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Was bedeutet dies für Anleger? Die erste Konsequenz: Europäische Aktien sind uninteressant. Einzige Ausnahme: Deutsche Aktien. Denn bei vielen großen deutschen Konzernen machen die Exporte in die Emerging Markets inzwischen dreißig Prozent und mehr aus. Auch wenn die dortigen Wirtschaften nicht mehr so dynamisch wachsen, wie in der letzten Dekade:
Das Wachstum in den Schwellenländern, vor allem in Asien, wird auch in den kommenden Jahren überdurchschnittlich hoch sein. Trotzdem sind viele Aktien aus den Emerging Markets heute so günstig zu haben, wie nach der Finanzkrise 2008/09. Nur fällt dies den meisten Anlegern nicht auf, da sich bei den Emerging Markets eine Bewertungsschere gebildet hat.
Nehmen wir beispielsweise Asien: Dort waren in den vergangenen Jahren die südostasiatischen Länder wie Indonesien, die Philippinen oder Thailand die absoluten Börsenstars. Doch diese Börsen sind inzwischen, gemessen an ihren historischen Bewertungen, teuer bis sehr teuer. Auf der anderen Seite sind Märke wie China, Südkorea oder Vietnam spottbillig. Nur will von diesen Märkten derzeit niemand etwas wissen - Südkorea wegen seiner exportlastigen Wirtschaft, Vietnam wegen seinen Inflationsproblemen und China weil es eben China ist.
Folglich beschäftigen sich auch die Medien nicht mit diesen Ländern, sondern mit den teueren südostasiatischen Märkten. Russland ist auch so ein Fall. Obwohl Russland unter den großen Aktienmärkten mit Abstand die günstigste Börse der Welt ist, haben wir eine sehr negative Stimmung für den russischen Markt.
Doch gerade wenn sich niemand für einen Markt, einen Sektor oder sogar eine einzelne Aktie interessiert, müssen Sie als antizyklischer Anleger genau hinschauen. Denn dann bieten sich die wirklich günstigen Kaufchancen. Deshalb werden wir in Taipan konsequent Werte aus diesen Märkten für Sie aufspüren, über die Sie sonst leider nichts lesen.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi