Abweichler bremsen den Aktienmarkt
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 10. Dezember 2010, 08:30 Uhr
der Dow Jones kommt nicht mehr vom Fleck! Dabei waren die Konjunkturdaten recht positiv ausgefallen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging zurück und lag dabei auch noch unter den Erwartungen der Experten. Störend wirkt sich gegenwärtig der von Demokraten und Republikanern ausgehandelte Steuerkompromiss aus, denn es besteht die Sorge, dass es bei der kommenden Abstimmung darüber einige Abweichler geben könnte.
Mehr kann ich Ihnen heute nicht mitteilen, denn ich bin spät dran. In Bayern (und sicher nicht nur dort) herrscht absolutes Schneechaos und ich musste etwa 25 cm Neuschnee vom Gehweg beseitigen. Da nun auch noch Kindergarten und Schulen Schneefrei bekommen, und meine Frau einen Arzttermin hat, werde ich nur am Nachmittag handeln können. Entsprechend schwer ist es dann auch, sich am Morgen für den Nachmittagshandel vorzubereiten. Mal sehen, was der Tag noch so bringt!
Die ausführlichen Einschätzungen für den Dax und das Währungspaar EUR/USD fallen situationsbedingt auch etwas anders aus als sonst.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | -0,17% |
| Dow Jones: | -0,02% |
| S&P 500: | +0,38% |
| Nasdaq: | +0,04% |
| EUR/USD: | +0,14% |
| Gold: | +0,37% |
| Silber: | +2,02% |
| Öl (Sorte Brent): | +0,11% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit drem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): wieder an der 7.000er-Marke
Die US-Futures liegen vorne und da die Wall Street ohnehin etwas besser abgeschnitten hatte als der Dax, tut sich am Morgen etwas. Der Nachholbedarf befördert den Dax kurz nach 8.00 Uhr im vorbörslichen Handel wieder in die Näher der 7.000er-Marke, die gestern Nachmittag kurzzeitig außer Sichtweite geriet.
Am gestrigen Handelstag wurde die Aufwärtslücke relativ schnell wieder geschlossen. Sollten keine frischen Impulse vom Markt kommen, so ist dies auch heute die wahrscheinlichere Variante. Da die vielen Unterstützungen unmittelbar unterhalb der aktuellen Notierung alle als schwach zu bezeichnen sind, schließlich wurden diese gestern allesamt mindestens einmal unterschritten, und der Markt einem derzeit häufig reinlegt, ist es wohl besser, eher konservative und weiter auseinander liegende Trigger-Marken zu wählen. Auf der Unterseite bietet sich die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) an. Wird diese unterschritten, wird ein weiteres bärisches Signal aktiviert. Chancen auf eine Gegenbewegung gibt es dann bei 6.910/00 Punkten. Wird auch dieses Auffangbecken links liegen gelassen, ist mit einem Rückgang bis auf 6.840 Punkte zu rechnen.
Die magische 7.000er-Marke hat bei deren Überwinden bereits zu viele Fehlsignale geliefert. Ich konzentriere mich daher auf der Oberseite auf das Jahreshoch. Ziehen die Bullen dort wieder die Köpfe ein, gehe ich short mit Kurs-Ziel 7.000er-Marke. Kann aber die bisherige Jahresbestleistung getoppt werden, und geht es über 7.050 Punkte hinaus, so eröffne ich eine Long-Position. Auf Tagessicht ist dann das Erreichen der 7.100er-Marke machbar, auf Sicht weniger Tage sogar die 7.200er-Marke.
Gestriges Ergebnis: Verlust 32,5 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart - CFX Trader
Dax (DAX.I): Die US-Futures ziehen den Dax vorbörslich nach oben.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
