Agraraktien: Ein Basisinvestment für Ihr Depot
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Agrar-Rohstoffe
vom 24. Juni 2011, 17:00 Uhr
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Angesichts dieser Perspektiven sollten Agraraktien in keinem gut diversifizierten Portfolio fehlen. Der Ansicht sind auch viele Analysten, die in den vergangenen Tagen reihenweise ihre Kursziele nach oben revidierten. Sei es für die deutsche Südzucker, die am Mittwoch einen starken Ausblick geliefert hatte, für die Schweizer Syngenta oder für die großen Agrounternehmen in den USA. Ein negatives Beispiel lieferten leider einige Chinaaktien (ich berichtete), aber vor Betrug (der noch nicht bewiesen ist) ist letztendlich keine Anlage gefeit.
Angesichts stabiler und meist hoher Dividendenerträge gerade der größeren Unternehmen liefern jene oft allein von dieser Seite höhere Erträge als die ach so sicheren Staatsanleihen. Daher konzentrieren sich gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten viele Fondsmanager auf die lukrativsten Titel aus diesem Bereich. Das schützt zwar auch nicht vor Rückschlägen, wenn es wirklich zu einer Krise kommt wie 2008, als die Fonds reihenweise Mittelabflüsse hatten. Denn in einer solchen Situation muss alles zu Geld gemacht werden, was gerade noch halbwegs liquide ist.
Doch gegessen werden muss immer, sodass die Unternehmen selbst in diesen Momenten noch relativ stabile Erträge erwirtschaften können, solange die Agrarpreise nicht ins Bodenlose fallen. Doch angesichts von Prognosen der OECD, dass das Wachstum der Agrarproduktion sich bis 2020 von 2,6 auf 1,7 Prozent verringern wird, rechne ich nicht damit. Mehr Sorgen sollten wir uns vielleicht um neue Hungeraufstände machen, wenn die Nahrungsmittel weiter im Preis anziehen. Gerade im Nahen Osten und anderen schnell wachsenden Nationen kann dies zu weiterer Instabilität führen.
Doch malen wir den Teufel nicht an die Wand. Im Augenblick sieht es für die Ernten deutlich besser aus als im vergangenen Jahr. Davon profitieren nicht nur die Bauern und Agrokonzerne, sondern auch die ärmeren Menschen, wenn es für eine Entspannung bei den Preisen reicht. Ich werde mir die Anbauflächen in den kommenden zwei Wochen genau ansehen. Denn ich genehmige mir etwas Urlaub. Würdig vertreten werde ich in der Zwischenzeit von Klaus Buhl. Sollten auch Sie schon in die Sommerferien starten, dann wünsche ich Ihnen gute Erholung und eine schöne Reise.
Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Ihre Daniela Knauer