Aktien – doch keine neue "Reichtumsmaschine"
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 06. Mai 2003 18:00 Uhr
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*** Der Goldpreis steht relativ stabil bei über 340 Dollar pro Feinunze. In der kostenlosen Pariser U-Bahn-Zeitung "20 Minutes" konnte ich lesen, dass Drogendealer verdächtigt werden, ihre Gewinne zur Geldwäsche in Gold zu investieren. Wenn sich die Regierungen dazu entscheiden sollten, das Investieren in Gold zu verbieten (um ihre Papierwährungen vor diesem Wettbewerb mit dem Gold schützen zu können), dann werden sie das wahrscheinlich als Anti-Drogen- oder Anti-Terrorismus-Kampagne verkaufen.
*** Die amerikanischen Vorstandsvorsitzenden "kümmern sich nicht um ihre Aufsichtsräte ... sie kümmern sich darum, wie viel Geld sie verdienen ...", so Warren Buffett.
Sie kümmern sich auch nicht viel darum, wie viel Gewinne ihr Unternehmen macht. Der Anteil der Unternehmensgewinne am BIP fällt seit den 1980ern. Ein bemerkenswerter Artikel mit dem Titel: "Aktien: Die neue Reichtumsmaschine" aus dem Jahr 1996 erklärte, dass die Unternehmensgewinne ohnehin nicht wirklich wichtig seien.
Dieser Artikel im "Foreign Policy" begann so: "In der Vergangenheit schafften Produktion, Export und direkte Investitionen wegen des Schaffens von Einkommen Reichtum. Aber jetzt ist es notwendig, dass ein Staat Wege findet, den Marktwert der Aktien zu erhöhen ... eine Wirtschaftspolitik, die Wachstum durch das Schaffen von Reichtum schaffen will, strebt deshalb nicht mehr die Erhöhung der Menge von Gütern und Dienstleistungen (oder Gewinne) an, außer höchstens als sekundäres Ziel."
Natürlich hat sich diese "neue Reichtumsmaschine" in den letzten 3 Jahren nicht gerade bewährt. Aber die Amerikaner glauben immer noch, dass sie etwas Besonderes sind, was ihnen ermöglicht, von den normalen, anstrengenden Methoden der Schaffung von Reichtum abweichen zu können. Mehr dazu von Dr. Richebächer, im nächsten Artikel ...