steigen, als fallen. Einen Aufwärtscrash erlebt man eben nur sehr selten. So kommt es, dass auch immer wieder gerne bestritten wird, dass die Volatilität auch bei steigenden Kursen steigen kann. Das zu bestreiten ist natürlich Quatsch.

Tatsächlich kann es bei einem „Aufwärtscrash“ auch zu stark steigender Volatilität kommen. Einen solchen „Aufwärtscrash“ erlebten wir im März 2012 bei Volkswagen, Stichwort Volatilität und VW:

Chart

Quelle: www.onvista.de

Seitdem Volkswagen in den letzten Tagen fast schon dramatisch anstieg, stieg auch die Volatilität und zwar ebenso dynamisch. Ein klarer Beweis.

Volatilität und VW: Der Volkswagen-Put ohne Verluste

Der nette Nebeneffekt: Der Schein, den ich meinen Lesern vom Target-Trader empfohlen hatte, war, obwohl Volkswagen seitdem weiter deutlich zulegen konnte, keinen Cent billiger geworden! Da dieser Optionsschein eine lange Laufzeit hat, konnte ich hier ab einem bestimmten Punkt (an dem die Vola drehte und wieder angestiegen ist) einfach gelassen einsteigen in dem Wissen, einen gewissen Sicherheitspuffer zu haben (der natürlich auch irgendwann aufgebraucht sein wird).

Und genau in solchen Fällen sind Optionsscheine jedem Zertifikaten dramatisch überlegen! Bei einem Zertifikat, hätten Sie zum einem niemals derart hohe Gewinnchancen gehabt. Doch auch bei wesentlich kleineren Gewinnchancen müssten Sie nun wahrscheinlich bangen, bald ausgeknockt zu werden.

Bei dem Optionsschein ist noch nicht viel passiert. Die Laufzeit ist noch lang. Hier kann man abwarten und hat Zeit, während der Schein sich kaum bewegt.

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