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Lufthansa Aktie: Lufthansa-Aktie im freien Fall – Was ist da los?

Die Lufthansa war schon vor Terroranschlägen und Putsch in der Türkei nicht unbedingt ein Gewinnbringer. Doch diese Ereignisse führten nun sogar zu einer Gewinnwarnung. Börsen-Experte Mick Knauff untersucht, wie es mit der Lufthansa-Aktie weitergeht!

Heute bin ich für Sie einmal wieder im Außeneinsatz: Thema Lufthansa. Die Aktie der Lufthansa kann sich über fehlende Aufmerksamkeit nicht beklagen.

Der Grund für diese Aufmerksamkeit ist aber weniger schön: Warum dümpelt die Aktie bei weniger als 11 Euro herum, während der Gesamtmarkt teigende Kurse zeigt? Egal in welchem Zeithorizont ich schaue: die Lufthansa ist ein Underperformer.

Woran liegt es denn, frage auch ich mich. Schließlich ist der Ölpreis, ein maßgeblicher Kostenfaktor, immer noch vergleichsweise niedrig. Das müsste doch den Gewinnen bei Lufthansa zugute kommen.

Niedrige Kerosinpreise nutzen jedoch allen Airlines, so dass die Lufthansa daraus keinen Wettbewerbsvorteil ziehen kann.

Und während andere große Airlines staatlich subventioniert werden, man denke nur an diverse Gesellschaften aus dem arabischen Raum, muss die Lufthansa auf eigenen Beinen stehen. Dazu kommt eine streikfreudige Gewerkschaft, die wenig Verständnis zeigt für das wettbewerbsstarke Umfeld der Airline.

Dazu kommen noch externe Faktoren, auf die die Lufthansa keinerlei Einfluss hat. Jeder neue Terroranschlag in touristisch interessanten Ländern oder auch der Putschversuch sowie der anschließend ausgerufene Notstand in der Türkei belastet die Flugbranche insgesamt.

In der Cargo-Sparte sind die Probleme hingegen hausgemacht. Aufgebaute Überkapazitäten drücken natürlich auf die Marge und eröffnen Kunden Verhandlungsspielräume, die die zu nutzen wissen. Entlastung soll eine Stärkung des Billigflugbereichs bringen.

Billig-Airlines gehören teils zu den profitabelsten der Welt, während die Lufthansa mit besserem Service weniger gut dasteht. Um die Kernmarke Lufthansa nicht zu verwässern, laufen diese Versuche jedoch unter dem Namen Eurowings. Bis die Erfolge zeitigen, kann es aber noch eine Weile dauern.

CEO Carsten Spohr musste nun erst einmal eine Gewinnwarnung veröffentlichen. Das zerstört natürlich Aktionärsvertrauen, kann dieses Mal aber noch gut erklärt werden. Dass Europa von einer Terrorwelle überzogen und in der Türkei die Demokratie abgeschafft wird, konnte die Lufthansa schließlich beim besten Willen weder ahnen noch verhindern.

Fazit: Es gibt viel zu tun für die Lufthansa

Die Lufthansa hat einen starken Namen, der international bei Kunden bekannt ist. Doch Bekanntheit bringt noch keine Gewinne – an denen hapert es seit Jahren und Besserung ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht.

Ich meine daher: Sie finden mit Sicherheit aussichtsreichere Aktien als die der Lufthansa. Gern bin ich Ihnen bei der Auswahl auch behilflich. Schauen Sie sich doch einmal mein Klartext-Depot an – gratis und unverbindlich natürlich.

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Über den Autor Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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