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Aktien: Bristol-Myers Squibb: Pharma-Riese vor dem Turnaround?

Die Bristol-Myers Squibb Company (BMS) ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, dessen Fokus auf der Forschung, Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb verschreibungspflichtiger und rezeptfreier Medikamente liegt.

Die Produktpalette ist dabei breit gefächert und umfasst sowohl lebenserleichternde, lebensrettende als auch lebensverlängernde Medikamente für Patienten mit Herz- und Infektionskrankheiten, Alzheimer, Diabetes, Krebs, psychischen Störungen, Rheuma und Schmerzen im allgemeinen Sinne.

Zum Kundenkreis von Bristol-Myers Squibb zählen Groß- und Einzelhändler, Krankenhäuser und Ärzte weltweit. Der Konzernfokus liegt vor allem auf der Forschung & Entwicklung (F&E) neuer Medikamente. In 2015 betrugen die Aufwendungen für F&E 4,4 Mrd. US-Dollar, das entspricht einem ¼ des weltweiten Konzernumsatzes in 2015 (16,6 Mrd. US-Dollar).

Diese Aufwendungen sichern den Fortbestand des Konzerns. Denn auslaufende Patente auf ehemalige Blockbuster-Medikamente (Medikamente, die einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Dollar generieren) stellen für jedes Pharmazieunternehmen die größte Herausforderung dar.

Schließlich lauern findige Generika-Hersteller darauf, eben diese Medikamente nach Auslaufen der schützenden Patente deutlich billiger nachproduzieren und ebenfalls deutlich günstiger weitervertreiben zu können.

Mit Penicillin begann die Erfolgsgeschichte

Die Anfänge von Bristol-Myers Squibb reichen bis in das Jahr 1858 zurück, als Edward Robinson Squibb das nach ihm benannte Unternehmen „E. R. Squibb“ in Brooklyn, New York gründete. Wichtige Meilensteine von E. R. Squibb war vor allem die Versorgung der Nordstaatenarmee mit lebensrettenden Medikamenten zu Kriegszeiten sowie die Inbetriebnahme der größten Penicillinfirma in den USA ab Mitte des 20. Jahrhunderts.

Parallel dazu entstand Ende des 19. Jahrhunderts die Firma „Bristol-Myers“ aus der Übernahme eines Pharmaunternehmens durch William McLauren Bristol und John Ripley Myers. Bristol-Myers war ebenfalls zu Kriegszeiten in der Penicillinentwicklung tätig und agierte somit als direkter Konkurrent von E. R. Squibb.

Die Fusion der einstigen Konkurrenten legte den Grundstein für die Weltmarktführerschaft

100 Jahre später, im Jahr 1989, fusionierten beide Unternehmen zur heute weltweit bekannten Bristol-Myers Squibb Company.

Heute, fast 30 Jahre und einige Unternehmensübernahmen später, gehört BMS mit mehr als 25.000 Mitarbeitern weltweit und einem Jahresumsatz von mehr als 16 Milliarden US-Dollar zu den Weltmarktführern unter den Pharmazieunternehmen. Die Hälfte aller Umsätze generiert Bristol Myers Squibb mittlerweile außerhalb der USA.

Der Hauptsitz des Unternehmens ist in New York (USA). Die Aktie von Bristol-Myers Squibb ist an der NASDAQ gelistet.

Dividende

Die Aktionäre von Bristol-Myers Squibb dürfen sich seit mehreren Jahren über steigende Dividendenzahlungen freuen. Dennoch gehört BMS nicht zu den Dividenden-Aristrokraten. Denn das Merkmal der Dividenden-Aristrokraten ist eine stetig steigende Dividende über mindestens 25 Jahre hinweg.

Bristol-Myers Squibb jedoch fror zwischen 2001 und 2008 sowie zwischen 2009 und 2010 die Höhe der gezahlten Dividende ein. Erst danach wurde diese wieder kontinuierlich erhöht.

Seit 2006 dürfen sich die Bristol Myers Squibb-Aktionäre über eine durchschnittliche Dividendenrendite in Höhe von 3,98% freuen.

Die Dividende je Anteilsschein beläuft sich in 2016 auf 1,49 US-Dollar. Das entspricht einer Dividendenrendite von 2,17%. Für 2017 wird mit einer weiter steigenden Dividende gerchnet.

Datum Haupt-Versammlung (HV)Kurs zur HV (in Euro)Dividende (in US-Dollar)Dividenden-rendite (in %)
03.05.201671,131,492,17
05.05.201565,031,442,44
06.05.201450,931,412,65
07.05.201340,021,374,20
01.05.201233,521,333,77
03.05.201128,831,294,87
04.05.201025,271,254,95
05.05.200919,681,245,33
06.05.200823,181,154,34
01.05.200728,681,124,26
02.05.200624,991,124,87

Der Kurs der BMS-Aktie hat vor allem in den letzten 5 Jahren ordentlich an Wert gewonnen. Aktionäre, die 2011 eingestiegen sind, konnten sich 5 Jahre später über eine Gesamtrendite von 181% freuen. Das entspricht einer jährlichen Durchschnittsrendite in Höhe von 23%.

Aktionäre, die sich dagegen schon 2006 Anteilsscheine ins Depot legten, kommen auf einen nur minimal höheren Gesamtgewinn in Höhe von 184%, was einer Durchschnittsrendite von 11% p.a. entspricht.

Aktionäre die seit Jahresbeginn investiert sind, mussten sogar eine Minusrendite von 10,83% verbuchen.

Eine langjährige Aktienrendite die seinesgleichen sucht!

