Agrarrohstoffwissen: Was ist die „stocks to use ratio“? Teil 7
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Agrar-Rohstoffe
vom 30. Juli 2008, 20:00 Uhr
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Liebe Leser,
Sie haben es sicher schon gemerkt, ich habe wirklich ein Faible für Reihen und Serien! ;-)
So sind wir, dank meiner Schwäche für Newsletter-Serien, heute schon bei Teil 7 und 8 aus der Reihe Agrarrohstoffwissen zur stocks to use ratio" angelangt. Aber - keine Angst - ich verspreche Ihnen, heute wird die Serie beendet. Falls Sie das auch schade finden, ebenfalls keine Angst, weitere Serien werden mit Sicherheit folgen. ;-)
Nun gut, heute wollen wir zunächst damit weitermachen, womit wir gestern aufgehört haben. Sie mögen sich sicher erinnern: gestern haben wir die Preis-Charts von Weizen und Mais mit der jeweiligen stock to use ratio aus den vergangenen Jahren verglichen und tatsächlich einen mehr oder minder großen Zusammenhang zwischen der Preisentwicklung und der Ratio festgestellt.
Heute wollen wir das Ganze nun auch mit den Sojabohnen wiederholen!
Betrachten Sie deshalb hierzu den Langfrist-Chart:
Quelle: barchart
Und für den direkten Vergleich, noch einmal die USDA-Tabelle der stocks to use ratios für die vergangenen Jahre:
| Year ending | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 |
| Stocks/Use ratio | .09 | .07 | .06 | .04 | .09 | .16 | .19e | .04e | .05e |
Noch einmal zur Erinnerung: bei Sojabohnen liegt traditionell das kritische Level in der stocks to use ratio bei 10%.
Und tatsächlich können wir erkennen, dass sich der Preis bei kritischen stocks to use ratios verteuert hat in den vergangenen Jahren. Schon für die kritischen Jahre 02 und 03 sehen wir einen Preisanstieg von mehr als 50% vom Tief in 2001 bis zum Top in 2003. Daraufhin noch einmal ein fulminanter Anstieg - fast eine Preisverdoppelung- dank der äußerst niedrigen stocks to use ratio für die Ernte 2004. Daraufhin wird das Angebot ausgeweitet, die stocks to use ratio fällt und auch der Preis. Woraufhin dann seit 2006 der Beginn eines starken Aufwärtstrends folgt - eigentlich zunächst nicht erklärbar aufgrund der hohen stocks to use ratio in 2007 - der zuletzt seine Spitze bei 16 US-Dollar findet, hier wieder mit fundamentaler Begründung.
Nun ich denke hier wird deutlich, dass die stocks to use ratio eines der wichtigsten Instrumente für die fundamentale Analyse darstellt - grundsätzlich bei Unterschreitung des kritischen Levels auch einen stärkeren Preistrend unterstützt - aber dennoch nicht für jede Preisentwicklung eine Erklärung bietet.
Lesen Sie deshalb im zweiten Teil weiter.
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