Adieu Schreckgespenst
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 30. September 2009, 08:30 Uhr
der gefürchtete Börsenmonat September geht heute zu Ende. Statt Schrecken verbindet man in diesem Jahr eher grinsende Gesichter der Marktteilnehmer mit diesem Monat. Die nächsten Dax-Ziele sind mit 5.819 Punkten - ein früheres Zwischentief - schon ausgemacht.
Gestern korrigierten Dow Jones & Co. nach der starken Vorstellung am Dienstag. Wären die positiven Signale vom US-Immobilienmarkt nicht gewesen, dann hätte das enttäuschende Verbrauchervertrauen tiefere Notierungen nach sich gezogen. Nachlassendes Vertrauen der Konsumenten wird insbesondere in den USA argwöhnisch betrachtet.
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades. Natürlich werden sich im Laufe des Handelstages auch noch andere interessante Trading-Chancen ergeben. Wie sich der Handelstag dann genau entwickelt hat, erfahren Sie in der Abendausgabe gegen ca. 18.30 Uhr.
Alter und neuer Taktgeber
Dax (DAX.I)
Eine etwas leichtere Wall Street und uneinheitliche Vorgaben der asiatischen Börsen lassen den Dax in etwa auf Höhe des gestrigen Schlusskurses, also knapp oberhalb der 5.700er-Marke eröffnen. Der Wahleffekt ist schon längst verflogen. Die Konjunkturmeldungen und natürlich die Entwicklung von Dow Jones & Co. geben nun wieder maßgebend den Takt vor. Heute stehen gleich mehrere kurs-relevante Veröffentlichungstermine an. Hervorzuheben sind die Zahlen zum amerikanischen Brutto-Inlands-Produkt um 14.30 Uhr und der Einkaufsmanagerindex um 15.45 Uhr. Doch auch die anderen Termine können die Märkte in Wallung bringen, sofern sie nicht den Erwartungen entsprechen.
Ich gehe erst long, wenn der deutsche Leitindex ein neues Jahreshoch markieren kann. Ebenfalls eine Kauf-Positon steht an, wie schon am gestrigen Handelstag, wenn bei 5.700 Punkten ein Kursrückgang aufgehalten werden kann. Auch bei einem vorübergehenden Abgleiten unter diese glatte Kurs-Marke kaufe ich den Dax, sobald dieses Kurs-Niveau zurückerobert werden kann.
Eine Short-Position eröffne ich, wenn die besagte 5.700er-Marke nachhaltig (kein Einstieg vor 5.690 Punkten!) nach unten verlassen wird. Bei 5.620 Punkten muss dann wieder neu über das Engagement entschieden werden. Fällt der Dax weiter, dann halte ich an einer bestehenden Short-Position fest bzw. gehe short, falls ich nicht investiert bin. Kann sich der Dax jedoch vom Würgegriff der Bären befreien, kaufe ich den Dax.
Eine Short-Variante knüpfe ich an die massive Widerstandszone um 5.750/60 Punkte. Kann bei einem erneuten Angriff auf diese Zone festgestellt werden, dass es zum wiederholten Male nicht reicht, höhere Kurs-Gefilde zu erreichen, gehe ich short.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Hält die Konsolidierungsphase auf hohem Niveau an oder entscheiden sich die Marktteilnehmer für eine Kurs-Richtung?