Ungeachtet dieser aktuellen Minusperformance kann Bristol-Myers Squibb auf eine durchaus beachtliche Historie in der Schaffung eines Shareholder Values zurückschauen.

Star-Ökonom Jeremy Siegel erstellte im Zuge der Recherche für sein Buch „Langfristig investieren“ ein Ranking, das die Aktienrendite vieler großer amerikanischer Unternehmen zwischen den Jahren 1957 und 2003 verglich. BMS landete dabei auf einem ordentlichen Platz 3!

Kommt diese Aktie also trotz aktueller Minusrendite weiterhin als langfristige Investition in Frage? Um diese Frage beantworten zu können, lohnt sich ein Blick auf den 10-Jahres-Chart dieses US-Werts.

Aktie von Bristol-Myers Squibb-Aktie (ISIN: US1101221083, NYSE: BMY)

Bristol-Myers Squibb-Aktie seit 2006

Quelle: www.cfx-broker.de

Bei Pharmaunternehmen verhält es sich wie mit Lebensmittelproduzenten: Die Nachfrage nach ihren Produkten gestaltet sich unabhängig von der aktuellen Weltwirtschaftslage. Denn Krankheit und Schmerzen kennen keine Krisenzeiten.

Dieser Fakt und die zu der Zeit sehr starken Vertriebszahlen eines Medikaments, das in der Prävention von Schlaganfällen und Herzinfarkten eingesetzt wird, führten dazu, dass Bristol-Myers Squibb sogar Krisen wie in 2008/2009 weitestgehend unbeschadet überstand. Die Jahre danach zog der Kurs stetig nach oben.

Zwischen 2011 und 2016 betrug die durchschnittliche Jahresrendite beachtliche 23%.

In der langfristigen Betrachtung lässt sich eine Unterstützung bei einem Kurs von 45 US-Dollar erkennen, die – trotz des deutlich sichtbaren Performanceverlusts in 2016 – bisher noch nicht getestet wurde. Dennoch ist der Kurs zuletzt deutlich unter den 256-Tages-GD abgetaucht.

Werfen wir einen Blick auf den 2-Jahres-Chart, um etwas mehr Klarheit zu bekommen.


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Bristol-Myers Squibb-Aktie seit 2015

Quelle: www.cfx-broker.de

Zwischen Anfang 2015 und 2016 bewegte sich der Kurs vornehmlich zwischen 58 US-Dollar und 70 US-Dollar und damit immer noch teils deutlich oberhalb seines Jahresdurchschnitts (grüne Linie = GD256). Im April 2016 durchbrach der Kurs den Widerstand, um auf ein neues Allzeithoch bei 75 US-Dollar zu klettern.

Doch mit Erreichen dieses Hochs hatte er bereits genügend Höhenluft geschnuppert. Danach folgte eine steile Abwärtsbewegung, die sogar zu einem kurzzeitigen Abtauchen unter die bei 58 US-Dollar liegende Unterstützung führte.

Diese Marke scheint der Kurs nun wieder zurückerobert zu haben. Seither bewegt er sich um die 59 US-Dollar und damit wieder nahe oberhalb der Unterstützung. Damit stehen die Chancen gut, dass er sich bald wieder fängt und sich auch Jahresdurchschnitt wieder annähert.

Ein eindeutiges technisches Kaufsignal wurde bisher jedoch nicht generiert, daher könnte hier „Abwarten und Tee trinken“ zunächst die klügste Entscheidung für Anleger, die sich diesen Wert in ihr Depot legen wollen, sein.

Fazit:

Die Pharmaindustrie muss sich seit Anfang des 21. Jahrhunderts vor allem der Herausforderung stellen, dass die abgelaufenen Patente ihrer einstigen Blockbuster zu schmerzhaften Umsatzeinbußen führen. Während die Generika-Hersteller sich freuen, müssen Firmen wie Bristol-Myers Squibb stetig in die Forschung & Entwicklung neuer wirksamer Wirkstoffe investieren.

Dies erklärt auch die hohen F&E-Aufwendungen, die Bristol-Myers Squibb jährlich investiert, um die ehemaligen Cahs Cows durch neue ersetzen zu können.

Zusätzlich setzen die großen Konzerne auf Unternehmensübernahmen und Fusionen, um so ihre Produktpalette weiterhin vergrößern und ihre Absatzzahlen weiter steigern zu können.

Bristol Myers Squibb weist – neben enormen F&E-Aufwendungen – ein breit gefächertes Produktportfolio mit mehreren Blockbuster-Medikamenten auf, deren Patente nach wie vor noch gültig sind. So dass auch langfristig mit stabilen bzw. steigenden Umsätzen zu rechnen ist.

Zudem liegt der große Vorteil für Pharma-Unternehmen wie BMS darin, dass der Absatz von Medikamenten keine Weltwirtschaftskrisen oder Nachfrageprobleme kennt.

Bristol-Myers Squibb entwickelt derzeit über 50 neue Wirkstoffe, die ein breites Spektrum an Krankheiten abdecken. Darunter finden sich auch Wirkstoffe, die in einer neuartigen Krebstherapie eingesetzt werden sollen. Sollte es hier zu Erfolgen kommen, ist mit Umsätzen in Milliardenhöhe zu rechnen.

Langfristig ist daher davon auszugehen, dass Bristol-Myers Squibb weiterwachsen und seinen Aufwärtstrend fortsetzen wird.

Da der Kurs aber vorher noch seine aktuelle Unterstützung mehrfach testen kann, sollten Sie keine voreiligen Kaufentscheidungen treffen. Stattdessen ist es ratsam, auf klare Technische Einstiegssignale zu warten.

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