Ahold leidet unter Umsatzeinbruch
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 28. Oktober 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold (ISIN NL0000331817), der immer noch unter den Folgen des Bilanzskandals leidet, hat im dritten Quartal einen Umsatzrückgang um 7,1 % auf 13,0 Mrd. Euro zu verbuchen. Begründet wird dieser Rückgang mit einer anhaltender Kaufzurückhaltung und dem schwachen Dollar. Analysten hatten im Schnitt allerdings mit einem noch nachhaltigeren Umsatzeinbruch gerechnet. Sie erwarteten lediglich einen Umsatz von 12,7 Mrd. Euro
Bereinigt man den Umsatz um Währungseinflüsse, hätte es einen Umsatzanstieg von 2,7 % gegeben.
Darüber hinaus erwartet Ahold für das Gesamtjahr, dass das Betriebsergebnis voraussichtlich unter dem anhaltenden Druck auf die Margen leiden wird. Das gilt vor allem für die amerikanische Tochter U.S. Foodservice. Daneben wies der Konzern darauf hin, dass in diesem Jahr allein an unternehmensfremde Berater mehr als 100 Millionen Euro gezahlt werden müssten.
Zudem soll sich die anhaltend schwache Weltwirtschaft (!) sowie die starke Konkurrenz weiterhin belastend auf den Umsatz auswirken.
Ahold sinkt um 8,77 % auf 7,07 Euro. Bei Ahold liegt das nächste Alphatarget nach Bruch der 7 Euro Marke, bei 6 Euro um den 13 November. Ein Kauf drängt sich nicht auf.