Ahold: Ergebnisrückgang und Kapitalerhöhung
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 26. November 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Der von Bilanzskandalen geschüttelte niederländische Einzelhandelskonzern Ahold hat im dritten Quartal erneut einen deutlichen Rückgang des Betriebsgewinns zu verzeichnen. Zudem plant der Konzern eine Kapitalerholung.
Der Betriebsgewinn vor Sonderposten ist im dritten Quartal um 65,8 % auf 180 Mio. Euro gefallen. Damit verfehlt Ahold die Analystenschätzungen deutlich. Das schwache Quartal wird vor allem mit einem Rückgang im US-Geschäft begründet. In den ersten neun Monaten verbleibt ein Betriebsgewinn vor Sonderposten von 857 Mio. Euro, ein Rückgang um über 50 %. Für die ersten neun Monate nimmt Ahold Abschreibungen in Höhe von 131 Mio. Euro vor.
Des Weiteren hat das Unternehmen eine Kapitalerhöhung im Umfang von rund 3 Mrd. Euro geplant. Damit sollen die Schulden, die sich auf 10 Mrd. Euro belaufen, abgebaut werden. Die neuen Aktien sollen für 4,83 Euro pro Stück angeboten werden. Aktionäre erhalten ein Bezugsrecht. Sie könnte für drei Aktien zwei neue Aktien erhalten.
Die Ahold-Aktie hat nun endgültig eine abwartende Seitwärtsbewegung eingeschlagen. Obwohl es ein wenig so aussieht, als ob die 7 Euro Marke nun in Gefahr gerät. Unterhalb von 7 Euro wartet die 6 Euro Marke. In diesem Bereich sollte sich Ahold fangen.
Ahold sinkt um 3 % auf 8,05 Euro.