Aktien reagieren nicht auf gute Nachrichten
Eric Fry in Traders Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 24. Juni 2009, 12:00 Uhr
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Seltsamerweise sieht es bei den Bankenaktien schlechter aus, seit die Regierung verkündet hat, die Sache würde wieder besser werden. Die meisten der Aktien von Finanzunternehmen haben schlechter abgeschnitten, seitdem die guten Nachrichten über die Ergebnisse des „Belastungstests" zum ersten Mal über die Nachrichtenkabel gekommen sind.
Der BKX-Index der Bankenaktien ist um beinahe 19% eingebrochen, seit dem Handelsschluss am 8. Mai, dem ersten Handelstag nachdem die amerikanische Zentralbank die Ergebnisse des Belastungstests für Amerikas 19 größte Finanzinstitute als „besser als erwartet" bekannt machte.
Die Bekanntmachung, dass das TARP-Geld zurück gezahlt würde, hat am Abwärtstrend des BKX nichts ändern können. Seit dem 9. Juni, an dem das Finanzministerium bekannt machte, dass die Banken ihre TARP-Kredite vielleicht zurückzahlen werden, ist der Index um 5% eingebrochen.
Offenkundig ist der Sektor der Finanzunternehmen unter den Aktien in die Phase übergegangen, in der „gute Nachrichten nicht länger gute Nachrichten sind". Die atemberaubende Rally des BKX in der Zeit vom 6. März bis zum 8. März um 135% hat vielleicht all die guten Nachrichten schon auf eine angemessene Weise mit in die Kurse einfließen lassen, die man mit einiger Sicherheit für gewisse Zeit im Bereich der Finanzindustrie erwarten konnte.
Hinzu kommt, dass die verdächtige jüngste Schwäche des BKX-Index vermutliche keine gute Nachricht für den Aktienmarkt insgesamt darstellt, weil die Finanzaktien den Markt angeführt haben - sowohl auf dem Weg nach oben als auch auf dem Weg nach unten - während der vergangenen 1,5 Jahre.
Um Ihnen nu rein einziges Beispiel dieses Phänomens zu geben: Zwischen dem 1. Februar und dem 31. März ist der BKX um 21% eingebrochen, während der S&P500 sogar 1% zulegen konnte. Doch während der darauf folgenden anderthalb Monate ist der S&P um 13% eingebrochen.
Der BKX hat Anfang Dezember eine ähnliche „bärenartige Divergenz" begonnen, als er zwischen dem 5. Dezember und dem 6. Februar um 35% eingebrochen ist. Der S&P500 hat sich im gleichen Zeitrahmen kaum gerührt, ist aber während der folgenden 30 Tage um 20% gefallen.
Offenkundig garantiert der letzte Rückgang des BKX keinen anschließenden Rückgang des S&P500. Aber er gibt mir auch kein beruhigendes, angenehmes Gefühl. Wir wollen also die Schwäche des BKX als ein Warnzeichen betrachten. Beherzigen Sie diese Warnung, wenn sie so veranlagt sind.