Aktie: Erfolgserprobtes langfristiges Kriseninvestment
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 3. Dezember 2010, 19:00 Uhr
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Aktien von Qualitätsunternehmen sind eine Anlagealternative zu Gold. Allerdings müssen Sie dabei zwei Dinge unbedingt beachten: Die Unternehmen müssen Geschäftsfelder haben, die physische Besitztümer beinhalten. Was Konzerne wie Siemens etc. über all die Jahrzehnte durch all die Krisen gerettet hat: Das Unternehmen hat große Vermögenswerte in Grundstücken, Maschinen, Patenten etc. - Werte, der auch in Währungsreformen nicht verloren gehen.
Diese Werte bilden das Rückrat für die Aktie. Setzen Sie deshalb in Krisenzeiten nicht auf Dienstleistungsunternehmen, Internetfirmen etc., die traditionell wenig physische Besitztümer haben. Noch besser: Suchen Sie gezielt Aktien von Unternehmen, die Güter produzieren, deren Nachfrage auch in einer Krise nicht gravierend einbrechen wird: Beispielsweise Nahrungsmittelkonzerne, Pharmaunternehmen, Agrarfirmen und natürlich Edelmetalle.
Der zweite Punkt: Die Unternehmen müssen eine starke Bilanz aufweisen. Damit sie in einer Krise nicht in finanzielle Bedrängnis geraten und dadurch im schlimmsten Fall Konkurs gehen. Schauen Sie sich also die Bilanzen an: Eine sehr geringe Verschuldung und eine hohe Cashposition sind gewünscht.
Klar ist natürlich, dass eine solche Anlage dann einen mittel- bis langfristigen Investmenthorizont besitzt. Sie darf auf keinen Fall als Ersatz für die unbedingt notwendige Liquidität dienen. Denn dann werden Sie durch externe Einflüsse zu Aktienverkäufen gezwungen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Christoph Raabe (04.12. 2010 10:06 Uhr):
Glückwunsch! Sie nehmen mit scharfer Analyse den Untergangspropheten die (heiße) Luft aus dem Ballon. Es ist schon richtig: Siemens gibt es seit mehr als 100 Jahren. Natürlich kann auch so ein Unternehmen mal pleite gehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es Siemens auch in den nächsten 30 - 50 Jahren gibt, ist aber durchaus gegeben. Und selbst wenn man in Krisenzeiten mal die Pleite des einen oder anderen Unternehmens erlebt: Meine Oma hat immer gesagt: "Nach Regen kommt auch wieder Sonnenschein!" Der Kölner sagt: "Et hätt noch immer joot jejange!" Und der berühmte Ökonom John Maynard Keynes antwortete auf die besorgte Frage, was er denn auf lange Sicht erwartet: "Auf lange Sicht sind wir alle tot!" Wie wahr. Lasst uns also das Leben genießen und dankbar sein, dass es uns in Deutschland selbst in einer Krise kaum an die physische Existenz gehen wird. Da sind wir schon mal besser dran als viele Kleinbauern in Afrika. Auch ein Grund zur tiefen Zufriedenheit! Schöne Grüße C. Raabe
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