Aktien schützten vor Inflation, Währungsreform und Staatsbankrott
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 27. Januar 2012, 16:00 Uhr
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Schade, denn wenn wir uns die Möglichkeiten vor Augen führen, die wirklich helfen können Wohlstand auch im Alter zu erhalten bzw. überhaupt einmal entstehen zu lassen, dann gibt es nur eine Alternative und die heißt Investieren. Investieren in die Ausbildung und zwar lebenslang. Investieren in Produktionsanlagen und gut ausgebildete Menschen die damit umgehen können. Also reduziert sich alles auf die Aktie, als Beteiligung am produktiven Kapital einer Volkswirtschaft. Wer aber auf den Kapitalismus schimpft findet sich schnell in einer Ecke wieder in der sich Menschen wohl fühlen die nicht wissen wollen wie Volksvermögen überhaupt entsteht.
Kommen wir noch einmal zurück zur Aktie als Beteiligung am produktiven Volksvermögen. Auf die verschiedenen Möglichkeiten die es gibt um Aktien Monat für Monat anzusparen möchte ich heute nicht eingehen, da wissen Sie selber gut Bescheid. Aber was wir uns manchmal ansehen sollten sind die Statistiken des Bundesverbandes Investment und Asset Management e.V. kurz bvi genannt.
Altersversorgung nach der goldenen Bankenregel
In den letzten 10 Jahren, und Sie wissen wie viel Crash-Szenarien wir in dieser Dekade erlebt haben, hat ein durchschnittlicher deutscher Aktienfonds das Kapital seiner Sparer erhalten und sogar einen leichten Überschuss erwirtschaftet. Längere Zeiträume sind besser gelaufen aber darum geht es mir jetzt nicht. Euro-Rentenfonds haben im gleichen Zeitraum 2,8 Prozent p.a. erwirtschaftet und offene Immobilienfonds kommen über die letzten 10 Jahre (per 30.9.2011) immerhin auf 2,6 Prozent pro Jahr. Die alte Bankregel seine Vermögensplanung auf drei Säulen, nämlich Renten, Aktien und Immobilien aufzustellen hat in den letzten 10 Jahren prima funktioniert. Die hier genannten Fonds sind vor Insolvenz geschützt weil die Anteile dem einzelnen Anleger zugeordnet werden können (Insolvenzschutz durch Sondervermögen)
Ihre Daimleraktie vor und nach der Euroumstellung
Kommen wir zur leidigen Eurodebatte. Einer Daimler- oder Lindeaktie ist es doch egal ob sie auf Deutsche Mark oder Euro oder US-Dollar lautet, sofern Sie, liebe Leser, als Sparer nicht über Zertifikate sondern direkt am Unternehmen beteiligt sind. Also freuen wir uns darüber, dass eine scheinheilige Kapitalismusdebatte viele Anleger vom Produktivvermögen fernhält? Auf gar keine Fall, denn wer soll denn Arbeitsplätze finanzieren wenn nicht die Aktionäre? Die Banken vielleicht? Ja, und Strom kommt aus der Steckdose.
Wir sollten viel öfter darüber debattieren wie sich der Umgang mit Kapital und Umgang mit den Menschen die dieses Kapital zur Verfügung stellen, pflegen lässt. Ob uns das allerdings in einem Umfeld gelingt indem die Menschen immer öfter nach dem Staat rufen um sich umsorgen zu lassen wage ich zu bezweifeln?
Viel Erfolg am Markt
Jürgen Nowacki
Coach Trading & Sales
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Wilhelm Schäffer (27.01. 2012 17:49 Uhr):
Aktien als Altersvorsorge - ok! Aktien als Beteiligung am Produktivvermögen - ok! Aber finanzieren Aktionäre wirklich die Arbeitsplätze? Höchstens dann, wenn durch Neuemissionen oder Kapitalerhöhungen den Firmen Geld zufließt. Genau darauf aber reagiert die Börse meist negativ. Tatsächlich ist der Aktienhandel "Altpapier-Handel"; die Aktien werden nur herumgeschoben. Das finanziert keine Arbeitsplätze - höchstens in der "Börsen-Industrie"!
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