Absurdes zentrales Planen
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 17. November 2010, 07:30 Uhr
ENL5454
Das ist das Schöne an der realen Wirtschaft! Die macht selten das, was man möchte...besonders dann nicht, wenn man ein Zentralplaner oder interventionistischer Finanzminister ist. Aber egal, wie stark man manipuliert....egal, wie viel man mit Regeln und Regulierungen arbeitet...
...die reale Wirtschaft bringt einem IMMER das, was man verdient hat.
Schauen Sie sich nur an, was 1971 passiert ist. Nixon koppelte den Dollar vollständig vom Gold ab - das wurde kaum bemerkt. Weil er am selben Tag etwas noch Dümmeres vermeldete. Er teilte der Welt mit, dass Preise und Löhne in Zukunft von der Regierung kontrolliert würden. Seine Lohn-Kontrollen" wurden eingeführt, um die Inflation zu stoppen.
Funktionierte das?
Ha...ha...müssen Sie das fragen? Wenn man die Inflation per Dekret der Regierung kontrollieren könnte....nun, dann wäre diese Welt erheblich anders als die, in der ich lebe. Das kann man nicht. Und wenn man versucht, es zu tun, dann bekommt man keine Welt stabiler Preise, Wachstum und Reichtum. Was man bekommt, ist das, was sie in der Sowjetunion bekamen, als sie die Preise von allem kontrollierten. Sie bekamen viel von Nichts...
Nichts in den Regalen...und nichts, das kaufenswert gewesen wäre.
Ich erinnere mich an einen Besuch in Polen im Jahr 1977. Das war ein schöner Ort für eine Reise mit dem Auto durchs Land, denn es gab keine Autos auf den Straßen. Die Leute hatten keine Autos. Und auch die LKWs waren normalerweise nicht auf, sondern neben der Straße. Sie waren kaputt...und standen normalerweise neben der Straße, mit der Motorhaube geöffnet.
Es gab auch keine Hotels. Und keine Restaurants, die diesen Namen verdient hätten. Man ging in ein Geschäft. Es war leer. Es gab normalerweise zwei oder drei müde Verkäufer...aber nichts zu verkaufen. Nur ein paar Dosen. Was war in den Dosen? Schwer zu sagen. Aber da es nichts anderes gab, kaufte man es und aß den Inhalt, welch fürchterliches Ding auch immer da drin war.
Später, in den 1980ern, reiste ich in die Sowjetunion. Im Flugzeug - auf dem Flug von Moskau nach Minsk - saß neben mir eine Frau mit einem Toilettensitz auf ihrem Schoß. Es stellte sich heraus, dass sie in Tennessee aufgewachsen war.
Was machen Sie mit dem Toilettensitz", wollte ich wissen.
Oh...ich habe den gerade in Moskau gekauft", erklärte sie. In Minsk werden keine Toilettensitze verkauft."
Aber ist das nicht eine teure Art und Weise, einen Toilettensitz zu kaufen? Dafür drei Stunden zu fliegen?"
Nein,...der Flugpreis wird in Rubel gezahlt. Und der Rubel ist nichts wert. Der Toilettensitz kostete mich mehr als der Hin- und Rückflug."
Sehen Sie also, was Zentralplanung produziert? Absurditäten. Monstrositäten. Dummheiten. Die bald auch...zu Ihnen kommen werden.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Hannes (17.11. 2010 09:15 Uhr):
Gut gesungen, mein Herr!
Antworten - Kommentar von Luc (17.11. 2010 10:03 Uhr):
Dass die reale Wirtschaft einem IMMER das bringt, was man verdient, wird vor allem ein Hedgefondmanager oder Landesbankchef sagen, nachdem er mit satten Gewinnen und Boni ausgeschieden ist und seine Schulden den Anlegern und Steuerzahlern hinterlassen hat. Der mögliche Einwand, diese Wirtschaft sei nicht real, würde ich als zynisch bezeichnen.
Antworten- Antwort von Hans Pohle (17.11. 2010 13:41 Uhr):
Hedgefondsmanager und Landesbankchefs haben eines gemeinsam: Sie werden von der Politik (also den Politikern) gerettet; siehe den "Greenspan-Put" und das Auffangen der Landesbanken. Lösung: Kapitalismus bzw . Marktwirtschaft! (vergl. dazu die Artikel der "Österreicher")
- Antwort von Hans Pohle (17.11. 2010 13:41 Uhr):