Achtung Rutschgefahr!
Katja Kram in Insider Daily
vom 16. Februar 2009, 14:30 Uhr
ENL5462
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der Winter hat uns wieder richtig im Griff. Eisige Temperaturen, Schnellfall und glatte Straßen - da kann man schon mal ganz schön ins "Schlittern" kommen. Was draußen auf den Straßen gilt, ist aktuell auch wieder auf dem Börsenparkett Programm. Aktuell lassen die Nachrichten die Aktionäre wieder wankelmütiger werden, was die Märkte ganz schön ins "Schleudern" bringt.
Gibt es "bad news" aus Übersee, sagt das Kurspolster ade!
Konnte ich Ihnen vergangenen Montag noch freudig darüber berichten, dass der deutsche Leitindex ein kleines Sicherheitspolster aufgebaut hat, so muss ich Ihnen heute sagen, dass dieses Polster bereits wieder Geschichte ist. Am Freitagabend verabschiedete sich der DAX zwar leicht im Plus bei 4.413 Zählern ins Wochenende, aber im Wochenverlauf hat der Leitindex wieder ordentlich Federn lassen müssen. Der DAX gab im Wochenverlauf rund 5% seines Kurspolsters wieder ab.
Zum Beginn der neuen Börsenwoche geht die "Schlitterpartie" auf dem Börsenparkett bereits weiter. Für einen schwachen Handelsauftakt sorgten die kläglichen Vorgaben aus den USA - der Dow Jones ging mit 1% Minus und 7.850 Punkten ins Wochenende. Zudem versetzte die Meldung über eine stark schrumpfende Wirtschaft in Japan die Anleger in Angst und Schrecken. Japans Bruttoinlandsprodukt sank allein im Schlussquartal 2008 gegenüber dem Vorquartal um 3,3%. Betrachtet man das Vergleichsquartal aus 2007, so brach das BIP um ganze 12,7% ein - Analysten hatten lediglich mit 11,7% gerechnet.
Immer noch kein Ende der "Eiszeit" an den Börsen in Sicht?
Hierzulande lassen die Diskussionen über die Verstaatlichung der Hypo Real Estate, die Temperaturen auf dem deutschen Handelsparkett eher noch eisiger werden. Banktitel, wie die von der Deutschen Bank und der Commerzbank gaben heute bereits zwischenzeitlich 3,73 und 3,29% nach. Und die Meldungen aus dem Finanzwesen werden im Gespräch bleiben: Am Mittwoch gibt die Commerzbank ihre Geschäftzahlen für 2008 bekannt und die Postbank folgt ihr am Donnerstag auf dem Fuße. Zudem werden und die BNP Paribas und Société Générale einen Blick in ihre Jahresbilanzen werfen lassen.
Aber nicht weniger interessant geht es bei den Automobilherstellern in Deutschland zu. Nachdem bereits Gerüchte über eine mögliche Kooperation der beiden Rivalen in der Klasse der Luxuswagenhersteller die Runde machen, darf man gespannt sein, wie sich die Zahlen von Daimler im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 darstellen. Analysten vermuten, dass nur rote Zahlen in der Bilanz den Stuttgarter Autobauer, Daimler zu einer Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten aus München bewegen konnten. Aber das sind alles nur Spekulationen - morgen wissen wir mehr.
Wohin der Trend in dieser Woche gehen wird, ist vermutlich stark abhängig davon, wie die Unternehmensmeldungen der kommenden Woche aussehen. Bleiben Sie in dieser Woche sehr achtsam und behalten Sie die Nerven - auch wenn sich der Börsenhimmel wieder etwas eintrüben sollte.
Ich wünsche Ihnen eine hoffentlich ruhige Börsenwoche.
Ihre
Katja Kram
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