Agraraktien: typische Spätzykliker
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Agrar-Rohstoffe
vom 17. August 2010, 17:00 Uhr
ENL5462
Schon öfters hatte ich Ihnen in jüngster Zeit berichtet, dass der Agrarmarkt als typischer Spätzykliker derzeit im Fokus des Interesses steht. Angesichts steigender Preise für Agrarrohstoffe gehen erste Analysten jetzt auch davon aus, dass sowohl die Umsätze mit Dünger als auch mit Saatgut und Pflanzenschutz in nächster Zeit deutlich anziehen werden. Die ersten Übernahmeschlachten passen gut in dieses Bild. Denn wer kennt den Markt besser als die kommerziellen Marktteilnehmer in Form der ganz großen Rohstoffproduzenten.
Gerät K+S auch in den Fokus der Aufkäufer?
Auch auf dem deutschen Kurszettel finden sich Unternehmen, die in dieses Muster passen. K+S bringt zwar im Gegensatz zur kanadischen Potash nur ein Gewicht von rund 8 Mrd. USD auf die Waagschale. Angesichts der inzwischen führenden Rolle als Salzproduzent rückten sie aber heute sofort wieder in den Fokus. Die Aktie konnte sich folglich mit einem gewaltigen Sprung aus der jüngsten Konsolidierung befreien. Schon länger gilt K+S als potenzieller Übernahmekandidat. Interessanterweise hatte auch Potash bereits Lust auf den kleineren Konkurrenten. Ein Gebot an den früheren Eigentümer BASF scheiterte 1996 am Veto der Bundesregierung. Sollte BHP Billiton womöglich seine Fühler in diese Richtung ausstrecken, wenn die Avancen auf Potash scheitern, hat K+S noch viel Platz nach Norden.
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Daniela Knauer
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